In Löwenherzen verbindet Bestsellerautor und Historiker Dan Jones unangestrengte Mittelalter-Begeisterung und profundes akademisches Wissen zu einem temporeich inszenierten historischen Roman, in dem alles echt ist - und alles Fiktion. Er taucht tief ein in das vom Schwarzen Tod gezeichnete England, wo die dekadente Welt des königlichen Hofs in Windsor auf das herbe Leben in Winchelsea trifft, ein beschauliches Küstenstädtchen, vor dem eine bedrohliche Armada von kastilischen Piraten ankert ...
Eine frische Perspektive auf wahre Begebenheiten, historische Persönlichkeiten und die zeitlose Sehnsucht nach einem guten Leben.
England nach der Großen Pest: Das harte, leise hoffnungsvolle Leben der einfachen Leute prallt auf den ungeniert feierlustigen Hof in Windsor. Das zwielichtige Milieu der Piraten und Profiteure lockt mit leichtem, aber schmutzigem Geld, während verarmte Ritter sich in eine Welt zu retten versuchen, die langsam, doch unaufhaltsam zu Ende geht. Die Zeiten sind schwer, aber die Essex Dogs geben alles für einen Neuanfang: Millstone und Thorp versuchen sich als Bodyguards einer Prinzessin, Scotsman wird als Schaukämpfer schikaniert und Romford arbeitet für einen Ritter, der ihn schamlos ausnutzt. Loveday will um jeden Preis seine Familienidylle retten und ahnt doch, dass er schon bald in seine letzte Schlacht ziehen muss. Denn über allem und allen steht der englische König Edward III., der sich achselzuckend seinem Motto treu bleibt: "It is as it is."
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Philiene
aus Süsel
5/5
22.02.2026
eBook (ePUB)
Finale
Finale bei den Essex Dogs.
Ich habe mich schon sehr auf den dritten Teil der großartigen Romanserie rund um die Essex Dogs gefreut.
Wie schon in den Vorgängern merkt man das Dan Jones nicht nur Autor von historischen Romanen ist, sondern auch Historiker. Er schafft eine perfekte Mischung aus fiktiver Geschichte und historischen Fakten.
Der ehemalige Söldnerführer Loveday will eigentlich einjähriges Leben führen, doch wie so oft kommt es anders als man denkt und er muss seine letzte Schlacht schlagen...
Dan Jones hat einen weiteren vielschichtigen Mittelalterroman geschrieben. Er beschreibt das Leben und insbesondere das Leben der Söldner wieder einmal so authentisch, daß ich das Gefühl hatte dabei zu sein. Bei ihm kommen die einfachen Menschen genauso zu Wort, wie diejenigen die bei Hofe leben. Aber auch zwielichtige Gestalten und Piraten haben ihren Auftritt. Kurz gesagt ein Querschnitt des damaligen Lebens verpackt in einen spannenden und intensiven Roman.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
23.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Essex dogs bellen wieder
Der dritte Teil der Saga um die Essex dogs, eine Art Söldnertruppe, die für die britische Krone kämpft, zeigt die verbliebenen Mitglieder der Gruppe in ihrem Versuch, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Während manche einen friedlichen Weg suchen, Wirt einer Schenke werden oder sich als Knappe eines Ritters verdingen, kämpfen andere noch weiter gegen Feinde der Engländer. Doch die kriegerische Zeit des Mittelalters und die schwelenden Konflikte lassen niemanden zur Ruhe kommen. Außerdem hängt über allen, egal ob Freund oder Feind, der Todeshauch der Pest. Unruhige und blutige Zeiten bestimmen das Bild.
Auch wie in den Vorgängerbänden zeigt der Autor sehr schonungslos und brutal den Kampf der Männer. Sprache und Schilderung sind definitiv nichts für zarte Gemüter, wirken aber deshalb sehr authentisch. Dem Buch kommt natürlich zu Gute, dass vieles der Geschichte auf wirklichen Ereignissen und Personen beruht. So entsteht ein realistisches Drama, das sich spannend liest und zugleich einen Einblick in die damalige Zeit gewährt. Der Fokus liegt natürlich eher auf den Essex dogs, trotzdem wird zumindest ansatzweise die politische Lage beschrieben. Ein Historienroman der einmal mehr begeistert und kurzweilige Unterhaltung garantiert.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Es bestehen keine Beziehungen zu Hersteller oder Verkäufer.
Bewertung
aus München
5/5
20.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
dicke Leseempfehlung
Ein glorreicher Abschluss einer wirklich herausragenden Histo-Trilogie. Dan Jones hat einen ganz eigenen Stil kreiert, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Seine Helden sind autentisch und bodenständig und man kann mit ihnen mitfühlen, versteht, dass sie die meiste Zeit nur Spielbälle der Reichen und Mächtigen sind. Sie fechten die Kriege für die hohen Herren aus und keiner schert sich um ihre Nöte und Ängste. Aber über die Jahre sind sie gewachsen und von Jungspunden zu starken abgeklärten Männern geworden. Das merkt man ihnen an.
Sie lassen sich auch nach ihrer Rückkehr in ein von der Pest gebeuteltes England nicht unterkriegen, suchen einen Neuanfang in einer harten Welt, die Männer wie sie - aus dem Volk - gängelt und ausnutzt.
Man möchte König Edward III. und seine Adligen am liebsten selber an die Wand klatschen. Gut, dass die Essex Dogs einander haben und gut, dass manchmal doch eine Art von Gerechtigkeit geschieht. Mehr will ich nicht verraten. Lest und genießt es selber.
Dicke Leseempfehlung.
Michael Sterzik
aus Wallenhorst
5/5
25.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Alte und junge Löwen
Was genau macht einen ganz gewöhnlichen Menschen zu einem „Löwen“? Ist es wirklich das waghalsige Risiko, die blinde Todesverachtung im Rausch einer Schlacht? Oder ist es nicht vielmehr jene stille, zähe Kraft, die uns dazu bringt, über uns selbst hinauszuwachsen? Wahrer Mut hat viele Gesichter, doch am eindrucksvollsten zeigt er sich oft in der vollkommenen Selbstlosigkeit – in dem tiefen Drang, andere, vielleicht Schwächere, mit dem eigenen Leben zu schützen. Oft sind es paradoxerweise gerade die Menschen, die von der Gesellschaft als unbedeutend abgetan werden, die das größte Kämpferherz beweisen. Vielleicht rührt diese Stärke gerade daher, dass sie selbst vom Leben gezeichnet sind und bereits unzählige Schicksalsschläge und Herausforderungen meistern mussten.
Genau in dieser rohen, ungeschönten Menschlichkeit liegt der erzählerische Kern des dritten und abschließenden Romans über die Söldnertruppe der „Essex Dogs“. Mit diesem Buch liefert Dan Jones nicht nur einen grandiosen Abschluss seiner historischen Reihe, sondern ein tiefgründiges Epochenporträt, das aus vielerlei Gründen eine absolute Leseempfehlung ist.
Ein zerrissenes England im Schatten der Pest Dan Jones entwirft das faszinierende Sittenbild einer Welt im radikalen Umbruch. England befindet sich in der unruhigen Zeit nach der Großen Pest. Die Gesellschaft ist von extremen, geradezu schmerzhaften Kontrasten geprägt: Auf der einen Seite steht das harte, entbehrungsreiche und doch von einer leisen Hoffnung getragene Leben der einfachen Bevölkerung, die versucht, aus den Trümmern eine neue Existenz aufzubauen. Auf der anderen Seite prallt diese Realität auf die schamlose Dekadenz und die ungenierte Feierwut des königlichen Hofes in Windsor.
Es ist eine Ära, in der moralische Grenzen verschwimmen. Das zwielichtige Milieu der Piraten und Kriegsgewinnler lockt mit schnellem, aber schmutzigem Geld. Gleichzeitig versuchen verarmte Ritter verzweifelt, ihren Status in einer Welt zu retten, die langsam, doch unaufhaltsam ihrem Ende entgegengeht. Und über all diesem gesellschaftlichen Chaos thront der englische König Edward III., der den Wirren seiner Zeit mit einem fast schon zynischen Fatalismus und seinem treuen Motto begegnet: "It is as it is."
Die Handlung des dritten Bandes setzt nur wenige Jahre nach den dramatischen Ereignissen des Vorgängers ein. Die einst so eingeschworene Truppe der Essex Dogs ist zerrissen und in alle Winde zerstreut. Die Zeiten sind unbarmherzig, und die alten Veteranen geben alles, um sich einen Neuanfang abseits der Schlachtfelder zu erkämpfen – doch die zivile Welt erweist sich als ebenso gnadenlos wie der Krieg: Millstone und Thorp müssen sich als Leibwächter einer Prinzessin verdingen, der Scotsman wird als bloßer Schaukämpfer zur Belustigung anderer schikaniert, und Romford schuftet für einen Ritter, der ihn schamlos ausbeutet.
Besonders tragisch ist das Schicksal von Loveday. Er versucht mit aller Macht, die Schrecken der vergangenen Schlachten aus seinem Gedächtnis zu streichen, um sich und seiner kleinen Familie den Traum von einem eigenen Gasthaus zu erfüllen. Er will diese friedliche Familienidylle um jeden Preis beschützen. Doch die Vergangenheit ist ein unerbittlicher Jäger. Schon bald muss Loveday ahnen, dass er ein letztes Mal in die Schlacht ziehen muss. Letztlich holt die alten Kameraden die bittere Erkenntnis ein: Das blutige Handwerk des Krieges ist womöglich das Einzige, was sie in dieser Welt wirklich beherrschen. Was sie in diesen dunklen Stunden aufrechterhält, ist ihre tiefe Verbundenheit. Immer wieder gedenken sie der gefallenen Gefährten, die an ihrer Seite kämpften und den Tod fanden.
Die Kunst, Geschichte lebendig zu machen Dan Jones ist nicht nur ein Autor; er ist ein renommierter Experte und Historiker. Bekannt durch seine viel gerühmten Dokumentationen, Podcasts und eine ganze Riege fundierter historischer Sachbücher, festigt er mit dieser Trilogie nun endgültig seine Position in der historischen Belletristik.
Fazit
Sein besonderes Talent zeigt sich in der mühelosen Verschmelzung von Fakten und Fiktion. Die fiktive kleine Söldnergruppe bewegt sich durch ein dichtes Netz historisch verbürgter Ereignisse. Jones beweist ein unglaubliches Fingerspitzengefühl dabei, reale historische Persönlichkeiten in seine Handlung einzubauen und sie atmen zu lassen. Es ist eine besondere erzählerische Freude, wenn überlieferte Zitate dieser Figuren ganz natürlich ihren Weg in das spannende Storytelling finden. Nüchterne, historische Fakten in eine derart packende, emotionale und zugleich informative Erzählung zu übersetzen, ist eine große Kunst – und Dan Jones beherrscht sie in diesem Finale meisterhaft.
Michael Sterzik
wanderer.of.words
5/5
21.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein würdiger Abschluss - oder kommt da noch was?
Mit „Löwenherzen“ legt der Historiker Dan Jones nun also den dritten Band seiner Reihe um die englische Söldnergruppe vor. Die Menschen leiden noch immer unter den verheerenden Folgen der Pest, während der Krieg gegen Frankreich andauert und nun auch noch kastilische Piratenüberfälle die Dörfer an der Küste bedrohen.
Im Vergleich zu den Vorgängern ist die Handlung diesmal ruhiger und nicht so düster, der Krieg auf dem Festland und große Schlachten treten deutlich in den Hintergrund. Stattdessen rücken die Figuren und ihre Entwicklungen nochmal stärker in den Fokus, ebenso wie die Frage, was der Krieg langfristig mit ihnen macht. Der Geschichte schadet das nicht im geringsten, Dan Jones schafft es weiterhin schonungslos die damalige Lebensrealität zu beschreiben und sein historisches Wissen in die Handlung einzuflechten, ohne dass es wie ein Geschichtsbuch klingt.
„Löwenherzen“ ist ein würdiger Abschluss der Reihe - falls es denn tatsächlich bei der angekündigten Trilogie und dem Ende mit Band 3 bleibt. Eine kleine Andeutung im Nachwort lässt aber hoffen, dass die Geschichte vielleicht doch noch nicht ganz zu Ende erzählt ist.
Fazit
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die wieder spannend, atmosphärisch und historisch fundiert erzählt ist. Dan Jones Bücher sind für mich die perfekte Mischung aus packender Erzählung und lebendigem Geschichtsroman.
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4/5
24.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartiger Abschluss der Triologie
Nach ihrer Teilnahme an den Feldzügen in Frankreich sind die Essex Dogs zurück in England und nun versucht jeder auf seine Weise, sich ein Leben im Frieden aufzubauen.
Sie kehrten heim in ein Land, in dem kurz zuvor die Pest gewütethatte. Dies beschreibt der Autor und Historiker Dan Jones sehr bildhaft und anschaulich.
Ich bin jedenfalls froh, nicht im Mittelalter zu leben, lese aber sehr gerne solch hervorragende Literatur über diese Zeit.
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