Postpartale Depressionen, Postpartale Psychosen oder andere Krisen bei Müttern und Vätern vor und nach einer Geburt sind schwere Erkrankungen, die noch immer viel zu oft übersehen werden. Doch die Auswirkungen auf Eltern und Babys sind beträchtlich. Mit Emotioneller Erster Hilfe und bindungsorientierter Körperpsychotherapie können Familien von der Schwangerschaft bis zur Kleinkindphase beraterisch und therapeutisch begleitet werden. Dadurch werden die Folgen der Krisen gemildert und die Bindung zwischen Eltern und Kind wird gestärkt.
Notburga Egerbacher-Anker liefert präzise Informationen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, sodass diese frühzeitig diagnostiziert werden können, und beschreibt, welche Behandlungsmöglichkeiten ein körper- und bindungsorientierter Ansatz eröffnet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vorbeugung von Krisen rund um die Geburt sowie auf dem Plädoyer an die Gesellschaft, Eltern und Babys gerade am Anfang nicht allein zu lassen.
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Das Buch beschreibt auch ausführlich und gut den Ansatz der Emotionellen Erste Hilfe sowie der Körperpsychotherapie
Bewertung am 16.06.2026
Bewertungsnummer: 3169405
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Postpartale Depressionen, Postpartale Psychosen oder andere Krisen bei Müttern und Vätern vor und nach einer Geburt sind schwere Erkrankungen, die noch immer viel zu oft übersehen werden. Doch die Auswirkungen auf Eltern und Babys sind beträchtlich. Mit Emotioneller Erster Hilfe und bindungsorientierter Körperpsychotherapie können Familien von der Schwangerschaft bis zur Kleinkindphase beraterisch und therapeutisch begleitet werden. Dadurch werden die Folgen der Krisen gemildert und die Bindung zwischen Eltern und Kind wird gestärkt.
Notburga Egerbacher-Anker liefert Informationen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, sodass diese frühzeitig diagnostiziert werden können, und beschreibt, welche Behandlungsmöglichkeiten ein körper- und bindungsorientierter Ansatz eröffnet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vorbeugung von Krisen rund um die Geburt.
Nach einer kurzen Hinführung werden verschiedene Krankheitsbilder in der Schwangerschaft wie Depressionen, Angsterkrankungen, Verlusterfahrungen, Suchterkrankungen und andere psychiatrische Erkrankungen im Vorfeld. Dasselbe folgt nach der Geburt mit der postpartalen Dysphorie, Anpassungsstörung, akute Belastungsreaktion, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und Postpartale Depression (PPD) und die Unterschiede zwischen beiden sowie die postpartale Psychose.
Danach wird genauer auf die Postpartale Depression eingegangen: Es werden verschiedene Erscheinungsformen, Diagnostik, Auswirkungen und Spätfolgen skizziert. Anschließend werden die Grundlagen für die Emotionelle Erste Hilfe (EEH), Bindung und Regulation behandelt: Die Säulen der EEH, Zustände und Bindungsqualitäten, die Leitgedanken und das Autonome Nervensystem und die Polyvagal-Theorie sind dort Schwerpunkte. Bei der Polyvagal-Theorie wird insbesondere untersucht, wie verschiedene Zustände des Nervensystems die Fähigkeiten von Menschen beeinflussen, mit anderen Menschen zu kommunizieren, soziale Bindungen einzugehen, auf Stress zu reagieren und emotionale Zustände zu regulieren.
Konkreter wird es dann mit der Behandlung der Postpartalen Depression. Zunächst werden erste Maßnahmen, passende Medikamente und Psychotherapie vorgestellt. Es folgen Methoden der EEH und der Bindungsorientierten Körperpsychotherapie mit der Möglichkeit von Gruppenangeboten.
Danach Abschiede, Rückfallprohylaxe, ein Notfallplan und Vorbereitung auf eine mögliche neue Schwangeschaft angesprochen. Ebenso zusätzliche Behandlungs- und Begleitungsmöglichkeiten wie Lichtherapie oder Mutter-Kind-Kur.
Postpartale Depression als Problem der Gesellschaft werden anschließend skizziert. Schwerpunkte sind gesellschaftliche Erwartungen und Perfektionismus, eine übersehene Diagnose, die langjährigen Folgen für Kinder, Eltern und Gesellschaft und Aufbau von Prävention und Hilfen.
Ein Ausblick und ein Nachwort sowie einige Gedichte schließen sich an.
Im Anhang gibt es Checklisten, die Edinburgh-Postnatal-Depressions-Skala PLUS, zwei Tests, weiterführende Links und Angebote, ein Glossar und ein Literaturverzeichnis.
Es gibt in der Tat grundlegende Informationen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, die anschaulich erklärt werden.
Das Buch beschreibt auch ausführlich und gut den Ansatz der Emotionellen Erste Hilfe sowie der Körperpsychotherapie, deren vielfältige Anwendungsbereiche und praktische Beispiele. Auch der Anhang ist sehr hilfreich. Der Schreibstil ist allerdings etwas schwerfällig und altmodisch.
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