Produktbild: Die Panikmacher
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Die Panikmacher Die deutsche Angst vor dem Islam. Eine Streitschrift

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.01.2017

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22,1/14,1/3,2 cm

Gewicht

547 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002833053

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Gut

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31.01.2017

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C.H. Beck

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22,1/14,1/3,2 cm

Gewicht

547 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002833053

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstr. 9|80801|München|DE
produktsicherheit@beck.de

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Die Erkenntnisse dieses Buches sollten zumindest die Diskussionen etwas weniger emotional und sachlicher gestalten.

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 15.07.2011

Bewertungsnummer: 730271

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gegen wen Bahners schreibt, wird rasch klar: Die Panikmacher sind Thilo Sarrazin oder Henryk M. Broder, die mit apokalyptisch angehauchten Bestsellern über den Endsieg des Islam in Europa Furore machten. Für den gewitzten Broder hegt Bahners sogar fast so etwas wie Empathie, während der Philosoph Peter Sloterdijk für seine Sprachblasen zum „Meinungsklimawandel“ oder Necla Kelek für ihre soziologischen Assoziationen im Kopftuchstreit Häme ernten. „Spiegel“-Autor Broder hingegen ist „ein Stratege des Meinungskampfes, der sich selbst in die Schlacht wirft und mit den Exzessen seines unermüdlichen Wortwitzes Bewunderung auf sich zieht. Bahners ist eher ernst als zynisch, als ob er im 18. Jahrhundert einen Disput gegen Theologen führe. Er zeigt alternative Sichtweisen zu verengten Perspektiven von Scharfmachern wie Bassam Tibi oder Ayaan Hirsi Ali auf, ohne die Brisanz sozialer Probleme zu verkennen. Mit dem Publizisten Alan Posener beklagt er gleich eingangs, „dass ein bürgerliches Publikum auf einmal Geschmack an der Regelverletzung fand“. Wo seien im öffentlichen Diskurs Regeln des Anstands und der politischen Höflichkeit geblieben? Bahners zeigt an Dutzenden Beispielen auf, wie ruppig der Umgangston inzwischen in der Integrationsdebatte geworden ist, wie gesellschaftsfähig inzwischen auch schon in weiten Kreisen Aussagen sind, die an Rassismus und Idiotie heranreichen. Sogar Bundespräsident Christian Wulff ist inzwischen ins Kreuzfeuer der Kultur-Kämpfer geraten, für den unverbindlichen Satz „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Bahners arbeitet genau heraus, warum dies zu einem kleinen Skandal wurde, während Innenminister Wolfgang Schäuble Jahre zuvor in dieser Sache ohne Probleme wesentlich offener formulieren konnte. In diesem Falle ist die Präzision eine Tugend; auch die kühle Analyse von Keleks Buch „Die fremde Braut“, die er unaufgeregt mit ihrer Dissertation kontrastiert, gehört zu den Kernstücken des Textes, so wie das Sezieren einer irreführenden Studie über Gewalt und Religiosität. Der Autor räumt in einer Danksagung ein, dass er Überlegungen zusammengeführt habe, denen er über Jahre in Artikeln nachgegangen sei. Nicht alles an Tagesaktualität bewahrt eben seine Frische. Was der Muslim-Test in Baden-Württemberg bedeutete, wird in epischer Breite abgehandelt. Welch krause Theorien der Islamist Hans-Peter Raddatz, der Journalist Udo Ulfkotte oder der Provinzpolitiker Hans-Jürgen Irmer fabrizieren, ebenfalls. Wichtiger scheint aber die Erkenntnis, dass viele Spekulationen ins Reich der Verschwörungstheorien gehören.

Die Erkenntnisse dieses Buches sollten zumindest die Diskussionen etwas weniger emotional und sachlicher gestalten.

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 15.07.2011
Bewertungsnummer: 730271
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gegen wen Bahners schreibt, wird rasch klar: Die Panikmacher sind Thilo Sarrazin oder Henryk M. Broder, die mit apokalyptisch angehauchten Bestsellern über den Endsieg des Islam in Europa Furore machten. Für den gewitzten Broder hegt Bahners sogar fast so etwas wie Empathie, während der Philosoph Peter Sloterdijk für seine Sprachblasen zum „Meinungsklimawandel“ oder Necla Kelek für ihre soziologischen Assoziationen im Kopftuchstreit Häme ernten. „Spiegel“-Autor Broder hingegen ist „ein Stratege des Meinungskampfes, der sich selbst in die Schlacht wirft und mit den Exzessen seines unermüdlichen Wortwitzes Bewunderung auf sich zieht. Bahners ist eher ernst als zynisch, als ob er im 18. Jahrhundert einen Disput gegen Theologen führe. Er zeigt alternative Sichtweisen zu verengten Perspektiven von Scharfmachern wie Bassam Tibi oder Ayaan Hirsi Ali auf, ohne die Brisanz sozialer Probleme zu verkennen. Mit dem Publizisten Alan Posener beklagt er gleich eingangs, „dass ein bürgerliches Publikum auf einmal Geschmack an der Regelverletzung fand“. Wo seien im öffentlichen Diskurs Regeln des Anstands und der politischen Höflichkeit geblieben? Bahners zeigt an Dutzenden Beispielen auf, wie ruppig der Umgangston inzwischen in der Integrationsdebatte geworden ist, wie gesellschaftsfähig inzwischen auch schon in weiten Kreisen Aussagen sind, die an Rassismus und Idiotie heranreichen. Sogar Bundespräsident Christian Wulff ist inzwischen ins Kreuzfeuer der Kultur-Kämpfer geraten, für den unverbindlichen Satz „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Bahners arbeitet genau heraus, warum dies zu einem kleinen Skandal wurde, während Innenminister Wolfgang Schäuble Jahre zuvor in dieser Sache ohne Probleme wesentlich offener formulieren konnte. In diesem Falle ist die Präzision eine Tugend; auch die kühle Analyse von Keleks Buch „Die fremde Braut“, die er unaufgeregt mit ihrer Dissertation kontrastiert, gehört zu den Kernstücken des Textes, so wie das Sezieren einer irreführenden Studie über Gewalt und Religiosität. Der Autor räumt in einer Danksagung ein, dass er Überlegungen zusammengeführt habe, denen er über Jahre in Artikeln nachgegangen sei. Nicht alles an Tagesaktualität bewahrt eben seine Frische. Was der Muslim-Test in Baden-Württemberg bedeutete, wird in epischer Breite abgehandelt. Welch krause Theorien der Islamist Hans-Peter Raddatz, der Journalist Udo Ulfkotte oder der Provinzpolitiker Hans-Jürgen Irmer fabrizieren, ebenfalls. Wichtiger scheint aber die Erkenntnis, dass viele Spekulationen ins Reich der Verschwörungstheorien gehören.

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Die Panikmacher

von Patrick Bahners

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