Produktbild: Ausradiert

Ausradiert Roman. Das Buch zum oscarprämierten Film American Fiction

7

13,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

77077

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

1733 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Erasure. A Novel

Übersetzt von

Jens Seeling

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287365

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

77077

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

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Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Erasure. A Novel

Übersetzt von

Jens Seeling

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287365

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  • Bewertung

    aus Speyer

    5/5

    17.03.2026

    eBook (ePUB)

    Opfer des eigenen Erfolgs

    Eine der glücklichsten Fügungen in meiner Lesebiographie ist der Umstand, irgendwann über Percival Everett bzw. sein Werk gestolpert zu sein. Während sein neues Werk „Ausradiert“ schon auf Lektüre wartete, stolperte ich über einen Film, den ich abgebrochen habe, als mir bewusst wurde, dass es sich um die Verfilmung eben dieses Titels handelte. Hat der Abbruch gelohnt? Thelonious Ellison ist Schriftsteller, und zwar ein ziemlich erfolgloser, was er auf zwei Umstände schiebt: seinen literarischen Anspruch (schließlich ist er auch Literaturprofessor) und seine Hautfarbe. Mit letzterer funktionieren wohl nur „typisch schwarze Bücher“ mit einfacher Sprache und klischeehafter „Nichthandlung“. Kurzerhand schreibt er genau so eines – unter Pseudonym und wird gefeiert. Doch damit beginnen die Probleme in Thelonious‘ Leben erst so richtig … Spontan kann einem bei der Geschichte der Sinnspruch „Überlege gut, was du dir wünschst – es könnte in Erfüllung gehen“ in den Sinn kommen. Damit träfe man Teile des Buches schon gut, würde ihm aber noch nicht gerecht, denn so einfach ist es bei Everett nicht (natürlich kam die Frage auf, ob der Roman autobiographische Züge trägt). Thelonious kommt auch in seiner Familie eine Sonderrolle zu, ist er doch das einzige Kind, das nicht in die väterlichen Fußstapfen trat. Als er feststellt, dass seine Mutter unter Demenz leidet und seine Geschwister (nennen wir es, ohne zu viel vorwegzunehmen) „ausfallen“, kümmert er sich. Nur eine Erschwernis auf seinem Weg zum literarischen Olymp – den er sich selbst ebnen könnte, schließlich sitzt er in der Jury, die über das Werk seines Pseudonyms entscheidet. Doch all das (an sich schon Geschichten Füllende) ist nur die oberflächliche Handlung, auf der Everett um den Literaturbetrieb, die Rolle der Schwarzen, kulturelle Aneignung und so vieles mehr (Demenz, Rolle in der Familie, Homosexualität) kreist. Dabei legt er den Finger in so viele Wunden gleichzeitig, dass man meinen sollte, dass die Lektüre schmerzt. Au contraire … Everett erzählt mit einer Leichtigkeit, dass man manchmal nicht einmal bemerkt, wie tief seine Kritik reicht, und die Szenen, in denen Thelonious sich vor der Öffentlichkeit zu verstecken versucht, damit sein „Doppelleben“ nicht auffliegt, sind streckenweise gar brüllend komisch. An anderen Stellen bleibt einem das Lachen im Halse stecken. So geht Satire … Wenngleich die Sprache (gerade im unter Pseudonym geschriebenen „My Pafology“) sehr derb wird, geht sich das hier aus, weil Everett wohl zeigen will, wie klischeehaft wir denken und uns den Spiegel vorhält (etwa auch, wie viel wir für Erfolg opfern würden). Kleine Längen gibt es (Fliegenfischen, Holzarbeiten, deren Sinn für die Handlung sich mir nicht so recht erschlossen hat, aber vielleicht waren das nur Momente, die Thelonius nicht abgehoben scheinen lassen sollen), nichtsdestotrotz werden die 4,5 Sterne aufgerundet und demnächst geschaut, wie gut der Film die Vorlage umsetzt.

  • Rina

    aus Mannheim

    3/5

    21.04.2026

    eBook (ePUB)

    Klug geschrieben, aber schwer zugänglich

    Ausradiert war für mich ein Buch, bei dem ich etwas zwiegespalten zurückbleibe. Einerseits merkt man deutlich, wie klug, literarisch und pointiert Percival Everett schreibt. Andererseits fiel mir der Zugang zu dem Roman nicht leicht. Der Schreibstil liest sich grundsätzlich flüssig, ist aber dennoch anspruchsvoll und stellenweise etwas sperrig. Inhaltlich steckt viel im Buch. Es geht um Monks ambivalentes Verhältnis zu seinem Leben als Schriftsteller, um die Dynamiken in seiner Familie, um seine Mutter, die zunehmend Hilfe braucht, um verdrängte Familiengeheimnisse und um seine eigene Identität. Gleichzeitig ist Ausradiert auch eine bissige Satire auf den Literaturbetrieb und darauf, welche Geschichten Aufmerksamkeit bekommen – und welche nicht. Viele Themen wirken auch heute noch aktuell, vielleicht sogar mehr denn je. Trotzdem blieb für mich einiges eher auf einer gedanklichen Ebene. Ich habe verstanden, was der Autor sagen wollte, emotional hat es mich aber nicht wirklich erreicht. Schwierig fand ich zudem die längere Passage aus Monks eigenem Roman, in der sehr häufig das N-Wort verwendet wird. Mir ist bewusst, dass das satirisch gemeint ist, trotzdem war dieser Teil für mich unangenehm zu lesen. Insgesamt ist Ausradiert für mich kein schlechtes Buch. Es ist klug, bissig und literarisch stark. Persönlich habe ich jedoch keinen richtigen Zugang dazu gefunden.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    09.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein kluger und schön ironischer Roman

    In “Ausradiert” spielt Percival Everett mit den noch immer bestehenden Vorurteilen gegenüber der afroamerikanischen Bevölkerung in den USA. Im Mittelpunkt steht der Autor Thelonious »Monk« Ellison, der den unterschwelligen alltäglichen Rassismus mit treffsicherer Ironie offenlegt. Sehr sarkastisch beschreibt er seine überwiegend weißen intellektuellen Kollegen und Kolleginnen, die zwar alle Vorurteile weit von sich weisen, aber die weit verbreiteten, völlig klischeehaften Darstellungen der People of Colour in Büchern und Filmen für total authentisch halten. Selbst als Intellektueller wird er auf seine Hautfarbe zurückgeworfen, obwohl er immer glaubte, dass dies in seinen Kreisen kaum noch eine Rolle spielt. Dazwischen streut Percival Everett immer wieder kleine Exkursionen über andere Themen ein, wie etwa über das Fliegenfischen oder die Kunst der Holzbearbeitung, sowie Zwiegespräche zwischen Philosophen und historischen Personen. So ist “Ausradiert” ein kluger und ironischer Roman und die darin eingeschlossene Geschichte “Fuck” eine herrliche Parodie über Klischees und Vorurteile, gegen die noch immer schwer anzukommen ist. Das englische Original „Erasure“ erschien übrigens schon 2001 – schön, dass es nun auch eine deutsche Übersetzung gibt.

  • Bewertung

    aus Buchen

    5/5

    17.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    We's Lives In Da Ghetto

    Der Roman eines Schriftstellers über einen Schriftsteller, und den Literaturbetrieb. Thelonious Monk Ellison gilt als elitärer, anspruchsvoller Autor. Viel Erfolg oder Leser hat er nicht. Er ist enttäuscht und verbittert und schreibt unter Pseudonym eine Parodie auf die Art von afroamerikanischer Literatur, die er verachtet. Und genau damit hat er zu seiner eigenen Überraschung unglaublich viel Erfolg, so dass er seine fiktive Schriftstellerpersönlichkeit Stagg R.Leigh immer wieder spielen muss. Eine andere Ebene zeigt Monks Privatleben. Sein Vater ist gestorben, seine Mutter hat Alzheimer und seine Schwester wurde ermordet. Das sind alles harte Dinge, mit denen er leben muss. Everettt schafft es beide Aspekte, die des Schriftstellers und die des Mannes deutlich zu zeigen und sie stehen im Einklang. Das Buch ist schon 2001 entstanden, aber selbstverständlich immer noch gültig und lesenswert. Das Buch ist sehr ironisch, oft witzig, auch ein wenig tragisch. Zum Teil gelingt Everett seine Satire. Die Methoden des Literaturbetriebs wird er damit nicht ändern.

  • Bewertung

    4/5

    06.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    starkes Buch, authentisches Thema

    Percival Everett lesen ist, wie eine Geschenkpackung zu öffnen: man weiß nie was einen erwartet. Dieses Buch hat mir wieder richtig gut gefallen, auch wenn ich die Erzählung, mit den verschiedenen Einschüben von Monks diversen Ideen nicht immer so ansprechend fand. Ist aber mal eine andere Art zu erzählen und es fiel mir leicht, mich darauf einzulassen, weil es in den Kontext der Geschichte des erfolglosen, aber ambitionierten Autors passt, der sich unbedingt abseits der Konventionen beweisen will. Ich war überrascht wie sogartig mich die Erzählung rund um Thelonious direkt von Anfang an gefangen nahm. Ich gebe zu zum Beispiel den Inhalt seines Vortrag übersprungen zu haben, weil ich damit inhaltlich nichts anfangen konnte. Da dieser Exkurs aber, wie seine Romanideen losgelöst von der Handlung steht, macht es nichts aus. Und auch seine sonstigen Romanideen lesen sich nicht unbedingt ansprechend, was natürlich wieder den Kern der Geschichte untermauert, dass er einfach nicht für die Massen und nicht kommerziell genug schreibt. Ich fand das übergreifende Thema rund die Arbeit als Autor, der Erwartungshaltung der Leserschaft und dessen, was als kommerziell erfolgreich gilt, interessant angelegt. Ein genialer Kniff war für mich die Geschichte in der Geschichte. Und die ist, wenn auch sehr klischeehaft angelegt, echt packend, auch wenn Mona selbst das nicht unbedingt eingestehen will. Es geht innerhalb der Story zwar viel um Thelonious Arbeit als Autor, trotzdem ist das Buch über weite Strecken auch einfach eine Familiengeschichte. Und Thelonious Familie hält einiges an Tragödien bereit, sodass der Leser eigentlich nie zur Ruhe kommt.. Zwischendurch bekommt man das Gefühlt die einzige Person bei Verstand ist die Haushälterin, die scheinbar noch gerade rechtzeitig den Absprung schafft. Everett lesen ist für mich immer so ein kleines Erlebnis für sich. Die Geschichte hatte wieder einiges an Skurrilität, aber hat irgendwie auch einen Nerv getroffen. Fands gut, werde mir jetzt auch die Verfilmung ansehen.

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