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Die zwei Leben der Helen Fox

4

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.08.2026

Verlag

Rowohlt Kindler

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/4,2 cm

Gewicht

510 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Library of Leaving

Übersetzt von

Sabine Längsfeld

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-463-00091-6

Beschreibung

Rezension

Eine vertrackte Geschichte, die mit den Zeitebenen spielt und dies literarisch genüsslich auskostet. Dabei verliert die Autorin nie den Faden, es entsteht ein spannendes Gewebe von Vergangenheit und Gegenwart, das viel Lesegenuss bereitet.

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.08.2026

Verlag

Rowohlt Kindler

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/4,2 cm

Gewicht

510 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Library of Leaving

Übersetzt von

Sabine Längsfeld

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-463-00091-6

Herstelleradresse

Kindler Verlag
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Jürg K.

    4/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnde Geschichte

    In Genf leitet die Amerikanerin Helen Fox eine kleine Bibliothek, die sich um die Nachlässe verstorbener Amerikaner kümmert. Ihr berufliches Leben ist geordnet, wild sind ihre Nächte, in denen sie durch Bars und Cafés der Stadt zieht. Eine grosse Liebe, ein Exil in den Schweizer Alpen und ein Manuskript, das alles verändert berührt mich, weil es zeigt, wie Vergangenheit und Gegenwart sich gegenseitig belichten. Helen Fox, die tagsüber akribisch Nachlässe ordnet und nachts durch Genfs Bars streift, wirkt für mich wie eine Frau, die zwischen zwei Leben steht. Dem kontrollierten, archivierten und dem ungezügelten, dass sie nicht loslässt. Als sie das Manuskript von August Hegland erhält, spürt man sofort, wie tief diese alte Liebe in ihr nachhallt. Dass der Roman offensichtlich von ihr handelt, macht die Geschichte für mich besonders spannend, denn Literatur wird hier zum Spiegel, der Helen zwingt, sich selbst zu sehen. Die Rückblenden ins Jahr 1916 gehören für mich zu den stärksten Momenten. Das ehemalige Luxushotel, nun Lazarett, ist ein Ort voller Widersprüche: Schönheit und Schmerz, Hoffnung und Verlust. Helen und August begegnen sich dort als zwei Menschen, die sich hinter Rollen verbergen, und gerade diese Unsicherheit macht ihre Liebe so intensiv. Sie träumen von einer Zukunft, die vielleicht nie möglich war. Mit Augusts Rückkehr nach Genf verdichtet sich für mich die zentrale Frage des Romans. Kann eine Liebe überleben, wenn sie auf Geheimnissen gebaut ist? Helen muss sich entscheiden, ob sie sich der Wahrheit stellt, oder ob sie weiterflieht. Genau diese Mischung aus emotionaler Tiefe, historischer Atmosphäre und der Macht eines Manuskripts macht die Geschichte so fesselnd.

  • hasirasi2

    aus Dresden

    3/5

    18.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spielball

    „Wie sinnlos es war, in den letzten zehn Jahren so zu tun, als müsste ich den Preis für das, was ich getan habe, tatsächlich nicht zahlen.“ (S. 19) Genf, 1926: Helen Fox führt seit Jahren ein zurückgezogenes Leben als Bibliothekarin. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die Bücher verstorbener Amerikaner zu katalogisieren und aufzubewahren, wenn diese keine Erben haben. Ihre Nächte verbringt sie dagegen mit ihrem Geliebten Leo, Leopold Baron von Lamberg, in Theatern und Clubs. Eines Tages liegt das Manuskript eines Romans des Bestsellerautors August Hegland in ihrer Post. Was niemand weiß: August war während des 1. Weltkriegs Helens Geliebter und kennt Geheimnisse, die ihre gesamte Existenz zerstören könnten. Ist sein neues Buch eine Abrechnung mit ihr? Helen und August lernten sich 1916 in einem Lazarett / Internierungslager in der Schweiz kennen und lieben. Das Lazarett war in einem von Leo betriebenen Hotel eingerichtet worden. Helen arbeitete dort als Bibliothekarin und Krankenschwester, während August nach einer Granatenverletzung behandelt wurde. Gemeinsam träumten sie von einer Zukunft in einer besseren und friedlicheren Welt. Doch beide hatten Geheimnisse voreinander, die ihre gemeinsame Zukunft schließlich verhinderten. Die Grundidee der Geschichte hat mir eigentlich gut gefallen. Sie erinnert an Der Zauberberg: ein abgeschiedener Ort in den Alpen, an dem Politik, Philosophie und Liebe, Leben und Tod aufeinandertreffen und der Krieg allgegenwärtig ist. Gleichzeitig fühlte ich mich an Emily Dunlays vorheriges Buch Teddy erinnert, in dem ebenfalls eine Frau unterschätzt wird und ihr eigenes Spiel spielt. Leider habe ich mich mit Die zwei Leben der Helen Fox trotzdem sehr schwergetan und mehrfach darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen. Die Handlung ist sehr weitschweifig, und die teilweise extrem kurzen Kapitel sowie die ständigen Wechsel von Ort und Szene haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Zusätzlich werden Auszüge aus Augusts Roman und Tagebucheinträge eines zunächst unbedeutenden Nebencharakters eingeschoben, der gegen Ende plötzlich eine immer größere Rolle spielt. Die Geschichte spielt parallel 1916 und 1926, wobei sich die Handlung unter anderem in einem Schlosshotel, das 1916 als Lazarett diente, und auf Leos Anwesen abspielt. Da es neben Helen, August und Leo nur wenige weitere Figuren gibt, wirkt das Ganze fast wie ein Kammerspiel – allerdings eines, bei dem man ständig überlegen muss, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Hinzu kommt eine Spionagegeschichte, in der scheinbar jeder jeden beobachtet und für oder gegen irgendjemanden arbeitet. Gerade als ich dachte, endlich verstanden zu haben, worum es eigentlich geht, stellen die letzten beiden Kapitel noch einmal alles auf den Kopf. Helen kam mir wie ein Spielball vor. Obwohl sie selbst überzeugt ist, die Fäden in der Hand zu halten und die Männer um sie herum für ihre Zwecke einsetzen zu können, war sie längst der Spielball der verschiedenen Interessen und Intrigen. Jeder scheint seine eigenen Pläne zu verfolgen, Geheimnisse zu hüten und Helen zu manipulieren. Und so bleibt lange die Frage offen, wer hier eigentlich wen kontrolliert – und wer am Ende wirklich die Fäden in der Hand hält. Leider hat mich dieses Spiel eher verwirrt als gefesselt. Die interessante Grundidee und die atmosphärische Ausgangslage konnten für mich die verschachtelte Erzählweise und die vielen Perspektiv- und Zeitsprünge nicht ausgleichen.

  • hasirasi2

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    18.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spielball

    „Wie sinnlos es war, in den letzten zehn Jahren so zu tun, als müsste ich den Preis für das, was ich getan habe, tatsächlich nicht zahlen.“ (S. 19) Genf, 1926: Helen Fox führt seit Jahren ein zurückgezogenes Leben als Bibliothekarin. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die Bücher verstorbener Amerikaner zu katalogisieren und aufzubewahren, wenn diese keine Erben haben. Ihre Nächte verbringt sie dagegen mit ihrem Geliebten Leo, Leopold Baron von Lamberg, in Theatern und Clubs. Eines Tages liegt das Manuskript eines Romans des Bestsellerautors August Hegland in ihrer Post. Was niemand weiß: August war während des 1. Weltkriegs Helens Geliebter und kennt Geheimnisse, die ihre gesamte Existenz zerstören könnten. Ist sein neues Buch eine Abrechnung mit ihr?   Helen und August lernten sich 1916 in einem Lazarett / Internierungslager in der Schweiz kennen und lieben. Das Lazarett war in einem von Leo betriebenen Hotel eingerichtet worden. Helen arbeitete dort als Bibliothekarin und Krankenschwester, während August nach einer Granatenverletzung behandelt wurde. Gemeinsam träumten sie von einer Zukunft in einer besseren und friedlicheren Welt. Doch beide hatten Geheimnisse voreinander, die ihre gemeinsame Zukunft schließlich verhinderten.   Die Grundidee der Geschichte hat mir eigentlich gut gefallen. Sie erinnert an Der Zauberberg: ein abgeschiedener Ort in den Alpen, an dem Politik, Philosophie und Liebe, Leben und Tod aufeinandertreffen und der Krieg allgegenwärtig ist. Gleichzeitig fühlte ich mich an Emily Dunlays vorheriges Buch Teddy erinnert, in dem ebenfalls eine Frau unterschätzt wird und ihr eigenes Spiel spielt.   Leider habe ich mich mit Die zwei Leben der Helen Fox trotzdem sehr schwergetan und mehrfach darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen. Die Handlung ist sehr weitschweifig, und die teilweise extrem kurzen Kapitel sowie die ständigen Wechsel von Ort und Szene haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Zusätzlich werden Auszüge aus Augusts Roman und Tagebucheinträge eines zunächst unbedeutenden Nebencharakters eingeschoben, der gegen Ende plötzlich eine immer größere Rolle spielt. Die Geschichte spielt parallel 1916 und 1926, wobei sich die Handlung unter anderem in einem Schlosshotel, das 1916 als Lazarett diente, und auf Leos Anwesen abspielt. Da es neben Helen, August und Leo nur wenige weitere Figuren gibt, wirkt das Ganze fast wie ein Kammerspiel – allerdings eines, bei dem man ständig überlegen muss, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Hinzu kommt eine Spionagegeschichte, in der scheinbar jeder jeden beobachtet und für oder gegen irgendjemanden arbeitet. Gerade als ich dachte, endlich verstanden zu haben, worum es eigentlich geht, stellen die letzten beiden Kapitel noch einmal alles auf den Kopf.   Helen kam mir wie ein Spielball vor. Obwohl sie selbst überzeugt ist, die Fäden in der Hand zu halten und die Männer um sie herum für ihre Zwecke einsetzen zu können, war sie längst der Spielball der verschiedenen Interessen und Intrigen. Jeder scheint seine eigenen Pläne zu verfolgen, Geheimnisse zu hüten und Helen zu manipulieren. Und so bleibt lange die Frage offen, wer hier eigentlich wen kontrolliert – und wer am Ende wirklich die Fäden in der Hand hält.   Leider hat mich dieses Spiel eher verwirrt als gefesselt. Die interessante Grundidee und die atmosphärische Ausgangslage konnten für mich die verschachtelte Erzählweise und die vielen Perspektiv- und Zeitsprünge nicht ausgleichen.

  • Philiene

    aus Süsel

    4/5

    25.08.2026

    eBook (ePUB)

    Helen Fox

    Ehrlich gesagt habe ich etwas gebraucht um in dieses Buch hineinzukommen. Der Romann wechselt zwischen 1916 und 1926 hin und her, zwischen Romanerzähling, Tagebucheinträgen und der tatsächlichen Handlung. Nach kurzer Zeit habe ich nicht an diese Handlungssprünge gewöhnt und bin komplett in die Geschichte eingetaucht. Es entwickelt sich eine spannende Geschichte rund um die drei Hauptpersonen Leo, Arthur und Hellen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, welche Geheimnisse gelüftet werden und warum Hellen solche Angst vor Arthurs Roman hat. Ich fand den Teil im Jahr 1916 etwas besser als die anderen Teile, was auch an den Einblicken in die Zeit des ersten Weltkrieges lag. Bei diesem Roman lohnt es sich einfach am Ball zu bleiben und sich auf die Geschichte einzulassen. Im Laufe des Lesens verschmilzt alles zu einer Geschichte, rund um die durchaus interessante Person Hellen Fox..

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