Der Übergang vom Elementar- in den Primarbereich im Kontext der Bildungsungleichheit Zur Rolle institutionalisierter Diagnoseverfahren am Beispiel des Vorstellungsverfahrens für Viereinhalbjährige in Hamburg
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
13.01.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
406 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783389172124
Theoretisch stützt sich die Arbeit auf drei zentrale Ansätze: die Habitus- und Kapitaltheorie Bourdieus, die die Reproduktion sozialer Privilegien über kulturelle Passungsanforderungen erklärt; die Systemtheorie Luhmanns, die Selektionsprozesse als systeminterne In-/Exklusionsentscheidungen beschreibt; sowie das Konzept der institutionellen Diskriminierung nach Gomolla und Radtke, das strukturell eingebettete Benachteiligungen ohne individuelle Absicht in den Blick nimmt.
Darauf aufbauend wird das Verfahren zunächst deskriptiv dargestellt: Es handelt sich um ein verpflichtendes, standardisiertes Einschätzungsformat 18 Monate vor der Einschulung, dessen Schwerpunkt auf der Sprachkompetenz liegt und dessen Ergebnisse protokolliert, gespeichert und statistisch ausgewertet werden. In der kritischen Analyse zeigt die Autorin u. a. folgende Problempunkte: die fehlende theoretische und empirische Fundierung des Instruments, die Dominanz eines defizitorientierten Sprachfokus, mögliche Stigmatisierungen durch die Kategorie "Migrationshintergrund", und ungleiche Anschlussbedingungen zwischen Kita (stärkenorientiert) und Schule (selektiv-diagnostisch). Standardisierung und Normalitätserwartungen können dabei kulturelle und soziale Unterschiede unzureichend berücksichtigen und so frühe Selektionsentscheidungen begünstigen.
Im Fazit wird resümiert, dass das Vorstellungsverfahren das Risiko birgt, ungleiche Startbedingungen zu verfestigen, anstatt sie abzubauen. Gefordert werden wissenschaftliche Evaluation, Transparenz der Kriterien, reflexive Praxis sowie eine stärkere Ausrichtung auf gerechtigkeitsorientierte Förderung statt auf frühe Sortierung.
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