Produktbild: Wir überlebten die Nacht

Wir überlebten die Nacht Das dunkle Kapitel von Kanadas katholischen Schulen für indigene Kinder

2

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.05.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

480 (Printausgabe)

Dateigröße

1247 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

We Survived The Night

Übersetzt von

Regina M. Schneider

Sprache

Deutsch

EAN

9783841240507

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
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  • Landmark-Navigation vorhanden
  • sehr hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • Funktion von Links klar erkennbar
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Erscheinungsdatum

13.05.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

480 (Printausgabe)

Dateigröße

1247 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

We Survived The Night

Übersetzt von

Regina M. Schneider

Sprache

Deutsch

EAN

9783841240507

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Eine Leseempfehlung

Bellis-Perennis aus Wien am 09.06.2026

Bewertungsnummer: 3162300

Bewertet: eBook (ePUB 3)

In diesem autobiografischen Buch erzählt Julian Brave NoiseCat, die Geschichte seiner indigenen Familie. Dabei spart er Grausamkeiten der Behörden, die den Ureinwohnern Kanadas ihre Kinder entrissen haben, um sie in Klosterschulen umzuerziehen. Man kennt dies aus zahlreichen anderen Romanen und Sachbüchern wie z. B. jenen von Michel Jean, der über ähnliche Schicksale der Inuit schreibt. Dieses hier ist ein wenig anders, denn es bindet die indigenen Mythen prominent in die Ich-Erzählung ein. Gleichzeitig schildert Julian Brave NoiseCat die epigenetischen Traumata seiner Familie, von denen auch er nicht verschont bleibt. Sein Vater ist eines jener Babys, das in der berüchtigten St. Joseph‘s Mission geboren worden ist und getötet werden sollte. Nur durch eine glücklich Fügung ist er gerettet worden. Julian Brave NoiseCat hat eine Notiz über dessen Rettung in der Williams Lake Tribune vom 28. Oktober 1959 entdeckt: „Neugeborenes Kind aus der Müllverbrennungsanlage gerettet“. Dass ein solcher Start in das Leben ein lebenslanges Trauma verursacht, ist wohl verständlich. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Recherche rund um seine Herkunft, die eigene und fremde Erinnerung sowie indigener Erzähltradition mit zahlreichen Gleichnissen. Julian Brave NoiseCat rechnet sich zu den Coyote People, in dem ein Koyote als „Trickser“ eine große Rolle mythologischer Ahne spielt. „Jene, die nicht bei ihren Namen gerufen werden und deren Zeit noch nicht gekommen ist, werden ins Land der Lebenden zurückgeschickt. Einigen gibt der Häuptling ein Lied mit auf den Weg zurück und lässt den Coyote People ausrichten, sie sollen weiter im Uhrzeigersinn im Kreis tanzen, so wie es die Ahnen auf der jenseitigen Seite tun. Wenn wir dies täten, so sagt der Häuptling der Toten, würde der Tod rückgängig gemacht werden, unsere Länder und Flüsse wieder so wunderschön und fischreich sein wie einst, unsere Vorfahren würden zurückkehren und mit ihnen Kojote.“ (S. 469 eBook) Fazit: Gerne gebe ich diesem interessanten Buch über die Geschichte der Vernichtung der indigenen Bevölkerung Kanadas, das nicht immer leicht zu lesen ist, 4 Sterne.

Eine Leseempfehlung

Bellis-Perennis aus Wien am 09.06.2026
Bewertungsnummer: 3162300
Bewertet: eBook (ePUB 3)

In diesem autobiografischen Buch erzählt Julian Brave NoiseCat, die Geschichte seiner indigenen Familie. Dabei spart er Grausamkeiten der Behörden, die den Ureinwohnern Kanadas ihre Kinder entrissen haben, um sie in Klosterschulen umzuerziehen. Man kennt dies aus zahlreichen anderen Romanen und Sachbüchern wie z. B. jenen von Michel Jean, der über ähnliche Schicksale der Inuit schreibt. Dieses hier ist ein wenig anders, denn es bindet die indigenen Mythen prominent in die Ich-Erzählung ein. Gleichzeitig schildert Julian Brave NoiseCat die epigenetischen Traumata seiner Familie, von denen auch er nicht verschont bleibt. Sein Vater ist eines jener Babys, das in der berüchtigten St. Joseph‘s Mission geboren worden ist und getötet werden sollte. Nur durch eine glücklich Fügung ist er gerettet worden. Julian Brave NoiseCat hat eine Notiz über dessen Rettung in der Williams Lake Tribune vom 28. Oktober 1959 entdeckt: „Neugeborenes Kind aus der Müllverbrennungsanlage gerettet“. Dass ein solcher Start in das Leben ein lebenslanges Trauma verursacht, ist wohl verständlich. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Recherche rund um seine Herkunft, die eigene und fremde Erinnerung sowie indigener Erzähltradition mit zahlreichen Gleichnissen. Julian Brave NoiseCat rechnet sich zu den Coyote People, in dem ein Koyote als „Trickser“ eine große Rolle mythologischer Ahne spielt. „Jene, die nicht bei ihren Namen gerufen werden und deren Zeit noch nicht gekommen ist, werden ins Land der Lebenden zurückgeschickt. Einigen gibt der Häuptling ein Lied mit auf den Weg zurück und lässt den Coyote People ausrichten, sie sollen weiter im Uhrzeigersinn im Kreis tanzen, so wie es die Ahnen auf der jenseitigen Seite tun. Wenn wir dies täten, so sagt der Häuptling der Toten, würde der Tod rückgängig gemacht werden, unsere Länder und Flüsse wieder so wunderschön und fischreich sein wie einst, unsere Vorfahren würden zurückkehren und mit ihnen Kojote.“ (S. 469 eBook) Fazit: Gerne gebe ich diesem interessanten Buch über die Geschichte der Vernichtung der indigenen Bevölkerung Kanadas, das nicht immer leicht zu lesen ist, 4 Sterne.

Ein Buch, das nicht leise bleibt

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 22.05.2026

Bewertungsnummer: 3146318

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manche Bücher liest man nicht einfach weg. Die bleiben erstmal neben einem sitzen, schauen einen an und sagen: So, jetzt denk mal bitte nach. Wir überlebten die Nacht ist genau so ein Buch. Julian Brave NoiseCat erzählt von Familie, Herkunft, Schmerz, Verlust und dieser unglaublichen Kraft, trotzdem weiterzugehen. Und ja, das klingt erstmal schwer. Ist es auch. Aber nicht auf eine Art, die einen nur runterzieht, sondern eher so, dass man zwischendurch schluckt und denkt: Verdammt, warum weiß man über vieles davon eigentlich so wenig? Besonders stark fand ich, wie persönlich dieses Buch ist. Es geht nicht nur um Geschichte aus der Ferne, sondern um einen Sohn, der sich seinem Vater, seiner Familie und einer verdrängten Vergangenheit annähert. Das macht das Ganze so nah, dass man manchmal kurz pausieren muss. Nicht, weil es langweilig wäre, sondern weil es trifft. Die Mischung aus Recherche, Erinnerung und indigener Erzähltradition hat für mich richtig gut funktioniert. Es fühlt sich nicht trocken an, sondern lebendig, wütend, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Ein Buch, das nicht um Mitleid bittet, sondern um Aufmerksamkeit. Und die hat es sowas von verdient. Für mich ein intensives, wichtiges und sehr menschliches Sachbuch, das lange nachhallt. Kein gemütlicher Nebenbei Snack, eher ein Buch, das man bewusst liest. Aber genau deshalb ist es so stark.

Ein Buch, das nicht leise bleibt

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 22.05.2026
Bewertungsnummer: 3146318
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manche Bücher liest man nicht einfach weg. Die bleiben erstmal neben einem sitzen, schauen einen an und sagen: So, jetzt denk mal bitte nach. Wir überlebten die Nacht ist genau so ein Buch. Julian Brave NoiseCat erzählt von Familie, Herkunft, Schmerz, Verlust und dieser unglaublichen Kraft, trotzdem weiterzugehen. Und ja, das klingt erstmal schwer. Ist es auch. Aber nicht auf eine Art, die einen nur runterzieht, sondern eher so, dass man zwischendurch schluckt und denkt: Verdammt, warum weiß man über vieles davon eigentlich so wenig? Besonders stark fand ich, wie persönlich dieses Buch ist. Es geht nicht nur um Geschichte aus der Ferne, sondern um einen Sohn, der sich seinem Vater, seiner Familie und einer verdrängten Vergangenheit annähert. Das macht das Ganze so nah, dass man manchmal kurz pausieren muss. Nicht, weil es langweilig wäre, sondern weil es trifft. Die Mischung aus Recherche, Erinnerung und indigener Erzähltradition hat für mich richtig gut funktioniert. Es fühlt sich nicht trocken an, sondern lebendig, wütend, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Ein Buch, das nicht um Mitleid bittet, sondern um Aufmerksamkeit. Und die hat es sowas von verdient. Für mich ein intensives, wichtiges und sehr menschliches Sachbuch, das lange nachhallt. Kein gemütlicher Nebenbei Snack, eher ein Buch, das man bewusst liest. Aber genau deshalb ist es so stark.

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Wir überlebten die Nacht

von Julian Brave NoiseCat

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