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Was würdest du opfern für den Menschen, den du liebst?
Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, um sich der Glaubensgemeinde des charismatischen und gefährlichen Anführers Lamb anzuschließen. Dort angekommen lernt Jaye Roy kennen, den Sohn des Sheriffs, und die beiden Teenager spüren eine nie gekannte Verbindung. Roy ahnt nicht, dass Jaye auf der Ranch des religiösen Fanatikers lebt, der sich für den neuen Messias und die Behörden in Atem hält. Was geht innerhalb der zurückgezogen lebenden Sekte vor sich?
"We Burn Daylight" ist eine zeitlose Auseinandersetzung mit Gewalt und Religion, dem Wunsch nach Zugehörigkeit und dem Drang, sich freizukämpfen. Die einfühlsam erzählte, zarte Liebesgeschichte zwischen Jaye und Roy führt zu den drängenden politischen Fragen unserer Gegenwart.
Texas, 1993: Menschen aus dem ganzen Land machen sich auf nach Waco. Sie verkaufen ihre Häuser und beenden ihre Ehen, um zu Füßen eines Landschaftsgärtners zu beten, der sich selbst zu einem Propheten namens Lamb ernannt hat und nun gemeinsam mit seinen Anhängern das Eintreten von Gottes Prophezeiung für die letzten Tage der Menschheit erwartet. Jayes Mutter ist eine der jüngsten und gläubigsten Anhängerinnen von Lamb, Jaye selbst zweifelt an seinen Methoden und an seinen Beweggründen. Roy ist der jüngste Sohn des örtlichen Sheriffs, ein Vierzehnjähriger mit einem Sinn für Ärger, der sich in Jaye verliebt. Die beiden Teenager fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch die Folgen dieser Liebe sind für die beiden unabsehbar. Denn Lamb hat Pläne für sie alle auch für Jaye Basierend auf den wahren Ereignissen, die sich während der Belagerung der Sekte «Branch Davidians» zugetragen haben, gelingt Bret Anthony Johnston eine unvergessliche Liebesgeschichte, ein bewegender literarischer Pageturner und eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Glauben, Familie und dem, was es wirklich bedeutet, gerettet zu werden.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Leipzig
5/5
01.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Lamm Gottes
Das Lamm Gottes
51 Tage Belagerung.
So lief es 1993 in Waco, Texas ab. Eine Sekte versteckt sich vor dem FBI und wird am Ende niedergebrannt. Viele Menschen müssen sterben. Auf Grundlage der wahren Ereignisse um die Branch Davidians erzählt der Roman eine berührende Geschichte über Glauben, Manipulation, Familie und den Kampf um Freiheit.
Ich persönlich mag Bücher, die auf wahren Ereignissen beruhen. Diese Mischung aus Wahrheit und Fiktion gibt einem einen ganz neuen Blick auf diese Geschehnisse.
In dem Buch geht es hauptsächlich um Roy, den Sohn des Sheriffs und Jaye. Jaye zieht mit ihrer Mutter nach Waco, um sich der Sekte des charismatischen Anführers Lamb anzuschließen, zweifelt jedoch bald an dessen Absichten. Dort begegnet sie Roy, dem Sohn des Sheriffs, und zwischen den beiden Teenagern entsteht eine intensive, aber gefährliche Liebe.
Wir lesen abwechselnd aus der Sicht der beiden Teenager. Zwischendurch gibt es dann Ausschnitte aus einem aktuellen Podcast, der sich mit den Vorkommnissen auseinandersetzen möchte. Diese Wechsel und auch die heutigen Einblicke mag ich sehr als Stilmittel. So bekommt man immer verschiedene Blickwinkel zu lesen.
Das Buch hat mich ziemlich berührt. Nicht nur das zwischen Roy und Jaye, auch wie es der Autor schafft, einen als Leser in diese unglaubliche und ungeschönte Welt mitzunehmen. Der Roman zeigt unaufhörlich die Spannung zwischen Romantik und Katastrophe.
Wer sich für diese Art der Bücher interessiert, dem möchte ich es sehr ans Herz legen. Aber nehmt euch Zeit, um in diese Welt einzutauchen.
ISBN: 978-3406836923
Autor: Bret Anthony Johnston
Verlag: C.H. Beck
Veröffentlicht. 10.07.25
Umfang: 492 Seiten
Niko
aus Austria
5/5
31.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
"We Burn Daylight"
"We Burn Daylight" von Bret Anthony Johnston basiert auf einer wahren Begebenheit, der Tragödie von Waco im Jahr 1993, bei der das FBI das Anwesen der religiösen Sekte Branch Davidians stürmte. Der Roman verfolgt die wahre Geschichte von Waco, die Charaktere, Lamb, Jaye und Roy, sind aber fiktiv.
Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, um sich der Glaubensgemeinde des charismatischen und gefährlichen Anführers Lamb anzuschließen. Lamb ist zwar charismatisch, aber gewalttätig und sehr gefährlich und ist schon im Visier des FBIs. Jaye kennt den Sheriffs Sohn, Roy, und zwischen ihnen wächst eine tiefe Verbindung, nur leider geraten sie zwischen zwei Welten, die gegenseitig kämpfen.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt: Roys, Jayes und eines Podcast-Interviews. Das fand ich sehr gut gemacht, denn so wurden mehrere Sichtweise beleuchtet.
Die Charaktere sind sehr authentisch und man kann ihren internen Konflikte gut verstehen.
"We Burn Daylight" ist ein packender Roman mit historischen Hintergrund, authentischen Charakteren und ernsten Themen, die nachdenklich machen.
Aus meiner Seite eine klare Leseempfehlung!
Silke - Buchgespür -
5/5
29.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tief bewegend und beklemmend mit grandiosem Schreibstil
Warum finde ich auf Bookstagram „We Burn Daylight“ verhältnismäßig selten ?
Das Buch ist der absolute Wahnsinn. Noch immer hänge ich in diesem Vakuum, das Johnston aufgezogen hat.
Auch ich möchte dem A**** danken, der den Laptov von Bret Anthony Johnston geklaut hat. Ohne ihn gäbe es diese Version des Romans nicht. Johnston schreibt im Nachwort selbst, dass er Ewigkeiten auf der Stelle getreten ist. Dann fühlte er sich völlig lost, weil er keine Sicherheitskopien gemacht hatte und diese Gefühle machten aus dem Roman und seinen Figuren, was sie heute sind. Achtung Wortspiel:
Der Burner.
Klar, Johnston schreibt, er habe nicht über die Sekte von Waco und ihren Anführer David Koresh geschrieben. Aber: come on. Die Parallelen zur wahren Tragödie sie unübersehbar (wie ich heute weiß, denn von den Ereignisse in Waco hatte ich nie zuvor gehört.). Am Ende ist es auch egal. Denn er erzählt nicht die Chronik des Grauens, sondern die Geschichte von zwei Teenagern: Jaye, die nur wegen ihrer Mutter in dieser Sekte hängt und Roy, dem Sheriff-Sohn, der sie auf einer Waffenshow trifft und sich unsterblich verliebt. Romeo und Julia auf Texanisch, nur mit deutlich mehr Schießpulver.
Einige Leser haben das Ende kritisiert. Ich fand es grandios. Die letzten Seiten habe verschlungen und hätte am liebsten die Luft angehalten. Nichts davon war für mich vorhersehbar und ich saß da mit offenem Mund (äußerst ästhetisch).
Was dieses Buch so stark macht, ist seine Figurenliebe. Nicht nur Jaye und Roy bekommen Tiefe, auch Nebenfiguren wie Roys Vater, der Sheriff, Jays Mutter, Perry „the Lamb“ Mähh (Zitat Jaye) oder Roys Kumpel Coop.
Anhand dieser Figuren zeigt Johnstons, was er sprachliche draufhat: Er wechselt zwischen den Perspektiven von Roy, Jaye und einem Podcast, der die Stimmen von Mitgliedern, Aussteigern und Beobachtern einfängt und jede dieser Figuren hat einen eigenen Stil, der konsequent durchgezogen wird.
All diese Nuancen und die sprachliche Wucht so ins Deutsche zu holen ist ein Meisterwerk. Respekt, liebe Sylvia Spatz!
Was bleibt mir zu sagen? Mich hatte dieses Buch in seinem Bann wie „the Lamb“ seine Jünger.
Jürg K.
5/5
23.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr interessantes Buch mit Hintergrund
Ihre Mutter macht sich mit ihrer Tochter, Jaye, auf nach Waco, Texas, um sich einer Glaubensgemeinschaft anzuschliessen. Diese wurde vom charismatischen und gefährlichen Anführers Lamb gegründet. Jaye zweifelt an seinen Methoden und den Beweggründen. Roy der Sohn des örtlichen Sheriffs verliebt sich in Jaye. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen. Lamb hat Pläne für sie alle auch für Jaye. Diesem Buch liegt eine wahre Gegebenheit zu Grunde. Die Ereignisse haben sich während der Belagerung der Sekte «Branch Davidians» zugetragen. Für mich eine aufwühlende, historischen Geschichte die mich gefesselt hat. Die Strukturen in dieser Geschichte sind Macht, Manipulation und Gegenwehr. Der selbsternannte Sektenführer Perry Cullen predigt den Männern Enthaltsamkeit. Während er selbst nach anderen Regeln lebt. Die Anziehung von Jaye und Roy bringt die nötige Dynamik in die Geschichte. Unverständnis meinerseits war, dass die Bevölkerung der Sekte nicht feindlich gegenüberstand. Die Stärke dieses Buches liegt auch daran, dass das Vorgehen vom FBI kritisiert wird. Meine Meinung zu diesem Buch ist, dass man einen vielschichtigen Roman liest der spannend, bedrückend, atmosphärisch ist. Von mir gibt es eine Empfehlung.
galaxaura
aus Köln
5/5
08.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Sterne sehen aus wie Einschusslöcher
„We burn daylight“ von Bret Anthony Johnston, erschienen 2025 bei C.H. Beck, hat mir durchweg den Atem abgeschnürt. Es ist ein eindrückliches, beklemmendes Werk, das tiefe Einblicke in die Struktur von Sekten gibt, ohne dabei auch nur ein einziges gängiges Klischee zu benutzen. Johnston schreibt tiefgehend und mit viel Zeit, er ist ein Meister der Atmosphäre und der genauen Charakterzeichnung und: Der Andeutung. Denn mit diesem Mittel hält er die Lesenden durchweg in einer leisen Panik, ohne diese jemals wirklich zu lösen.
„We burn daylight“ ist kein Buch über David Koresh, wie es dem Autor wichtig ist zu betonen im Nachwort, dennoch beruht die Handlung deutlich ersichtlich auf den Ereignissen 1993 am Mount Carmel in Waco, Texas. Die besondere Qualität des Buches ist jedoch, dass er sich mit fiktiven Menschen befasst, die zu keinem Zeitpunkt eine Überzeugung haben, sondern einfach nur in das Ereignis mit hineingerissen werden.
Johnston teilt die Handlung in Abschnitte, die er den Pferden der Offenbarung der Bibel zuordnet, was sehr viel Sinn ergibt. Er erzeugt von Anfang an durchweg eine hochbedrohliche Atmosphäre, ohne dass etwas Konkretes passiert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich ständig dachte, gleich explodiert es, gleich passiert etwas greifbar Schlimmes. Nach einem kurzen Prolog, den die Lesenden erst am Ende des Buches angelangt einordnen können, geht es in die Haupthandlung, die eine sehr clever konstruierte Mischung aus Coming of Age, Liebesgeschichte, Gesellschaftskritik und historischem Rückblick formt. „Es ist die Zeit des Leidens gekommen, das Warten ist vorbei“ – das setzt den Pace und das Thema für das Buch und wurde von mir unterbewusst sehr abgespeichert.
Wir befinden uns also im Jahr 1993 und die beiden Hauptcharaktere Roy und Jaye, zwei Teenager, die zufällig in Waco aufeinandertreffen, waren mir direkt sympathisch, sie sind beide etwas verschroben, aber auf die gute Art, ich liebe solche Charaktere. Sie sind jung und formbar, sollte man denken, sind aber zum Glück viel zu sperrig, um leicht geformt werden zu können. Wir befinden uns in Waco, Texas und ohne dass ich jemals dort gewesen wäre, fühlt sich der Ort öde und staubig an. Und während sich im Hintergrund des Geschehens eine immer stärkere und fanatischere Religionsgemeinschaft formt, finden im Vordergrund zwei sehr besondere Menschen Halt aneinander, der jedoch durchweg bedroht ist.
Ich mochte die formale Grundidee total, das ist richtig gut gemacht, die kurzen Erinnerungsausschnitte aus einem Podcast, die vielen Stimmen, die aus der Vergangenheit erzählten und durchweg das Gefühl geben, hier ist eine Katastrophe passiert, für die sich keiner zuständig fühlen möchte, gepaart mit den wechselnden Erzählkapitelperspektiven von Roy und Jaye. Durch das langsame Entblättern des Geschehens und die Multiperspektive wird klar, warum Sekten so gut funktionieren, wie es eine Schüchternheit des Außen gibt, genau hinzusehen und eigentlich alle immer ganz froh sind, keinen Handlungsbedarf zu sehen, weil es doch nur ein bisschen verrückt und gar nicht so schlimm ist, wie auch Menschen sukzessive von Lamb, dem Führer der Religionsgemeinschaft, infiltriert werden, indem er seine Message nur in kleinen Stücken weitergibt und so gar keine Leaderpersönlichkeit ist auf der Oberfläche, selbst fast eher wie ein Opfer wirkt, nahezu hilfsbedürftig, aber dadurch die Menschen und vor allem die Frauen anzieht. Dabei schafft es Johnston sehr gut, uns durchweg die Armseligkeit und Verwahrlosung, den subtilen und teils auch gar nicht subtilen Missbrauch deutlich zu machen. Mir hat das richtig körperliche Schmerzen bereitet beim Lesen und auch sehr viel Ekel. Es ist einfach total gut beobachtet und gebaut. Verrückt, dass Menschen, die in das System geraten, diesen Ekel nicht mehr empfinden.
Beide Familien der Teenager haben ein internes Trauma, über das nicht wirklich gesprochen wird. Das macht sie angreifbar und abgelenkt. Immer wieder denke ich übrigens, Amerika, ein Land, das so traumatisiert ist als Nation. Man sollte ja denken, das wären eher wir Deutschen, aber ich sehe es in den U.S.A. viel stärker.
Traumatisiert ist natürlich auch Lamb. Die Beschreibung seiner Kindheit ist schlimm. Der Weg, den er zu seiner persönlichen Heilung beschreitet, ist dennoch schlimmer. Ich frage mich immer wieder, wie man es schafft, als Eltern so grausam zu einem Kind zu sein, einem Schutzbefohlenen, was ist das in Menschen? Leider psychologisch typisch, sich dann selbst zu ermächtigen, indem man Macht über andere ausübt und dem Leid rückwirkend einen Sinn gibt, indem man es zur Bestimmung erklärt. Auch das ist gut gezeichnet. Perry nennt sich „Lamb“ – und ich ahnte sofort, er ist kein Opferlamm Gottes, sondern ein Wolf, der sich im Schafspelz tarnt.
Zwischendurch immer wieder unglaublich zerstörerische und vorausdeutende Poesie: „Die Sterne sehen aus wie Einschusslöcher.“ Generell schreibt Johnston auf sprachlich unglaublich hohem Niveau und lässt sich die Schönheit der Sprache immer wieder über die Gefährlichkeit der Ereignisse legen. In quälender Langsamkeit wird hier gezeigt, was Ideologie gefährlich macht bis zu einem vollkommen absurd wirkenden Showdown, den Johnston meisterhaft parallel führt, Atmosphäre und Dynamik vom innen und außen so gegensätzlich, der Staat wirkt lost und unvorbereitet, dadurch die komplette Eskalation. So gut gemacht, die Perspektive von Jaye für innen, Perspektive von Roy für außen, klassische antike Mauerschau, Machtlosigkeit im Nicht-Handeln drinnen wie draußen.
Das Ende des Buches formt einen weiteren genialen Coup mit einem Kreisschluss, der alles bisher Gelesene noch einmal neu wirken lässt. Mich hat dieser Roman unglaublich berührt und gepackt, ich hätte nie damit gerechnet, aber das ist wirklich ein Hammer Buch, ich könnte einen eigenen Roman über diesen Roman schreiben. Johnston erzählt die Sekte und die Infiltration, ohne sie zu erzählen, ohne je konkret zu werden. Für mich ein Meisterwerk, weil er genau damit die Struktur aufblättert – aber auch zeigt, wie sehr Gesellschaft solche Strukturen mitträgt durch aktives Unter- und Übertreiben, durch keine wirkliche intensive Auseinandersetzung. Ich bin geflashed von diesem Buch.
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4/5
10.04.2026
eBook (ePUB)
Zwischen Sekten und der Liebe
Johnston erzählt eine verstörend schöne Geschichte über zwei Teenager, die sich inmitten einer religiösen Sekte näherkommen, während um sie herum Fanatismus und Gewalt eskalieren. Die Handlung basiert auf dem historischen Waco-Szenario von 1993, nutzt diesen Stoff aber nicht als bloße Kulisse.
Das Buch besticht durch seine einfühlsame, zarte Erzählweise, gerade der Kontrast zwischen der zerbrechlichen Liebe zwischen Jaye und Roy und der düsteren Realität der Sekte erzeugt eine emotionale Tiefe, die nachwirkt. Johnston gelingt es, Intimität und große politische Fragen ausgewogen zu verbinden. Ein großartiges Buch!
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4/5
12.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine faszinierende Mischung aus Realität und Fiktion
Das Setting dieses Romans liefert das Massaker des FBIs an den Mitgliedern einer Sekte in Waco, Texas, im Jahr 1993. Die Gruppe hatte sich um einen charismatischen Prediger geschart, der sich (mutmaßlich) an Kindern vergriffen hat. Die Gruppe hatte Waffen und Munition gehortet und konnte sich wochenlang gegen eine Übermacht von Regierungsbeamten behaupten. Es ist einer der grundlegenden Heldenmythen der amerikanischen Ultra-Rechten. Vor diesem leicht abgewandelten Hintergrund wird die fiktive Liebesgeschichte von Roy, dem Sohn des örtlichen Sheriffs, und Jay, der Tochter einer der Anhängerinnen des Sektenführers, erzählt.
Es ist einerseits ein einfühlsamer „Coming-of-Age“-Roman, und andererseits eine „Crime-Doku“ über die innere Dynamik einer Gruppe im Ausnahmezustand und die unsäglichen Fehler der Strafverfolgungsbehörden.
Durch den sachlichen und neutralen Erzählton und die eingestreuten (fiktiven) Interviews mit einigen Überlebenden des Massakers entsteht ein Roman, der die Ereignissen ohne Schuldzuweisungen nachvollziehbar macht.
Ein überaus spannender, athmosphärischer und psychologisch glaubwürdiger Roman.
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