Die permanente Bedrohung eines Familienmitglieds durch ein implantiertes tödliches Giftdepot, das wegen einer raffinierten Funkkontrolle nicht entfernt werden kann, zwingt Gottfried Leibner, den Sprecher der Umweltorganisation Greenworld, Umweltverbrechen zu decken. Erst allmählich wird ihm klar, dass die Familie in Angst gehalten wird, um ihn zu treffen - dass er selbst das eigentliche Ziel eines Irren ist.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
05.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannung pur!
Spannung pur – und für mich eine klare Steigerung zu den vorherigen Romanen von Anton Dellinger.
Die Geschichte um den Physiker Gottfried Leibner packte mich schnell und entwickelt eine beklemmende Grundspannung, die sich konsequent durch den gesamten Roman zieht. Es geht weniger um vordergründige Action, sondern vielmehr um die Frage, was Angst mit Menschen macht – und wie sie Entscheidungen beeinflusst.
Besonders gelungen finde ich die Verbindung aus persönlichem Schicksal und den übergeordneten Themen. Diese werden nicht aufgesetzt behandelt, sondern fügen sich stimmig in die Handlung ein und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Der Autor versteht es, den Spannungsbogen geschickt aufzubauen. Die Erzählung lebt dabei nicht nur von überraschenden Wendungen, sondern auch vom Wechsel der Perspektiven. Dadurch erschließen sich nach und nach die Beweggründe der Figuren, und die Handlung gewinnt an Klarheit und Dynamik.
Auffällig sind auch die ruhigeren Passagen, die der Geschichte Boden geben. Gerade Szenen mit sehr alltäglichem, fast persönlichem Bezug wirken authentisch und lassen die Figuren greifbar werden. Als Beispiel nenne ich eine Episode mit kirchlichem Bezug in Buxtehude – einer ehemaligen Lebensstation des Autors – und das verleiht dem Ganzen eine zusätzliche, fast beiläufige Authentizität.
Im Vergleich zu den Vorgängern habe ich den Eindruck, dass Dellinger noch einmal gereift ist. Die Handlung ist klarer geführt, die Charaktere sind differenzierter gezeichnet und die Spannung steigert sich spürbar bis zum Schluss.
Einer dieser Romane, die leise enden – und genau deshalb noch eine Weile bleiben.
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