Produktbild: Aus dem Dachfenster die Wolken sehen

Aus dem Dachfenster die Wolken sehen Roman

3

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 17 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,4/12,6/2 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Kaffee / Seidengrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-6091-4

Beschreibung

Rezension

„Selene Mariani erzählt leise, präzise und (…) sehr nahbar und verbindet persönliche Fragen mit gesellschaftlichen Themen unserer Gegenwart.« (Martina Gilica, NDR Kulturspiegel, 19.05.2026) »›Aus dem Dachfenster die Wolken sehen‹ ist wie schon Marianis Debüt ›Ellis‹ hervorragend. (…) Eine großartige Autorin (…) mit Gefühl für ihre Figuren, mit einfühlsamen Sound und ohne jeglichen Pathos. (…) Eine Geschichte mit Nachhall.« (Martin Spieß, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 25.02.2026) »›Aus dem Dachfenster die Wolken sehen‹ ist ein zurückhaltendes, fast schon unscheinbares Buch, das aber eine ungemeine Kraft und Selbstsicherheit aus der Vagheit der Grundsituation der Protagonistin heraus entwickelt. Die Prägnanz der Worte und die Stringenz, in der wir der Entwicklung der Protagonistin folgen, ist von einer berauschend-schönen Klarheit und Helligkeit. Für mich ein klarer Beweis für die besondere literarische Qualität, die Selene Mariani in ihren Werken schafft.« (Björn Schäffer, björnandbooks, 27.03.2026) »Mariani schreibt mit großer Sensibilität. Ohne dramatische Zuspitzung, ohne laute Konflikte entfaltet sie eine vielschichtige Gefühlswelt.« (Silke Willmy, @wassilkeliest, 25.05.2026) »Gerade in der leisen Entwicklung liegt die Stärke des Romans. Authentisch zeigt sich, wie Spannung entsteht, wenn Träume auf den Alltag treffen. Auf wenigen Seiten schafft Selene Mariani ein rundes, stimmiges Gesamtbild, das besonders die Vielschichtigkeit weiblicher Lebensentwürfe sichtbar macht.« (Bianca Meyer, @bianca.liebt.buecher, 29.03.2026) »Ruhig, aber mit unglaublicher Kraft entspinnt sich vor unseren Augen der Lebensabschnitt einer Protagonistin, die schwankt und nicht genau weiß, in welche Richtung sie gehen soll. Sehr deutlich wird hier gezeigt, was es bedeutet, heutzutage Mutter zu sein (…).« (Dunja Brala, @dunis.lesefutter, 25.03.2026)
»Das ist ganz großartig geschrieben und dadurch ein vielschichtiger, feiner Roman geworden – unbedingt lesenswert!« (Oliver Fründt, VielSeitig, Frankfurt) »Bereits Marianis Debütroman «Ellis» hat mir sehr gefallen - und auch ihr neues Buch habe ich mit grosser Freude gelesen.« (Martina Cucinotta, buchhaus.ch) »Ein schönes Buch, um zur Ruhe zukommen.« (Jana Schulz, Hugendubel, Neumünster)

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 17 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,4/12,6/2 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Kaffee / Seidengrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-6091-4

Herstelleradresse

Wallstein Verlag GmbH
Geiststraße 11
37073 Göttingen
DE

Email: info@wallstein-verlag.de

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Scharfe Beobachtungsgabe trifft Feinfühligkeit

Bewertung am 25.04.2026

Bewertungsnummer: 3119656

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Tagtäglich beobachtet die Ich-Erzählerin, die in einem Café arbeitet, eigentlich jedoch vom Schreiben eines Romans träumt, die Gäste im Café und fragt sich, was für ein Leben diese wohl führen. Diesen flüchtigen, zufällig wirkenden Momenten entspricht auch die episodenhafte Struktur des Romans. Die einzelnen Szenen und Detailbeobachtungen lassen sich schnell lesen und ziehen gewissermaßen wie Wolken vorbei, jedoch nicht, ohne in Erinnerung zu bleiben oder einen inneren Zusammenhang zu enthalten. Die Autorin schafft es herausragend, implizit und leise Gesellschaftskritik durch bloße Beobachtungen des Alltagslebens zu üben, wodurch diese umso eindrücklicher gelingt. Es werden existenzielle Fragen behandelt, denen sich die Ende-zwanzig-jährige Erzählerin als Frau ausgesetzt fühlt: Was möchte ich eigentlich vom Leben und was ist überhaupt möglich in einer immer noch patriarchal geprägten Gesellschaft – abseits der traditionellen Lebensschemata? Insbesondere geht es um die Frage: Will ich ein Kind? Und wenn ja, beruht die Entscheidung wirklich auf meinem Willen oder auf meiner Sozialisierung? Durch imaginierte Gespräche mit einem zukünftigen Kind versucht die Erzählerin, Antworten zu bekommen. Aufgedeckt werden die immer noch bestehenden, konventionellen Rollenbilder, die sie an den Frauen in ihrem Umfeld, etwa an ihrer Schwester oder ihrer Mutter erkennt: »Irgendwann fragte ich sie, warum sie meinen Vater weggeschickt hatte. Sie sagte: ›Es ist schlimmer, wenn jemand da ist, der dich unterstützen könnte und es nicht tut, als, wenn du einfach allein bist‹« (Buchzitat). Auch sie selbst lächelt, funktioniert im Job, trotz einer inneren Leere. Die eigene, unterschwellig stets präsente Wut über soziale Ungleichheit wird heruntergeschluckt. Die Routinearbeit im Café ist ihr andererseits ein Trost, der ihr Sicherheit in ihrem Zustand existenzieller Unsicherheit gibt. Trotz des Schwankens zwischen Zweifeln, Arbeit, Geldsorgen und dem Zeitdruck hinsichtlich wichtiger Lebensentscheidungen wird jedoch auch immer wieder eine Hoffnungsquelle spürbar: der Zusammenhalt unter Frauen. Während sich bei den meisten Frauen im Alter der Protagonistin alles um Männer dreht, sehnt sich diese nach der früheren Tiefe weiblicher Beziehungen. Mittlerweile jedoch sind Männer im Hintergrund stets anwesend, nehmen Raum ein, egal ob Manspreader in der Bahn, Autoren in der Literaturgeschichte oder Männer in alltäglichen Gesprächen unter Frauen. Die Autorin schafft es auf wunderbar sensible Weise, die Bedeutung weiblichen Zusammenhalts herauszustellen und plädiert dafür, sich am Ende des Tages die fürsorgliche Frage zu stellen, wie es einem selbst geht und wovon man eigentlich wirklich träumt. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

Scharfe Beobachtungsgabe trifft Feinfühligkeit

Bewertung am 25.04.2026
Bewertungsnummer: 3119656
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Tagtäglich beobachtet die Ich-Erzählerin, die in einem Café arbeitet, eigentlich jedoch vom Schreiben eines Romans träumt, die Gäste im Café und fragt sich, was für ein Leben diese wohl führen. Diesen flüchtigen, zufällig wirkenden Momenten entspricht auch die episodenhafte Struktur des Romans. Die einzelnen Szenen und Detailbeobachtungen lassen sich schnell lesen und ziehen gewissermaßen wie Wolken vorbei, jedoch nicht, ohne in Erinnerung zu bleiben oder einen inneren Zusammenhang zu enthalten. Die Autorin schafft es herausragend, implizit und leise Gesellschaftskritik durch bloße Beobachtungen des Alltagslebens zu üben, wodurch diese umso eindrücklicher gelingt. Es werden existenzielle Fragen behandelt, denen sich die Ende-zwanzig-jährige Erzählerin als Frau ausgesetzt fühlt: Was möchte ich eigentlich vom Leben und was ist überhaupt möglich in einer immer noch patriarchal geprägten Gesellschaft – abseits der traditionellen Lebensschemata? Insbesondere geht es um die Frage: Will ich ein Kind? Und wenn ja, beruht die Entscheidung wirklich auf meinem Willen oder auf meiner Sozialisierung? Durch imaginierte Gespräche mit einem zukünftigen Kind versucht die Erzählerin, Antworten zu bekommen. Aufgedeckt werden die immer noch bestehenden, konventionellen Rollenbilder, die sie an den Frauen in ihrem Umfeld, etwa an ihrer Schwester oder ihrer Mutter erkennt: »Irgendwann fragte ich sie, warum sie meinen Vater weggeschickt hatte. Sie sagte: ›Es ist schlimmer, wenn jemand da ist, der dich unterstützen könnte und es nicht tut, als, wenn du einfach allein bist‹« (Buchzitat). Auch sie selbst lächelt, funktioniert im Job, trotz einer inneren Leere. Die eigene, unterschwellig stets präsente Wut über soziale Ungleichheit wird heruntergeschluckt. Die Routinearbeit im Café ist ihr andererseits ein Trost, der ihr Sicherheit in ihrem Zustand existenzieller Unsicherheit gibt. Trotz des Schwankens zwischen Zweifeln, Arbeit, Geldsorgen und dem Zeitdruck hinsichtlich wichtiger Lebensentscheidungen wird jedoch auch immer wieder eine Hoffnungsquelle spürbar: der Zusammenhalt unter Frauen. Während sich bei den meisten Frauen im Alter der Protagonistin alles um Männer dreht, sehnt sich diese nach der früheren Tiefe weiblicher Beziehungen. Mittlerweile jedoch sind Männer im Hintergrund stets anwesend, nehmen Raum ein, egal ob Manspreader in der Bahn, Autoren in der Literaturgeschichte oder Männer in alltäglichen Gesprächen unter Frauen. Die Autorin schafft es auf wunderbar sensible Weise, die Bedeutung weiblichen Zusammenhalts herauszustellen und plädiert dafür, sich am Ende des Tages die fürsorgliche Frage zu stellen, wie es einem selbst geht und wovon man eigentlich wirklich träumt. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

Ein ganz besonderes Buch

Bewertung am 19.04.2026

Bewertungsnummer: 3113944

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Manchmal kommt mir mein Leben viel zu klein vor: arbeiten, einkaufen, kochen, essen, schlafen, repeat.“ Die 30-jährige Ich-Erzählerin beschreibt ihren Alltag, sie arbeitet in einem Café, ist eigentlich Schriftstellerin, aber findet keinen Weg zum Schreiben. Und sie betrachtet das Leben der Anderen. Minutiös schildert sie ihren banalen Alltag, ihre unbefriedigende Tätigkeit, die belanglosen Gespräche mit Mutter und Schwester. In erbarmungsloser Einfachheit fliegen einem die Sätze um die Ohren, es ist als werde der Alltag seziert, in kleine Stücke zerlegt, denen die Verbindung fehlt. Alltagsschnipsel aus dem Leben „perfekter“ Instagram-Frauen, gescheiterten Dates, Paaren mit Kindern, Träume von einem glücklichen Leben. Die Erzählerin weiß nicht wo sie hingehört und wo sie hinwill. Sie führt einen Monolog mit ihrem fiktiven Kind und weiß doch überhaupt nicht, ob sie wirklich ein Kind möchte. Erst als ihre Schwester zu ihr zieht, die ihren Mann verlassen hat, findet sie Struktur in ihrem Leben und ist in der Lage Entscheidungen zu treffen. Die Autorin schreibt mitten aus dem Leben von Frauen, den sozialen Erwartungen, dem Druck, den Frauen sich selber machen sowie den Dauerbelastungen in der Rolle als Frau und Mutter. Mich hat vor allem der collagenhafte Schreibstil fasziniert, der diesen Alltag sowie die Gedanken der Protagonistin abbildet. Ein ganz besonderes Buch.

Ein ganz besonderes Buch

Bewertung am 19.04.2026
Bewertungsnummer: 3113944
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Manchmal kommt mir mein Leben viel zu klein vor: arbeiten, einkaufen, kochen, essen, schlafen, repeat.“ Die 30-jährige Ich-Erzählerin beschreibt ihren Alltag, sie arbeitet in einem Café, ist eigentlich Schriftstellerin, aber findet keinen Weg zum Schreiben. Und sie betrachtet das Leben der Anderen. Minutiös schildert sie ihren banalen Alltag, ihre unbefriedigende Tätigkeit, die belanglosen Gespräche mit Mutter und Schwester. In erbarmungsloser Einfachheit fliegen einem die Sätze um die Ohren, es ist als werde der Alltag seziert, in kleine Stücke zerlegt, denen die Verbindung fehlt. Alltagsschnipsel aus dem Leben „perfekter“ Instagram-Frauen, gescheiterten Dates, Paaren mit Kindern, Träume von einem glücklichen Leben. Die Erzählerin weiß nicht wo sie hingehört und wo sie hinwill. Sie führt einen Monolog mit ihrem fiktiven Kind und weiß doch überhaupt nicht, ob sie wirklich ein Kind möchte. Erst als ihre Schwester zu ihr zieht, die ihren Mann verlassen hat, findet sie Struktur in ihrem Leben und ist in der Lage Entscheidungen zu treffen. Die Autorin schreibt mitten aus dem Leben von Frauen, den sozialen Erwartungen, dem Druck, den Frauen sich selber machen sowie den Dauerbelastungen in der Rolle als Frau und Mutter. Mich hat vor allem der collagenhafte Schreibstil fasziniert, der diesen Alltag sowie die Gedanken der Protagonistin abbildet. Ein ganz besonderes Buch.

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