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Die Stille meiner Heimat

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.04.2020

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/3,6 cm

Gewicht

687 g

Auflage

20002 Auflage 2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002652043

Beschreibung

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Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.04.2020

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/3,6 cm

Gewicht

687 g

Auflage

20002 Auflage 2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002652043

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Eines der besten Bücher, das ich jemals gelesen habe!

Bewertung am 26.06.2024

Bewertungsnummer: 2231372

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Stille meiner Heimat hat eine ganz besondere Bedeutung für die Autorin Nina Dont: Ein Teil ihrer eigenen Familiengeschichte ist in der Geschichte verankert. Und während des Lesens wurde es so sehr ein Teil meines Herzes, dass es nun auch für mich eine ganz besondere Bedeutung hat. Zeitpunkt der Handlung: 2009 In dem Buch haben wir zwei Perspektiven, zum einen Daniel. Als Daniels Großmutter stirbt hinterlässt sie ihm einen Brief, welches ein Familiengeheimnis offenbart. Doch der Brief wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Daraufhin beginnt Daniels Suche nach der Vergangenheit. Zeitpunkt der Handlung: 1938 Als zweite Perspektive haben wir Maria. Sie lebt in einem kleinen Sudmährischen Dorf und hat gerade ihre Jugendliebe geheiratet. Nun erwartet sie ihr erstes Kind. Voller Freude über ihr Familienglück ahnt sich nicht, dass sich die politische Lage immer weiter zuspitzt und es bald zu einem neuen Weltkrieg kommen wird. Ich denke, anhand der Zeitpunkte der Handlungen lässt sich schon erahnen, worum es in dem Buch gehen wird. Das stimmt, wenn auch nicht ganz. Ich habe schon viele Bücher gelesen und Dokumentationen geschaut, in welchen es um Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges ging. Dabei ging es meist um jüdische Menschen oder um Deutsche, die in der Nachkriegszeit geboren wurden. Egal wie rum man es dreht: es ging immer um jüdische Menschen oder um Deutsche. In diesem Buch geht es um Südmährer. In der Region Südmähren lebten 1910 laut Statistik 213.328 Menschen. Sieben Achtel davon bezeichneten sich damals als Bürger mit deutscher Muttersprache. “Alle Deutschen wurden 1945 entrechtet, gedemütigt, enteignet und vertrieben. Insgesamt wurden aus der Tschechoslowakei 2,5 Millionen Menschen vertrieben, über 10 % davon starben – 160.000 noch vor Ort, 90.000 in Lagern, 30.000 durch Gewaltakte auch der Sowjets, 11.000 durch Selbstmord aus Verzweiflung und 8.000 bei der Zwangsarbeit in der Sowjetunion – die zur deutschen Wehrmacht eingezogenen und Gefallenen nicht mitgerechnet (Südmährerbund e.V.).” Von diesem Part der Geschichte habe ich zuvor nie etwas in der Schulzeit oder in Dokumentationen gehört. Umso geschockter war ich, als ich Marias Geschichte las. Und umso gerührter war ich, als ich Daniels Part lesen konnte. Die Zerrissenheit, die Sehnsucht nach einer einem unbekannten Ort, war greifbar und lies mich Tränen vergießen. Phantastischer Schreibstil. Eine herzzerreißende Geschichte. Und eine neue Perspektive auf die Vergangenheit. Ich empfehle dieses Buch also nicht nur aus Unterhaltungsgründen, sondern auch zwecks geschichtlicher Bildung.

Eines der besten Bücher, das ich jemals gelesen habe!

Bewertung am 26.06.2024
Bewertungsnummer: 2231372
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Stille meiner Heimat hat eine ganz besondere Bedeutung für die Autorin Nina Dont: Ein Teil ihrer eigenen Familiengeschichte ist in der Geschichte verankert. Und während des Lesens wurde es so sehr ein Teil meines Herzes, dass es nun auch für mich eine ganz besondere Bedeutung hat. Zeitpunkt der Handlung: 2009 In dem Buch haben wir zwei Perspektiven, zum einen Daniel. Als Daniels Großmutter stirbt hinterlässt sie ihm einen Brief, welches ein Familiengeheimnis offenbart. Doch der Brief wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Daraufhin beginnt Daniels Suche nach der Vergangenheit. Zeitpunkt der Handlung: 1938 Als zweite Perspektive haben wir Maria. Sie lebt in einem kleinen Sudmährischen Dorf und hat gerade ihre Jugendliebe geheiratet. Nun erwartet sie ihr erstes Kind. Voller Freude über ihr Familienglück ahnt sich nicht, dass sich die politische Lage immer weiter zuspitzt und es bald zu einem neuen Weltkrieg kommen wird. Ich denke, anhand der Zeitpunkte der Handlungen lässt sich schon erahnen, worum es in dem Buch gehen wird. Das stimmt, wenn auch nicht ganz. Ich habe schon viele Bücher gelesen und Dokumentationen geschaut, in welchen es um Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges ging. Dabei ging es meist um jüdische Menschen oder um Deutsche, die in der Nachkriegszeit geboren wurden. Egal wie rum man es dreht: es ging immer um jüdische Menschen oder um Deutsche. In diesem Buch geht es um Südmährer. In der Region Südmähren lebten 1910 laut Statistik 213.328 Menschen. Sieben Achtel davon bezeichneten sich damals als Bürger mit deutscher Muttersprache. “Alle Deutschen wurden 1945 entrechtet, gedemütigt, enteignet und vertrieben. Insgesamt wurden aus der Tschechoslowakei 2,5 Millionen Menschen vertrieben, über 10 % davon starben – 160.000 noch vor Ort, 90.000 in Lagern, 30.000 durch Gewaltakte auch der Sowjets, 11.000 durch Selbstmord aus Verzweiflung und 8.000 bei der Zwangsarbeit in der Sowjetunion – die zur deutschen Wehrmacht eingezogenen und Gefallenen nicht mitgerechnet (Südmährerbund e.V.).” Von diesem Part der Geschichte habe ich zuvor nie etwas in der Schulzeit oder in Dokumentationen gehört. Umso geschockter war ich, als ich Marias Geschichte las. Und umso gerührter war ich, als ich Daniels Part lesen konnte. Die Zerrissenheit, die Sehnsucht nach einer einem unbekannten Ort, war greifbar und lies mich Tränen vergießen. Phantastischer Schreibstil. Eine herzzerreißende Geschichte. Und eine neue Perspektive auf die Vergangenheit. Ich empfehle dieses Buch also nicht nur aus Unterhaltungsgründen, sondern auch zwecks geschichtlicher Bildung.

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Die Stille meiner Heimat

von Nina Dont

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