+++ Aufwendig gestaltete Ausgabe mit limitiertem Farbschnitt +++
»Manchmal glaube ich, dass Schmerz nicht nur ein Echo ist – er ist meines.«
Nach dem Tod ihrer Mitschülerin zu leben, ist das Schwerste, das Bekka je tun musste. Seitdem hüllt sich Dunkelheit um die gefallene Königin der Crestvalley High, deren Schuld echter ist als ihre Fassade. Jedes Gefühl ist schwarz geworden, ihre Stille regungslos. Schwach. Dabei war Letzteres das, was Bekka in den vergangenen Jahren aus ihrem Leben zu radieren versuchte. Doch dieses Verhalten hat etwas gekostet; hat ein Geheimnis hinterlassen, das sie quält. In jeder Spiegelung, in jedem Winkel Crestvalleys, sieht Bekka sie wieder: die Silhouette des toten Mädchens – und den Schatten ihrer eigenen Grausamkeit. Eine Schuld, die sie ihr Leben infrage stellen lässt. Eine Tat, die Löcher ins Universum reißt.
Bekkas Geschichte ist jene, die ihr am allerwenigsten lesen wollt. Weil sie euch keinen Grund, aber den Ursprung liefert. Weil sie nichts entschuldigt, aber von Bedeutung ist. Weil sie beweist, dass kein Ort dieser Welt frei von Schatten ist.
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Wieder ein wichtiges literarisches Meisterwerk.
Jana SternSplitter am 20.04.2026
Bewertungsnummer: 3114652
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich muss es direkt ganz ehrlich sagen: Diese Story tut einfach nur weh, also so richtig tiefgreifend. Da blieben eine Menge Emotionen in mir zurück. Marie Döling schafft hier wieder etwas, das ich unglaublich bewundere, denn sie erzählt keine einfache Geschichte, die dir aufzeigen soll, wer gut und wer böse ist. Nein, sie vermittelt uns damit vielmehr, wie unglaublich vielseitig wir Menschen sind. Wir alle sind zerbrechlich, auch die scheinbar äußerlich Stärksten von uns. Obwohl es hier kaum Lichtblicke gibt, so wie es im Leben manchmal sein kann, hat mich dieses Werk absolut beeindruckt, denn es zeigt schonungslos auf, wie sehr wir von dem geprägt werden, was uns widerfährt. Ja, wir alle werden geprägt, besonders von dunklen und schmerzhaften Momenten. Von den Momenten, die unsere Seele zerbrechen.
Bekka ist eine Figur, die aufzeigt, was uns im Leben prägt und formt, was uns dazu bewegt, nicht immer gut zu anderen zu sein. Sie selbst nutzt ihre Vergangenheit aber nie als Entschuldigung und versteht, dass gewisse Handlungen einfach unverzeihlich sind und es auch bleiben. Dieser Zwiespalt ist unglaublich stark, denn während ich es las, passierte in mir etwas, das ich nicht unbedingt zulassen wollte. Ich fing an, Bekka zu verstehen, obwohl ihre Taten kein Verständnis verdienen. Gerade das hat mich so bewegt, zu erfahren, woher all diese Kälte, diese Grausamkeit und diese geballte Härte in Bekka kommt. Und genau das ist der Punkt, der mich am meisten bewegt hat, dass mir absolut schonungslos aufgezeigt wurde, dass Täter nicht unbedingt einfach nur böse sind, sondern oft selbst aus einem Ort kommen, an dem bereits etwas in ihnen zerbrochen ist. Dass sie geformt wurden und gelernt haben zu überleben, indem sie andere verletzen. Ein absolut schlimmer Selbstschutz. Aber, und das ist mir nochmals wichtig zu betonen, es wird hier nie als Entschuldigung dargestellt. Es gibt keine Rechtfertigung für das, was passiert ist. Auch absolut keine Relativierung. Stattdessen zeigt das Buch auf, dass wir uns jeden Tag aufs Neue dazu entscheiden können, ein guter Mensch zu sein, wenn wir bereit sind zu begreifen, bereit sind, Hilfe anzunehmen, bereit sind, Verletzlichkeit zu offenbaren. Jeder von uns kann mal falsch abbiegen, obwohl wir es nicht wollen oder es einfach viel zu spät selbst realisieren.
Was ich auch wieder unglaublich geliebt habe, ist dieser Schreibstil. Marie Döling schreibt so wunderbar gefühlvoll. Immer in Verbindung mit kurzen Lyrik-Einschüben, die alles noch viel intensiver machen.
Es ist definitiv kein leichtes Buch, wirklich nicht. Aber es ist ein wichtiges Buch. Eines, das dich bittet, hinzusehen, statt wegzuschauen. Mich hat es wieder sehr bewegt, wie alles aus der Feder von Marie Döling.
"Es ist nichts falsch daran, Hilfe zu bekommen. Daran gibt es nichts, das verwerflich ist."
Monii aus Mannheim am 14.04.2026
Bewertungsnummer: 3108965
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Was soll ich sagen.. Marie hat mir erneut das Herz aus der Brust gerissen und mich gebrochen zurückgelassen. Wie auch "Kein Ort dieser Welt" hat "Ein Loch im Universum" mich zerrissen.
Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals mit Bekka mitfühlen könnte, nicht nachdem man eine Kindheit hatte die eher in Fionas Richtung geht. Bekkas Geschichte ist mir extrem unter die Haut gegangen und hat mir gezeigt, dass auch Täter Opfer sein können. Das auch sie Gefühle haben und leiden, innerlich zerbrechen können. Danke für diese Worte und dem sichtbar machen all dieser wichtigen Themen, die für 99% Tabuthemen sind.
Danke, dass diesen eine Bühne gibt!
Ich habe mich an manchen Stellen in jeder einzelnen Person wiederfinden können und werde noch sehr lange mit der Geschichte im Kopf weiterleben.. Stecke wirklich seit dem Ende in einer Leseflaute, weil ELiU in meinem Kopf hängen bleibt.
Ich freue mich sehr auf Band 3 (wenn man das überhaupt so sagen kann) und werde die Wartezeit bis dahin mit Camis Vorgeschichte verbringen ..
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