Produktbild: Wenn das Denken die Richtung ändert

Wenn das Denken die Richtung ändert Warum wir nicht mehr links sind

2

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13862

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.03.2026

Herausgeber

Ulli Kulke + weitere

Verlag

Kohlhammer

Seitenzahl

259

Maße (L/B/H)

20,9/16,2/2,3 cm

Gewicht

476 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-17-047170-2

Beschreibung

Portrait

Reinhard Mohr und Ulli Kulke sind Journalisten, zuletzt für Welt und Welt am Sonntag, und Buchautoren.

Produktdetails

Verkaufsrang

13862

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.03.2026

Herausgeber

Verlag

Kohlhammer

Seitenzahl

259

Maße (L/B/H)

20,9/16,2/2,3 cm

Gewicht

476 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-17-047170-2

Herstelleradresse

Kohlhammer W.
Hessbrühlstr 69
70565 Stuttgart
DE

Email: vertrieb@kohlhammer.de

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Bürgerliche, normale Menschen berichten über ihren Werdegang

BK am 16.05.2026

Bewertungsnummer: 3139984

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor kurzem habe ich mir eine dieser gepflegt moralisierenden Grünen-Veranstaltungen gegönnt, garniert mit Andreas Rebers als intellektuellem Feigenblatt. Rebers sprach – wie so oft – in einer derart kunstvoll verschachtelten Sprache, dass man fast meinen konnte, die Botschaft solle nicht verstanden, sondern nur bewundert werden. Zwischen den Zeilen allerdings blitzte etwas durch, das im Saal offenbar niemand hören wollte: dass er sich innerlich längst vom gewohnten links-grünen Wohlfühlkonsens verabschiedet hat. Umso erfrischender ist dieses Buch. Hier verzichtet Rebers endlich auf das übliche rhetorische Versteckspiel und formuliert klar, was Sache ist. Sein Werdegang liest sich wie eine kleine Bildungsreise durch die Irrtümer der Gegenwart: vom Bauarbeiter in Saudi-Arabien über den engagierten, aber etwas naiven Mitläufer im kommunistischen Milieu bis hin zum ernüchterten Realisten, der den Mut hat, das Offensichtliche auch auszusprechen. Eine Entwicklung, die manch anderem im kulturellen Betrieb offenbar noch bevorsteht – oder bewusst vermieden wird. Besonders pikant wird es, wenn er sich mit Themen auseinandersetzt, die im öffentlichen Diskurs gern mit Samthandschuhen angefasst werden. Während hierzulande noch darüber diskutiert wird, ob Realität womöglich eine Frage der Perspektive ist, stellt Rebers unbequeme Fragen – und nimmt Aussagen auch einfach mal beim Wort. Ein fast schon altmodischer Ansatz, der in Zeiten wohltemperierter Empörung fast revolutionär wirkt. Die satirische Schärfe, mit der er Enzensbergers „Schreckensmänner“ aufgreift und diese mit der Islamisten Polka zuspitzt, trifft dabei ins Schwarze. Man merkt schnell: Hier schreibt keiner mehr, um dazuzugehören, sondern um anzuecken. Und das tut gut. Denn die eigentliche Provokation ist nicht der Inhalt, sondern die Tatsache, dass jemand überhaupt noch wagt, ihn auszusprechen. Warum nimmt man diese Leute nicht beim Wort?" Mehmet Görmez, der die Moschee in Köln zusammen mit Erdogan einweihte, meinte: "Deutschland ist eine Kultur im NIedergang, und wer für unsere Leute predigt, bestimmen wir allein." Kurz gesagt: ein Buch, das weniger gefallen will als vielmehr wachrüttelt. Und gerade deshalb sollte es von denen gelesen werden, die beruflich damit beschäftigt sind, die Wirklichkeit zu erklären – also Lehrern, Journalisten und all jenen, die meinen, sie hätten sie längst verstanden. Vielleicht hilft es ja, den einen oder anderen gedanklichen Autopiloten abzuschalten. Oder, um es etwas weniger diplomatisch zu sagen: Es wäre langsam an der Zeit, nicht nur laut „Haltung“ zu rufen, sondern auch den Inhalt dieser Haltung zu überprüfen.

Bürgerliche, normale Menschen berichten über ihren Werdegang

BK am 16.05.2026
Bewertungsnummer: 3139984
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor kurzem habe ich mir eine dieser gepflegt moralisierenden Grünen-Veranstaltungen gegönnt, garniert mit Andreas Rebers als intellektuellem Feigenblatt. Rebers sprach – wie so oft – in einer derart kunstvoll verschachtelten Sprache, dass man fast meinen konnte, die Botschaft solle nicht verstanden, sondern nur bewundert werden. Zwischen den Zeilen allerdings blitzte etwas durch, das im Saal offenbar niemand hören wollte: dass er sich innerlich längst vom gewohnten links-grünen Wohlfühlkonsens verabschiedet hat. Umso erfrischender ist dieses Buch. Hier verzichtet Rebers endlich auf das übliche rhetorische Versteckspiel und formuliert klar, was Sache ist. Sein Werdegang liest sich wie eine kleine Bildungsreise durch die Irrtümer der Gegenwart: vom Bauarbeiter in Saudi-Arabien über den engagierten, aber etwas naiven Mitläufer im kommunistischen Milieu bis hin zum ernüchterten Realisten, der den Mut hat, das Offensichtliche auch auszusprechen. Eine Entwicklung, die manch anderem im kulturellen Betrieb offenbar noch bevorsteht – oder bewusst vermieden wird. Besonders pikant wird es, wenn er sich mit Themen auseinandersetzt, die im öffentlichen Diskurs gern mit Samthandschuhen angefasst werden. Während hierzulande noch darüber diskutiert wird, ob Realität womöglich eine Frage der Perspektive ist, stellt Rebers unbequeme Fragen – und nimmt Aussagen auch einfach mal beim Wort. Ein fast schon altmodischer Ansatz, der in Zeiten wohltemperierter Empörung fast revolutionär wirkt. Die satirische Schärfe, mit der er Enzensbergers „Schreckensmänner“ aufgreift und diese mit der Islamisten Polka zuspitzt, trifft dabei ins Schwarze. Man merkt schnell: Hier schreibt keiner mehr, um dazuzugehören, sondern um anzuecken. Und das tut gut. Denn die eigentliche Provokation ist nicht der Inhalt, sondern die Tatsache, dass jemand überhaupt noch wagt, ihn auszusprechen. Warum nimmt man diese Leute nicht beim Wort?" Mehmet Görmez, der die Moschee in Köln zusammen mit Erdogan einweihte, meinte: "Deutschland ist eine Kultur im NIedergang, und wer für unsere Leute predigt, bestimmen wir allein." Kurz gesagt: ein Buch, das weniger gefallen will als vielmehr wachrüttelt. Und gerade deshalb sollte es von denen gelesen werden, die beruflich damit beschäftigt sind, die Wirklichkeit zu erklären – also Lehrern, Journalisten und all jenen, die meinen, sie hätten sie längst verstanden. Vielleicht hilft es ja, den einen oder anderen gedanklichen Autopiloten abzuschalten. Oder, um es etwas weniger diplomatisch zu sagen: Es wäre langsam an der Zeit, nicht nur laut „Haltung“ zu rufen, sondern auch den Inhalt dieser Haltung zu überprüfen.

Hervorragend

Bewertung am 30.03.2026

Bewertungsnummer: 3094912

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Habe mich (Jahrgang 57) in diesen Texten wiedergefunden. Bin auch bei Demos in den 70ern auf die Strasse gegangen, ohne zu wissen, was ich da eigentlich genau mache. War einfach lustig und man kam sich herrlich anarchistisch vor. Vor allem in Monika Grubers Erzählung kann ich mich, auch aus Bayern, hineinversetzen. Bin auch heute nicht rechts, aber konservativ und liebe mein Zuhause, sprich meine Heimat. Isso

Hervorragend

Bewertung am 30.03.2026
Bewertungsnummer: 3094912
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Habe mich (Jahrgang 57) in diesen Texten wiedergefunden. Bin auch bei Demos in den 70ern auf die Strasse gegangen, ohne zu wissen, was ich da eigentlich genau mache. War einfach lustig und man kam sich herrlich anarchistisch vor. Vor allem in Monika Grubers Erzählung kann ich mich, auch aus Bayern, hineinversetzen. Bin auch heute nicht rechts, aber konservativ und liebe mein Zuhause, sprich meine Heimat. Isso

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