Hören und Sprechen im Krieg Informelle Kommunikation und Handlungsmacht in der Gesellschaft des Nationalsozialismus, 1939-1945
89,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.12.2025
Verlag
De GruyterSeitenzahl
560 (Printausgabe)
Dateigröße
6628 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783111657684
Im Januar 1942 schlug der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS Alarm: Die Bevölkerung baue sich "ihr Bild" zusammen und übernehme "die unsinnigsten Gerüchte" kritiklos. Was der SD als ein Problem wahrnahm, bildet den Ansatzpunkt für das Buch des Historikers Felix Berge. Er untersucht die Alltagskommunikation in der deutschen Gesellschaft im Zweiten Weltkrieg als Sammlung, Aneignung und Verbreitung von Informationen. Dazu dient eine breite Quellenbasis: Berichte und Schriftverkehr von Behörden und NSDAP, Gestapo-Ermittlungen und Gerichtsverfahren, Zeitungen und Chroniken, aber auch Tagebücher und Briefe. Wie tauschten sich Menschen unter den Herrschaftsbedingungen des Nationalsozialismus aus? Wie veränderte sich Kommunikation im Krieg, als das Vertrauen in die Medien zerfiel und die Wahrheit von allen Seiten unter Beschuss geriet? Informelle Kommunikation konnte die Gesellschaft in der Krise strukturieren, verlieh Individuen Souveränität und war ein Überlebensmittel. Wer mehr wusste, besaß Vorteile. Doch die Deutschen artikulierten auch Ängste und Gewalt, sie sprachen über Verbrechen und Holocaust. Das NS-Regime bekämpfte diese "Gerüchtemacherei" nicht nur, es nutzte informelle Kommunikation in der "Mundpropaganda" auch selbst.
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