Archäologe Tassilo von Marquardt wollte eigentlich nur eine keltische Silberschale begutachten und findet sich stattdessen in der fränkischen Provinz wieder, wo die Einwohner mehr Geheimnisse hüten als ein gewisses gallisches Dorf aus seinem Lieblingscomic.
Zwischen schweigsamen Honoratioren, einer dubiosen Kulturstiftung und uralten Mythen stolpert er nicht nur über ein verborgenes Grab, römische Wachstafeln und Totenschädel, sondern auch über Noah Dorner: rothaarig, grünäugig und definitiv kein Beifang, sondern bald sein wichtigster Verbündeter.
Sie kommen sich näher als gedacht, geraten in einen Strudel aus Intrigen, Ritualen und archäologischen Rätseln, der sie geradewegs ins Herz eines uralten, tödlichen Kults führt. Während Tassilo in seinen Träumen von einer mystischen Keltenfibel verfolgt wird, verschwindet Noah spurlos. Nun weiß Tassilo: Die Zeit läuft. Denn manchmal sind die größten Schätze nicht in der Erde verborgen, sondern im Menschen neben einem.
Mystery Crime & MM Romance
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Sehr spannende und fesselnde Mystery Crime Romance
Katieliest aus Ulm am 05.04.2026
Bewertungsnummer: 3100376
Bewertet: eBook (ePUB)
Und ein weiteres Mal hat mich Orlando mit einer Geschichte aus seiner „Feder“ völlig überrascht und gefesselt. Mein erster Gedanke, als ich das Buch beendet hatte, war: WOW!!!! Was für eine Geschichte!!!
Ein Archäologe, ein Grafikdesigner, keltische Funde und Bräuche, eine Stadt, die Geheimnisse zu haben scheint, Mystery Crime und MM-Romance.
Eine Mischung, die mich sehr neugierig gemacht hatte und letztlich keine Sekunde enttäuscht hat. Diese Mischung aus Krimi, mystischen Elementen, wissenschaftlichen bzw. archäologischen Fakten, und einer Slowburn Lovestory ist faszinierend, spannend, informativ und unglaublich fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.
Mit Tassilo ist Orlando ein überaus interessanter Protagonist gelungen. Er erscheint sehr authentisch, intelligent und mit Herzblut und Feuereifer bei der Arbeit. Archäologie im Allgemeinen und die Geschichte der Kelten im Besonderen, bestimmt sein Leben, er lebt die Archäologie regelrecht. Ein Leben, in dem seit dem fiesen Verrat seines Ex-Partners, kein Mann mehr einen Platz gefunden hat.
Bis, ja bis er in Dunadorn Noah über den Weg läuft. Deutlich jünger als er, Sohn des Gasthauses, in dem er abgestiegen ist, mit einer Ausstrahlung beschenkt, die Tassilo und seinem Herzen gefährlich werden könnte. Denn dessen tollpatschige, humorvolle und interessierte Art, erweckt schon lang verdrängte Gefühle und Empfindungen in ihm.
Auch Noah erscheint sofort authentisch, sehr sympathisch und interessant, mit einer Melancholie, die ihn seit einem schweren Schicksalsschlag begleitet und nicht loslässt. Erst Tassilo gibt ihm die Kraft nach und nach loszulassen.
Orlando schafft es hervorragend Tassilo geschichtliche und wissenschaftliche Fakten berichten zu lassen, die zu jederzeit informativ und „lehrreich“ sind. Er bringt dadurch den Lesenden die keltische Geschichte näher. Perfekt eingebettet in die Story und das Geschehen.
Nie zu viel oder zu langatmig. Genau richtig um die Spannung und Neugierde aufrecht zu erhalten.
Spannend ist dieses Buch übrigens vom ersten bis zum letzten Moment. Es fesselt und lässt nicht los.
Sehr interessant fand ich einen Aspekt der keltischen Zeit, den Orlando in dieser Geschichte aufgegriffen und eingebaut hat. Frauen und deren Stand in der keltischen Epoche. Ein Teil der Keltenepoche, der sicherlich nicht weitläufig bekannt ist. Dadurch ließ Orlando ein weiteres Mal erkennen, dass er sich an den Themen, die er in seinen Romanen anspricht, festbeißt und bis in die Tiefen erkundet.
Mehr werde ich nicht mehr schreiben, denn ich möchte euch auf keinen Fall die Möglichkeit nehmen, euch ebenso überraschen zu lassen und die Geschichte mitzuerleben, wie ich es getan habe.
Nur eines noch: Lasst euch auf diese Geschichte ein, genießt sie, erlebt sie und fiebert mit. Denn sie ist es unbedingt wert, gelesen zu werden. Ich bin mir sicher, dass sie euch ebenso faszinieren und fesseln wird, wie mich.
Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung und all die , die ich vergeben kann.
Wenn Mythos, Herz & Gefahr im selben Atemzug leben
CleoBe aus Berlin am 09.03.2026
Bewertungsnummer: 3070838
Bewertet: eBook (ePUB)
Zwischen Erde, Staub und alten Zeichen
liegen Geschichten, die niemand mehr kennt.
Doch manchmal findet man beim Suchen nach der Vergangenheit
den Menschen, der plötzlich alles bedeutet.
Manche Schätze liegen nicht in der Erde verborgen. Man findet sie im Menschen, der neben einem steht.
Wenn Vergangenheit plötzlich lebendig wird – Manchmal beginnt eine Geschichte ganz unscheinbar. Mit einem Auftrag, einer Reise und einem Gegenstand aus einer längst vergangenen Zeit. Doch während man noch denkt, alles würde seinen gewohnten Gang gehen, merkt man plötzlich, dass unter der Oberfläche etwas anderes lauert, etwas, das älter ist als jede Erinnerung und gefährlicher als jede Vermutung. Genau dieses Gefühl trägt Orlando Steins Roman „Die Verlorenen von Dúnadorn“ – erschienen beim Dead Soft Verlag – von der ersten Seite an. Was zunächst wie ein archäologischer Routineauftragwirkt, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte voller Geheimnisse, Mythen und dunkler Spuren aus der Vergangenheit. Dabei verbindet der Autor Mystery, Crime und eine leise, sehr emotionale Liebesgeschichte zu einem Abenteuer, das einen immer tiefer hineinzieht. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann komm mit auf eine Lesereise. Auf geht’s…
Die Atmosphäre von Dúnadorn – Ein stiller Ort, der mehr sieht, als er zeigt. Dúnadorn ist einer dieser Schauplätze, die einen sofort in ihren Bann ziehen, ohne laut zu sein. Es ist ein Dorf, das wirkt, als säße es zwischen zwei Atemzügen: zu ruhig, um harmlos zu sein, zu alt, um noch unbeschrieben zu wirken.Orlando Stein schafft es, diese Atmosphäre mit leiser Intensität zu zeichnen: Nebel, der sich an Häuser schmiegt, Wege, die zu schweigen scheinen, und eine Dorfgemeinschaft, die ihre Geheimnisse mit einer Beharrlichkeit bewacht, die man fast körperlich spürt.
Man bewegt sich durch diese Welt, als trüge man selbst die Verantwortung, nichts zu stören, und merkt doch schnell, dass unter jedem Schritt etwas vibriert. Die Landschaft wirkt, als würden hier noch die Spuren vieler Jahrhunderte übereinanderliegen. Jede davon erzählt eine Geschichte, die sich nicht einfach vergessen lässt. Es ist ein Ort, der nicht nur die Handlung trägt, sondern die Figuren dazu zwingt, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die längst hätten ruhen sollen.
Ein Wissenschaftler, der plötzlich mehr zu verlieren hat, als er erwartet hat – Der Archäologe Tassilo von Marquardt ist ein Mann, der mit der Vorsicht eines Forschers denkt, aber mit der Sensibilität eines Menschen fühlt, der immer ein wenig zu tief in sich hineinhorcht. Er begegnet der Welt mit Respekt vor dem, was gewesen ist, und mit einer Neugier, die ihn antreibt, auch dort hinzusehen, wo andere längst wegschauen würden. Doch in Dúnadorn beginnt er, an Grenzen zu stoßen, die ihm nicht bewusst waren: Grenzen der Vernunft, der Loyalität und nicht zuletzt des eigenen Herzens.
Die Träume von der mystischen Keltenfibel, die ihn verfolgen, wirken wie Spiegel seines inneren Zustands. Sie zeigen seine Unsicherheiten, seine Sehnsucht nach Bedeutung, sein Ringen mit der Frage, ob alte Mythen wirklich schweigen, wenn man sie ignoriert. Und während die Rätsel größer werden, bemerkt man, wie sehr Tassilo zugleich versucht, die Balance zu halten zwischen dem, was er weiß, und dem, was er plötzlich zu fühlen beginnt.
Ein Mensch, der Licht in die Schatten trägt, ohne zu ahnen, wie viel er verändert – Und dann ist da Noah Dorner. Rothaarig, mit grünen Augen und einer Präsenz, die Tassilo sofort auffällt. Noah tritt in die Geschichte wie jemand, der unbemerkt ein Fenster öffnet. Seine Art ist warm, vorsichtig, fast nach innen gewandt, und dennoch spürt man in jedem seiner Momente eine Kraft, die unerschütterlich wirkt. Er ist nicht laut, nicht überzeichnet, sondern ein Mensch, der durch Präsenz gewinnt, nicht durch Worte.
Zwischen ihm und Tassilo entsteht eine Nähe, die sich nicht aufdrängt. Sie wächst behutsam, als wüssten beide, dass sie nur Bestand haben kann, wenn sie sich Zeit lässt. Was anfangs wie ein Zufall wirkt, verwandelt sich langsam in eine Verbindung, die für beide immer wichtiger wird. Und als Noah verschwindet, nimmt die Geschichte eine Tonlage an, die deutlich macht, wie viel Herz inzwischen in diesem Mysterium steckt. Seine Abwesenheit ist spürbarer als manch laute Szene: ein Echo, das den weiteren Verlauf des Romans wie ein unsichtbarer Strom durchzieht.
Die Schatten des Kults: Wenn die Vergangenheit zu laut wird, um ignoriert zu werden – Die Verwicklungen um den uralten Kult entfalten sich langsam und unheilvoll, wie eine Hand, die sich erst sanft auf die Schulter legt, bevor sie zudrückt. Die römischen Wachstafeln, die Totenschädel, die versteckten Grabstätten – all das fügt sich nicht als reine Sensationsmomente zusammen, sondern bildet ein Geflecht aus Hinweisen, das spürbar in die Tiefe reicht.
Orlando Stein verwebt Mythos und Realität so fein miteinander, dass man nie genau weiß, ob man sich in historischen Tatsachen oder in alten Erzählungen bewegt, die zu lange geglaubt wurden, um nur Geschichten zu sein. Mit jeder weiteren Entdeckung wächst die Erkenntnis, dass die Vergangenheit nicht ruht, weil sie nie zu Ende erzählt wurde.Und genau dadurch entsteht eine Spannung, die nicht hektisch, sondern intensiv wirkt: ein langsames, stetiges Ziehen, dem man sich kaum entziehen kann.
Wärme, Tiefgang und ein feines Gespür für die Schatten zwischen den Worten – Der Schreibstil von Orlando Stein ist sehr atmosphärisch und lebendig. Er versteht es, historische Details, archäologische Funde und mystische Elemente so in die Handlung einzubauen, dass sie nie trocken oder belehrend wirken. Stattdessen entsteht eine Geschichte, die sich fast greifbar anfühlt. Als würde man gemeinsam mit Tassilo Schritt für Schritt diese rätselhafte Welt entdecken.
Besonders gelungen ist dabei die Balance zwischen Spannung und Emotion. Die Handlung bleibt dynamisch und geheimnisvoll, gleichzeitig nimmt sich der Autor immer wieder Zeit für die Figuren und ihre Entwicklung. Dadurch entsteht eine Geschichte, die nicht nur durch ihre Rätsel fesselt, sondern auch durch die Menschen, die darin ihren Platz suchen.
FAZIT: Ein Roman, der Vergangenheit freilegt und Herzen verbindet – Dieser Roman bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung. Mit „Die Verlorenen von Dúnadorn“ hat Orlando Stein einen Roman geschaffen, der Mystery, Crime und MM Romance auf eine sehr stimmige Weise miteinander verbindet. Die Geschichte lebt von ihrer dichten Atmosphäre, den archäologischen Rätseln und den vielen kleinen Details, die sich nach und nach zu einem großen Geheimnis zusammensetzen. Besonders die Figuren tragen diesen Roman. Tassilo und Noah wirken lebendig, glaubwürdig und entwickeln eine Dynamik, die der Geschichte eine emotionale Tiefe gibt, die weit über einen klassischen Spannungsroman hinausgeht.
Orlando Stein gelingt es dabei, historische Mythen, archäologische Spuren und eine spannende Handlung so miteinander zu verweben, dass die Geschichte jederzeit realistisch und faszinierend wirkt. Man merkt sehr deutlich, wie viel Liebe zum Detail und wie viel Recherche in diesem Roman steckt. „Die Verlorenen von Dúnadorn“ ist deshalb nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern auch eine Geschichte über Vertrauen, Mut und darüber, dass manche Begegnungen im Leben alles verändern können. Dieser Roman ist ein warmes Flackern in einem dunklen Raum. Ein Werk, das zeigt, dass wir manchmal nur deshalb in die Vergangenheit hinabsteigen, weil wir hoffen, jemanden zu finden, der uns in der Gegenwart die Hand reicht. Mir bleibt jetzt nur noch dir eine schöne Lesereise zu wünschen, denn wir haben hier eine Geschichte, die in Schatten beginnt, aber im Herzen endet. Und genau dort bleibt sie: warm, nachklingend, sanft.
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