In einer amerikanischen Kleinstadt kreuzen sich die Wege von drei Menschen mit ungewöhnlichen Problemen. Carla steht kurz davor, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, als ihr Sohn etwas gesteht, das alles auf den Kopf stellt. Reed, ein junger Mann mit Autismus, begibt sich auf eine nervenaufreibende Reise, um den letzten Wunsch seiner verstorbenen Mutter zu erfüllen. Und die erfolglose Musikerin Liz sucht nach einem Weg, ihre Schulden bei einem brutalen Kriminellen zurückzuzahlen. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie wollen die Kontrolle über ihr Leben zurück.
"Ich habe jedes Wort verschlungen und konnte bei dem rasanten Tempo, mit dem hier eine unerträgliche Spannung aufgebaut wird, nicht aufhören zu lesen. 'What about the bodies' hinterlässt einen bleibenden Eindruck."
Sarah Weinman | New York Times
"Der für den Edgar Award nominierte Ken Jaworowski hat einen herausragenden Roman mit unverwechselbaren Charakteren geschrieben, den man nicht mehr aus der Hand legen kann."
The Bookreporter
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
27 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Unterhaltsam, skurril und schräg, mit liebenswerten Figuren
carola1475 am 12.06.2026
Bewertungsnummer: 3165460
Bewertet: eBook (ePUB 3)
In der Kleinstadt Locksburg, Pennsylvania, werden Carla, Reed und Liz unvermittelt aus ihrem Alltag gerissen und mit einem Problem konfrontiert. Je mehr jede der drei Hauptfiguren versucht, alles richtig zu machen, desto mehr geht schief.
Die drei Handlungsstränge, jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt, beginnen unabhängig voneinander, treffen jedoch irgendwann aufeinander, wie das auch im wirklichen Leben in einer Kleinstadt ist, in der jeder jeden kennt und man sich immer mal wieder über den Weg läuft. Sehr gut gefallen hat mir auch, wie realistisch Locksburg beschrieben wird, das seit dem Ende des Bergbaus seine besten Zeiten hinter sich hat.
Abwechselnd begleite ich die Protagonist.innen bei ihrem Versuch, alles wieder in Ordnung zu bringen und die Kontrolle zurück zu gewinnen und erlebe jede Eskalation mit wachsendem Entsetzen. Alle drei Charaktere sind sympathisch und liebenswert, Carla ist Mitte 40, hat einen studierenden Sohn und ist mit dem Bau eines eigenen Restaurants beschäftigt, Liz ist 30, Singer-Songwriter, talentiert, aber erfolglos, und hat nun endlich die Chance, sich einer Produzentin in Nashville vorzustellen und Reed, Anfang 20, hat gerade seine Mutter verloren. Reed hat eine Störung im Autismus-Spektrum und ist mit seiner Empathie, Logik und vor allem seiner Herzensgüte meine Lieblingsfigur.
Ich teile Gedanken und Gefühle der Charaktere und auch durch Erinnerungen und Rückblicke werden die Protagonisten immer greifbarer. Ich habe die überraschende und auch spannende Entwicklung ihrer Geschichten zunehmend beunruhigt verfolgt. Auch Nebenfiguren erscheinen glaubhaft und authentisch.
Ken Jaworowskis Sprache ist den verschiedenen Charakteren angepasst, sein unaufgeregter Schreibstil ist angenehm zu lesen, schwarzer Humor, Sprachwitz und Situationskomik haben mich auch laut lachen lassen, oft musste ich schmunzeln. Gleichzeitig sind seine Protagonisten und ihre Geschichten berührend und am Ende habe ich sehr bedauert, die drei nicht weiter begleiten zu können.
Der Pendragon Verlag hat mit der Entscheidung, Ken Jaworowski erstmalig auf deutsch zu verlegen, ein gutes Gespür bewiesen und ich würde mich über weitere deutsche Veröffentlichungen des Autors freuen.
Drama in der Kleinstadt
DieUnterhofer (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 25.05.2026
Bewertungsnummer: 3149003
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Cover:
Das Buchcover ist recht schlicht gestaltet. Es zeigt sie Silhouette eines Mannes, der an ein Auto gelehnt ist, sowie einen Strommasten. Der Hintergrund ist in Grün- bzw. Blautönen gehalten. Grundsätzlich gefällt mir das Cover ganz gut, so richtig zur Geschichte passt es meiner Ansicht aber nicht.
Handlung & Charaktere:
Carla, Reed und Liz leben in einer amerikanischen Kleinstadt namens Locksburg und kennen Verbrechen eigentlich nur aus dem Fernsehen. Doch alle drei werden eines Besseren belehrt und sehen sich mit Situationen konfrontiert, die sie an ihre Grenzen bringen. Und je mehr jeder von ihnen versucht das Richtige zu machen, desto schlimmer wird es…
Carla ist alleinerziehend, will sich ihren Traum vom eigenen Restaurant verwirklichen und hat einen Sohn (Billy), der aufs M.I.T. geht. Sie hat keine Ausbildung und nimmt für ihren Traum eine Hypothek auf ihr Haus auf. Durch ihren Sohn Billy, für den sie alles tun und ihn beschützen würde, gerät eines Abends ihre Welt in Schieflage.
Reed ist ca. 20 Jahre alt, neurodivers (Autist) und hat kürzlich seine Mutter verloren. In der Kleinstadt geben alle ihm die Schuld dafür. Er hat einen Bruder namens Greg und es steht im Raum, dass er in eine Art betreutes Wohnen übersiedeln soll. Er sagt immer die Wahrheit und Versprechen sind ihm heilig, so auch jenes, dass er seiner toten Mutter gegeben hat.
Liz dürfte ca. 30 Jahre alt sein und jagt ihrem Traum nach Sängerin zu werden. Dafür hat sie die letzten Jahre auf Sparflamme gelebt. Nun scheint der Durchbruch zum Greifen nah. Durch ihren Freund Luke gerät Liz in eine brenzlige Situation.
Die Figuren habe alle ihr Päckchen zu tragen. Mit keinem scheint es das Leben leicht gemeint zu haben. Der Autor hat es meiner Meinung nach gut geschafft jedem Hauptcharakter seine eigene Stimme zu geben. Außerdem finde ich, dass die Figuren so angelegt sind, dass man sich in jede auch gut hineinfühlen/hineinversetzten kann. Das gefällt mir sehr.
Schreibstil/ Erzählweise:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut und leicht zu lesen, sodass man rasch in die Geschichte eintaucht und beim Lesen auch gut weiterkommt. Die Erzählweise bzw. Stimmung empfinde ich als leicht melancholisch, die Sprache ist eher nüchtern, aber genau das passt meiner Meinung nach gut zur Geschichte.
Der Autor erzählt die Geschichte aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren Carla, Reed und Liz. Die unterschiedlichen Blickwinkel habe ich sehr interessant und spannend gefunden. Stellenweise hatte ich richtig Herzklopfen. Mit fortlaufender Geschichte überschneiden sich schließlich die Handlungsstränge. Carlas und Liz Perspektive habe ich besonders gemocht.
Meinung & Fazit:
„What about the bodies“ ist das erste Buch, das ich von Ken Jawowoski gelesen habe und es scheint auch das erste Buch zu sein, dass bisher in deutscher Übersetzung vorliegt.
Ein typischer Kriminalroman ist das Buch meiner Ansicht nach eher nicht, sondern mehr ein Spannungsroman. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch, es ist dennoch sehr spannend, sodass man beim Lesen mit den Figuren mitfiebert. Am Schluss gibt es ein paar Wendungen, die ich nicht ganz vorhergesehen habe. Eine davon hat mich sehr positiv überrascht, weil ich sie sehr menschlich und schön gefunden habe. Eine andere Wendung wiederrum hat mich zum Grübeln gebracht.
"What about the bodies“ ist insgesamt ein sehr spannendes Buch über moralische Grauzonen, aber auch über familiären Zusammenhalt und darüber, was man bereit ist auf sich zu nehmen für die eigenen Träume und das Wohl der Menschen, die man liebt.
Ein super Buch, das mich toll unterhalten hat!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.