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Der Kaiserbaum Warum Haltung Zukunft schafft

1

19,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.01.2026

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

22/17/1,5 cm

Gewicht

358 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-695-14486-0

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.01.2026

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

22/17/1,5 cm

Gewicht

358 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

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978-3-695-14486-0

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Integrität als institutionelles Prinzip

Bewertung am 27.02.2026

Bewertungsnummer: 3060317

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

J. Gades beschreibt in "Der Kaiserbaum" zwei ineinandergreifende Systeme: eine deutsche Bundes-Compliance-Behörde und eine EU-weite Wirtschaftsaufsicht, die nicht nur Aufgaben der Compliance-Überwachung übernehmen sollen, sondern Verstöße auch mit konkreten Konsequenzen beantworten können. Eine solche Behörde oder Instanz soll damit nicht nur Symbolcharakter haben, sondern „Zähne bekommen“. Hinter diesem Entwurf stehen Gades’ am Anfang des Buches beschriebene persönliche und familiäre Erfahrungen ebenso wie Einblicke aus eigener beruflicher Tätigkeit im Compliancebereich. Interessant ist dabei der Aufbau der Behörden auf der Idee der Integrität. Gemeint sind Haltung und Verantwortungsübernahme der Chefetagen– sowohl in Bezug auf die Mitarbeiter*innen der Unternehmen als auch mit Blick auf die Auswirkungen für die Gesellschaft. Integrität setzt die eigenen Ideale und Werte in Beziehung zur tatsächlichen Lebenspraxis. Tue ich, was ich sage? Zugleich ist die Wortbedeutung von Integrität auch Unversehrtheit, Ganzheit, Makellosigkeit. Makellosigkeit – verstanden als Übereinstimmung von Werten und Handeln – lässt sich in diesem Sinne dann als „menschliche Ganzheit“ auf individueller Ebene begreifen und vielleicht auch als „gesellschaftliche Ganzheit“ im Sinne von Gades’ Behördenmodell. Eine "ganze, unversehrte Gesellschaft" sind wir dann, wenn wir dazu ermächtigt sind, auf allen Machtebenen Fehlverhalten nicht nur aufzudecken, sondern es auch abzumahnen und gegebenenfalls Konsequenzen folgen zu lassen. Zitat aus dem Buch: `Integrität heißt nicht: "Ich habe nichts zu verbergen." Es heißt: "Ich habe nichts, was mich über andere stellt."´ Auch wenn man "Haltung" vielleicht am Anfang des Buches noch nicht einordnen kann, scheint mir dies der zentrale Gedanke von Gades´ Modell zu sein. Die Behörden sollen uns alle wieder auf eine Augenhöhe bringen. Zu einer "ganzen Gesellschaft" machen. Das erscheint besonders wünschenswert in einer Zeit transnationaler Konzerne, die sich immer wieder der Rechtsverfolgung entziehen, eigene Regeln schreiben und sich oft rechtlich so positionieren, dass ein bei uns Gefühl der Machtlosigkeit entsteht – oder die durch Lobbyismus und unlautere Vorgänge Politiker*innen zu ihren Komplizen machen.

Integrität als institutionelles Prinzip

Bewertung am 27.02.2026
Bewertungsnummer: 3060317
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

J. Gades beschreibt in "Der Kaiserbaum" zwei ineinandergreifende Systeme: eine deutsche Bundes-Compliance-Behörde und eine EU-weite Wirtschaftsaufsicht, die nicht nur Aufgaben der Compliance-Überwachung übernehmen sollen, sondern Verstöße auch mit konkreten Konsequenzen beantworten können. Eine solche Behörde oder Instanz soll damit nicht nur Symbolcharakter haben, sondern „Zähne bekommen“. Hinter diesem Entwurf stehen Gades’ am Anfang des Buches beschriebene persönliche und familiäre Erfahrungen ebenso wie Einblicke aus eigener beruflicher Tätigkeit im Compliancebereich. Interessant ist dabei der Aufbau der Behörden auf der Idee der Integrität. Gemeint sind Haltung und Verantwortungsübernahme der Chefetagen– sowohl in Bezug auf die Mitarbeiter*innen der Unternehmen als auch mit Blick auf die Auswirkungen für die Gesellschaft. Integrität setzt die eigenen Ideale und Werte in Beziehung zur tatsächlichen Lebenspraxis. Tue ich, was ich sage? Zugleich ist die Wortbedeutung von Integrität auch Unversehrtheit, Ganzheit, Makellosigkeit. Makellosigkeit – verstanden als Übereinstimmung von Werten und Handeln – lässt sich in diesem Sinne dann als „menschliche Ganzheit“ auf individueller Ebene begreifen und vielleicht auch als „gesellschaftliche Ganzheit“ im Sinne von Gades’ Behördenmodell. Eine "ganze, unversehrte Gesellschaft" sind wir dann, wenn wir dazu ermächtigt sind, auf allen Machtebenen Fehlverhalten nicht nur aufzudecken, sondern es auch abzumahnen und gegebenenfalls Konsequenzen folgen zu lassen. Zitat aus dem Buch: `Integrität heißt nicht: "Ich habe nichts zu verbergen." Es heißt: "Ich habe nichts, was mich über andere stellt."´ Auch wenn man "Haltung" vielleicht am Anfang des Buches noch nicht einordnen kann, scheint mir dies der zentrale Gedanke von Gades´ Modell zu sein. Die Behörden sollen uns alle wieder auf eine Augenhöhe bringen. Zu einer "ganzen Gesellschaft" machen. Das erscheint besonders wünschenswert in einer Zeit transnationaler Konzerne, die sich immer wieder der Rechtsverfolgung entziehen, eigene Regeln schreiben und sich oft rechtlich so positionieren, dass ein bei uns Gefühl der Machtlosigkeit entsteht – oder die durch Lobbyismus und unlautere Vorgänge Politiker*innen zu ihren Komplizen machen.

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Der Kaiserbaum

von J. Gades

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