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Eine schreckliche Epidemie bedroht im brütend heißen Sommer von 1944 die Einwohner von Newark: Polio. Der Sportlehrer Bucky Cantor kümmert sich hingebungsvoll um seine Schüler. Nach Ausbruch der Krankheit versucht er, in einer von Angst, Panik und Leid gezeichneten Situation die Ruhe zu bewahren, doch vergeblich. "Nemesis" ist die Geschichte eines jungen Mannes in Amerika mit besten Absichten, der einen aussichtslosen Kampf führt. In seinem neuen Meisterwerk zeichnet Roth mit bestechender Präzision und großer Einfühlungsgabe jeden Schritt von Cantors Weg in die persönliche Katastrophe.
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Erste Erfahrung mit Philip Roth
Beowulf am 05.09.2021
Bewertungsnummer: 1562115
Bewertet: eBook (ePUB)
Ja, dieses Buch war meine erste Begegnung mit Philip Roth. Meine erste Begegnung und sein letztes Werk. Er erzählt von einem (fiktiven) Ausbruch der Kinderlähmung in New Jersey 1944, damals noch eine Seuche, gegen die es keine Impfung gab. Mich hat das Buch gereizt, weil mein Vater in der von Roth beschriebenen Zeit Kriegsgefangener in den USA war und dort an Kinderlähmung erkrankt ist.
Philip Roth nicht kennend befürchtete ich bei der Lektüre hin und wieder, er würde für seinen Plot einen "easy way out" wählen. Er hat es nicht getan. Das Buch ist eine erstzunehmende und ehrliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie der Einzelne mit einem Schicksalsschlag wie so einer unheilbaren Krankheit umgehen kann und muss.
Nemesis von Jilliane Hoffman – C. J. Townsend #4
Laberladen Blog aus Bayern am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 1207240
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Darum geht's:
Die Staatsanwältin C. J. Townsend hat eigene Dossiers über einen geheimen Club, der Folter-Morde an jungen Frauen in Auftrag gab, um sich per Live-Video daran ergötzen zu können. Der Fund einer Frauenleiche lässt C. J. vermuten, dass dieser Club wieder aktiv geworden ist. Ihre Dossiers kann sie aber nicht der Polizei übergeben oder für offizielle Ermittlungen verwenden, denn niemand darf erfahren, wie sie an diese Informationen gekommen ist. Aber diesen Mörder-Club will sie auch auf gar keinen Fall davonkommen lassen.
So fand ich's:
C. J. hat in ihrem Leben schon viel durchgemacht. Doch sie ist daran gewachsen und führt inzwischen eine stabile und glückliche Ehe mit Dominick, der seit einer Weile als Privatdetektiv arbeitet. Ihre Vergangenheit kann sie aber nicht ablegen und als eine Frauenleiche mit einem Brandzeichen, das ihr nur allzu bekannt ist, gefunden wird, muss sich befürchten, dass der Snuffvideo-Club wieder aktiv geworden ist.
Das bringt C. J. in ein großes Dilemma, denn sie will diese prominenten und wohlhabenden Menschen mit ihrem düsteren Geheimnis auf keinen Fall davonkommen lassen, doch sie kann das, was sie weiß, auch nicht offenbaren - schließlich hat sie das alles auf illegale Art und Weise erfahren. Es gibt nur die eine Möglichkeit: Sie muss die Ermittlungen und das Gesetz in die eigenen Hände nehmen, um für Gerechtigkeit zu sorgen, während sie ganz offiziell im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ermittelt.
Gleichzeitig bietet sich für sie und Dominic die Möglichkeit, doch noch Eltern zu werden. Diesen Lebenstraum hatten sie schon lange aufgegeben. Der Wunsch nach einem Kind, die Vergangenheit, die sie nicht in Ruhe lässt und die Beschäftigung mit dem Club der Folter-Mörder bringt C. J. an ihre Grenzen.
Dieser vierte Band der Reihe führt alle drei Vorgängerbände zusammen und bildet einen runden und sehr gelungenen Abschluss für diese Reihe. Man könnte diesen vierten Band auch für sich alleine lesen, da die Ereignisse aus den Vorgängerbänden zusammengefasst und erklärt werden. Empfehlen würde ich das allerdings nicht, denn es lohnt sich absolut, alle Bände dieser Reihe zu lesen.
Ein gewichtiges moralisches Dilemma, die Zerrissenheit zwischen einem glühenden Rachedurst und dem Glauben an Gesetze und das Rechtssystem machen C. J. schwer zu schaffen. Man kann diese Zwickmühle deutlich rational und auch emotional nachvollziehen und auch, wieso C. J. sich so verhält, wie sie es tut. Man merkt, dass Jilliane Hoffman selbst für die Staatsanwaltschaft gearbeitet hat, denn sie erzählt aus diesem Blickwinkel absolut realistisch und nachvollziehbar. Und auch das Dilemma, dass Recht nicht unbedingt auch Gerechtigkeit bedeutet, wird hier sehr deutlich. Außerdem war die Erzählung von Anfang an so spannend, dass ich in die Story mitgerissen wurde und das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen habe.
Dieser vierte und offensichtlich letzte Band der C. J. Townsend-Reihe hat einen wunderbar runden Abschluss hergestellt, hat mich spannend, informativ und tiefgründig unterhalten und ich kann die Reihe insgesamt mit diesem gelungenen Ende auch absolut empfehlen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Angst geht um in einer amerikanischen Kleinstadt Anfang der 40er-Jahre: Kinder sterben an einer Polio-Epidemie; nur die Wohlhabenden können ihre Zöglinge in ein vermeintlich sicheres Sommerparadies schicken. Dorthin folgt auch der junge Lehrer Cantor seiner Liebe und lädt ungewollt grauenhafte Schuld auf sich. Endlich wieder ein Philip Roth, der nicht von alten Männern handelt, sondern grandios und glänzend erzählt große Fragen des Lebens behandelt.
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