Die Toten sprechen nur zu ihr ... In einer düsteren Welt am Rande der Industrialisierung, wo Arbeiteraufstände und Willkür herrschen, kämpft Leena ums Überleben. Als ihr Vater verhaftet wird und ihr Bruder todkrank daniederliegt, trifft sie eine verzweifelte Entscheidung: Sie sucht den gefürchteten Saint Silas auf, der Wünsche erfüllt – für den Preis eines Geheimnisses. Doch was als Rettungsversuch beginnt, wird zur Falle. Silas erkennt Leenas verborgene Fähigkeit, Geister zu sehen, und zwingt sie in seinen Dienst. Widerwillig begibt sie sich auf Geisterjagd an seiner Seite, gefangen zwischen Faszination und Furcht. Je tiefer sie in Silas' dunkle Welt eintaucht, desto mehr enthüllt sich ein grauenerregendes Geheimnis … Düster, verführerisch, magisch: Saint Silas ist ein morally grey Bookboyfriend zum Niederknien. Der Auftakt der düsteren Weavingshaw-Trilogie.
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Düster und Geheimnisvoll (Hörbuch)
Frau Fuchs liest aus Köln am 01.05.2026
Bewertungsnummer: 3125506
Bewertet: Hörbuch-Download
Weavingshaw ist kein Buch für zwischendurch. Es ist eine Geschichte, die Aufmerksamkeit einfordert und einen langsam in ihre düstere Welt zieht. Heba Al-Wasity schreibt poetisch über Themen, die schwer im Magen liegen: Kriegsflüchtlinge, Armut und eine Gesellschaft, in der die Reichen auf den Ruinen der Armen thronen.
Besonders packend ist die Ähnlichkeit zwischen den Aristokraten und Dämonen: Beide Seiten gieren nach Macht und gehen Handel ein, die das Schicksal von Saint Silas, aber auch von Leena in eine finstere Richtung lenken.
Leena hat mich als Charakter sofort berührt. Als Außenseiterin, die Geister sieht, kämpft sie unermüdlich für ihre Familie und lässt sich auf einen riskanten Vertrag mit Saint Silas ein.
Wer jedoch schnelle Action erwartet, ist hier falsch. Die Spannung lebt vom extremen Slow Burn. Silas bleibt rätselhaft und kühl, sodass man mühsam nach kleinsten Regungen hinter seiner Fassade suchen muss. Es knistert zwar gewaltig unter der Oberfläche, aber ich hoffe, dass die Funken im zweiten Teil endlich zu einem Inferno werden, das mich komplett erreicht.
Es ist eine melancholische Reise voller Geheimnisse, die wie ein düsteres Kunstwerk wirkt. Lisa Cardinales Stimme trägt das Ganze direkt ins Herz. Sie ist perfekt ausbalanciert und fängt jede Schwingung des langsamen Erzähltempos ein, sodass man sich der schweren Atmosphäre ganz ergeben kann.
Das Ende lässt mit einem weichen Cliffhänger Raum für die Entfaltung der Geschichte und macht mich unglaublich neugierig auf die Fortsetzung.
Fantastisches Debüt der Autorin
JennifersBooks (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.06.2026
Bewertungsnummer: 3157050
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
“Weavingshaw” ist für mich ein Auftakt, der lange nachhallt. Heba AlWasity erschafft eine Welt, die nicht nur düster wirkt, sondern durch ihre vielen Ebenen unglaublich real erscheint. Der Gothic-Vibe liegt über jeder Szene, ohne jemals übertrieben zu wirken. Bürgerkriege, Armut und Gewalt bestimmen den Alltag und gleichzeitig fließen Themen wie Migration, Asyl und kulturelle Konflikte so fein und unaufdringlich ein, dass man sie erst nach und nach bewusst wahrnimmt. Genau das macht diese Welt für mich so stark: Sie ist bedrückend, glaubwürdig und voller Zwischentöne. Der Fantasy-Aspekt mit Dämonen und Geistern verstärkt die düstere Stimmung zusätzlich und sorgt dafür, dass die Geschichte immer spannend bleibt.
Leena habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist klug, stur, loyal und hat eine Art, Dinge zu hinterfragen, die ich sehr mochte. Besonders gut fand ich, dass sie St. Silas anfangs misstraut und versucht, Abstand zu halten. Sie bleibt meist standhaft, lässt sich nicht einschüchtern und hält an ihren Prinzipien fest auch wenn sie sich über St. Silas, ihren Bruder oder ihren Vater manchmal so sehr ärgert, dass man sie nur zu gut versteht. Diese Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit macht sie für mich zu einer der greifbarsten Figuren, die ich seit Langem gelesen habe.
St. Silas wirkt zu Beginn wie jemand, der nichts an sich heranlässt. Kühl, kontrolliert, fast unnahbar. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, dass hinter dieser Fassade viel mehr steckt. Die kleinen Einblicke in seine Vergangenheit, die man nur häppchenweise bekommt, haben mich jedes Mal neugierig gemacht. Und ich mochte sehr, wie vorsichtig er sich Leena öffnet - und wie sehr sie ihn aus dem Gleichgewicht bringt, ohne es selbst zu merken.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist für mich eines der Highlights. Sie entwickelt sich langsam, glaubwürdig und ohne künstliche Dramatik - Slow Burn in seiner besten Form. Die Spannung entsteht durch Blicke, kleine Gesten, Schlagabtausche und unausgesprochene Gedanken. Es gibt keine unnötigen spicy Szenen, die den Fluss der Handlung stören würden. Stattdessen wächst etwas, das sich echt anfühlt. Besonders schön fand ich, dass Leena mehr Einfluss auf St. Silas hat, als beide wahrhaben wollen.
Die wechselnden Perspektiven von Leena und St. Silas runden die Geschichte für mich ab, und auch Nebenfiguren wie Leenas Bruder Rami oder Bösewicht Lord Hargreaves bekommen Raum. Diese zusätzlichen Stimmen zeigen, wie vielschichtig die Welt ist, und geben Einblicke in Konflikte, die weit über die persönliche Ebene hinausgehen. Das Ende ist ein echter Cliffhanger, der an der denkbar gemeinsten Stelle abbricht. Bis Band 2 erscheint, dauert es noch neun Monate (ET: 25.02.2027) - aber ich warte gern, um wieder in diese fantastisch düstere Welt einzutauchen.
Fazit: “Weavingshaw” ist ein atmosphärisch dichter Reihenauftakt, der mich mit seiner Welt, seinen Figuren und seiner ruhigen, aber intensiven Erzählweise vollkommen überzeugt hat. Die Mischung aus düsterer Stimmung, gesellschaftlichen Untertönen und einer fein aufgebauten Slow-Burn-Romance hat für mich genau die richtige Tiefe. Ein absolut gelungenes Debüt, das mich sehr neugierig auf den nächsten Teil macht.
Meinung aus der Buchhandlung
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Leenas Bruder ist leider so krank, dass sie keine andere Möglichkeit sieht als zum Saint der Stille zu gehen und ihm ihr Geheimnis im Austausch für Medizin zu erzählen. Dabei ist ihr Geheimnis wie kein anderes, denn sie kann die Toten sehen.
Und da ihr Vertrag mit dem Saint ein paar Schlupflöcher hatte, muss sie dann ihrer Gabe einen nicht zu findenden Geist für ihn suchen, damit sie aus der ganzen Sache rauskommt.
Weavingshaw ist mit keinem anderem Fantasybuch zu vergleichen. Es passiert so viel auf einmal, es kommen so viele Geheimnisse raus und gleichzeitig fühlt es sich so an als würde man nur ein Teil von etwas Ganzen sehen.
Es ist unfassbar fesselnd geschrieben mit so vielen Plot-Twists, dass man sich manchmal wie Sherlock Homes gefühlt hat.
Wow!!!
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