Es ist der Beginn eines einzigartigen Abenteuers: So wurde Topsy als eine von siebzig selenophilen Menschen auserwählt, um ein vergnügliches Jahr auf dem Mond zu verbringen. Gemeinsam mit ihrer Lieblingspuppe Cecilia teilt sie sich ein Zimmer im erlebnisreichen "Mondhotel der tausend Sterne", wo sie schon bald neue Bekanntschaften schließen wird. In monatlichen Aufzeichnungen berichtet die Mondreisende von unvergesslichen Momenten fernab des irdischen Treibens. "Erlebnisse einer Mondreisenden" ist eine ebenso humorvolle wie herzerwärmende Geschichte über Verbundenheit und Zusammenhalt in einer kleinen utopischen Gemeinschaft von Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
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Die schönste Reise zum Mond
Marie am 12.02.2026
Bewertungsnummer: 3044384
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Topsy-Sophia Schmitts <<Erlebnisse einer Mondreisenden>> waren auch ein besonderes Erlebnis für mich. Die Autorin zieht ihre Leser*innen in eine schöne und freundliche Welt, die uns offen stehen könnte, wenn die Menschheit vernünftiger und friedliebender wäre. Wir lernen Topsy kennen, ihre geliebte Puppe Cecilia, und bald auch Linea und Dimi. Sie alle sind total sympathische Charaktere, zu denen ich schnell einen Zugang gefunden habe. Wir erfahren immer mehr über diese Menschen, die in Topsys Leben auf dem Mond die wichtigste Rolle einnehmen. Das ist die größte Stärke des Romans, denn die Charakterschreibung ist top. Genauso gefiel mir der im Roman beschriebene Mond, weil er so ein schöner Rückzugsort war. Da musste das Wordbuilding nicht auf's Kleinste ausgearbeitet sein, denn dieses wäre schon noch ausbaufähig gewesen. Das hat mich aber nicht weiter gestört. Auf den fast 300 Seiten wird es nie langweilig, weil die Mondreisenden so viel Tolles erleben und dieser schöne verspielte Humor sowieso alles auflockert. Der ganze Roman ist sehr verspielt oder oft sogar kindlich, zeigt aber trotzdem immer sehr erwachsene Seiten. Die Autorin hat sich wirklich genau ausgemalt, wie eine utopische Gesellschaft aussehen könnte. Dabei stellt ihre Geschichte hauptsächlich marginalisierte Menschen in den Mittelpunkt. Linea, also die beste Freundin von Topsy, ist eine queere Person of Color - und ich konnte mich absolut mit ihr identifizieren, da ich selbst queer bin, und weil wir wahrscheinlich auch unsere Gemeinsamkeiten haben. Ich wäre selbst gerne unter den Mondreisenden gewesen. Es war wie ein schöner Traum. Topsy-Sophias Schreibstil ist fantastisch und die Dialoge stecken voller Gefühl, neigen aber nicht zum Kitschigen. In manche Kapitel bringt die Autorin sogar ihre Gedichte mit ein, die wirklich schön zu lesen sind. Außerdem führen die Mondreisenden ihre Theaterstücke auf, die echt brillant geschrieben sind. Der Kreativität der Autorin waren keine Grenzen gesetzt. Man weiß eigentlich nie, was einen als Leser*in als nächstes erwartet. Aber es macht Freude, egal was passiert. Bemängeln kann ich höchstens, dass die Autorin aus einigen Kapiteln noch mehr hätte herausholen können, und dass bestimmte Fragen zum Leben auf dem Mond nicht so ganz zufriedenstellend beantwortet werden, oder dass sich nicht immer alles komplett logisch anfühlt. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau und hat mich am Ende überhaupt nicht mehr gestört. Viele Kapitel sind immerhin besonders umfangreich und jedes davon ist mit einer Liebe geschrieben, die ich fühlen konnte. Ich kann euch nur dringend empfehlen, mit Topsy, Cecilia, Linea und Dimi zum Mond zu reisen. Das lohnt sich wirklich.
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