Woher ich kam, wohin ich ging Gedichte
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
01.09.2026
Herausgeber
Thomas DütschVerlag
NIMBUS. Kunst und Bücher AGSeitenzahl
220
Maße (L/B)
21,5/14 cm
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-03850-108-4
Dies war die Art, wie Albert Ehrismann mit 22 Jahren debütierte, und er erzielte einen Überraschungserfolg damit; eine zweite Auflage wurde gedruckt und der Zürcher Stadtrat sah sich veranlasst, einen Literaturfonds ins Leben zu rufen, um dem Dichter einen dreimonatigen Aufenthalt in Berlin zu ermöglichen. Wer glaubte, den Autor damit vereinnahmt zu haben, irrte jedoch. Als Ehrismann 1932 seiner militärischen Dienstpflicht nachkommen sollte, weigerte er sich und verwies auf seinen Pazifismus. Die Strafe folgte auf dem Fuß: acht Wochen Gefängnis, Ehrverlust, Auferlegung der Gerichtskosten. Hinter Gittern schrieb Ehrismann seinen zweiten Gedichtband: «Schiffern und Kapitänen». 1932 erschien er bei Oprecht mit Originalgraphiken von Eugen Früh und typographischer Gestaltung von Max Bill, bis heute eine der schönsten Lyrik publikation der Schweiz. Ab diesem Markstein war klar: Ehrismann war der Erneuerer der Schweizer Lyrik auf ihrem Weg in die Moderne.
Sein nächster Band folgte erst 1939: «Sterne von unten». Im gleichen Jahr entfesselte Hitler den 2. Weltkrieg. Das veränderte die Gewissenslage: Ehrismann wurde Soldat, leistete Aktivdienst und erlitt bei einer Übung eine schwere Verletzung.
In seinem Schaffen zeigte er sich davon jedoch unberührt und entfaltete weiter seinen Stil: poetisch und humanistisch, engagiert und introvertiert, spielerisch und melacholisch. Aus diesem Werk hat Thomas Dütsch eine Auswahl getroffen, die etwas Besonderes wieder zugänglich macht.
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