Ein Spiel versetzt die beiden Freunde Jonathan und Henri nach Asterion, eine fremde Welt, die von Machtkämpfen, Magie, religiösem Wahn und Gewalt erschüttert wird. Auf der verzweifelten Suche nach einem Weg zurück in ihre eigene Realität geraten sie in die Fänge übernatürlicher Wesen, werden von mysteriösen Söldnern gejagt und von Nomaden verschleppt. Hinter alldem jedoch verbergen sich die Machenschaften eines grausamen Kultes, der versucht, ein uraltes Dämonengeschlecht aus der Verbannung zu befreien.
Immer wieder wird die Freundschaft von Jonathan und Henri auf die Probe gestellt, nicht zuletzt von einer großen, unerwarteten Liebe, die zwischen die beiden tritt. Sie werden bis an die Grenzen ihrer selbst gezwungen - und darüber hinaus.
Zur selben Zeit macht sich die geheimnisvolle Qyü auf den Weg in die Welt der Menschen.
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Ein gelungener Auftakt in die Welt von Asterion
Bewertung am 18.03.2026
Bewertungsnummer: 3080825
Bewertet: eBook (ePUB)
Ich habe den ersten Band des Asterion-Zyklus gelesen und fand ihn insgesamt ziemlich gelungen.
Vor allem der Anfang hat mich direkt abgeholt – sehr atmosphärisch geschrieben, mit starken Bildern, sodass man schnell in die Welt eintaucht. Die Idee mit dem „Spiel“ und dem Übergang in eine andere Realität ist pfiffig umgesetzt. Mir ging es beim Lesen ähnlich wie den Figuren: Man steckt plötzlich mitten in der Geschichte, ohne groß darüber nachzudenken, dass es eigentlich „nur“ ein Spiel ist.
Im weiteren Verlauf wird es auch deutlich rauer, es gibt echte Konsequenzen für die Figuren und einige härtere Szenen. Das wirkt nicht übertrieben, zeigt aber klar, dass das Buch eher für ein erwachsenes Publikum gedacht ist.
Neben der Hauptgeschichte gibt es auch eine Parallelhandlung, die nach und nach mehr Gewicht bekommt und der Welt zusätzliche Tiefe verleiht.
Die Welt ist recht umfangreich, mit vielen Namen und Hintergründen. Man muss sich ein bisschen reinfinden, aber das erwarte ich auch von so einem größeren Projekt. Der Anhang hilft dabei auf jeden Fall.
Was mir außerdem aufgefallen ist: Mit der Zeit wird der Stil immer flüssiger und die Geschichte gewinnt an Tempo. Gerade deshalb bin ich gespannt, wie sich das Ganze in den nächsten Bänden weiterentwickelt.
Für mich ein gelungener Auftakt – der Welten-Teppich ist ausgerollt und hat noch viel Potenzial.
Setzt neue Maßstäbe für Fantasy
Bewertung am 15.03.2026
Bewertungsnummer: 3077923
Bewertet: eBook (ePUB)
Der anfängliche Plot von "Der weiße und der rote Mond" von Thomas Piesbergen scheint zunächst recht gewöhnlich zu sein: Zwei Freunde werden durch ein Spiel in eine Fantasy-Welt versetzt. Aber damit endet auch schon die Ähnlichkeit mit Jumanji & Co. Was dann folgt ist, wie der Klappentext behauptet, tatsächlich atemberaubend.
Die Handlung ist niemals absehbar, sondern immer überraschend, mitreissend und komplex, man sucht vergeblich nach den üblichen Story-Plots, Klischees und Tropes, statt dessen erlebt man, fast wie am eigenen Leib, wie die beiden Hauptfiguren von einer knallharten Realität durchgerüttelt werden.
Die beiden glauben, sie könnten der fremden Welt entkommen, indem sie einer Spiel-Logik folgen und eine Aufgabe lösen. Dabei geraten sie in Konflikt mit einem Kult, der versucht ein Geschlecht böser, magisch verbannter Dämonen zu befreien. Nun geraten die beiden immer tiefer in den Sog der erschreckenden Ereignisse und zweifeln schließlich daran, in einem Spiel gefangen zu sein, sondern tatsächlich in einer fremden Welt. Auf ihrer Flucht begegnen sie verschiedensten Völkern, einer Dryade, schreckliuchen Spinnenwesen, die sich von den Träumen ihrer Opfer ernähren, Steppennomaden, wilden Bergvölkern, käferartigen Monstren - und alle scheinen in einer riesigen Verschwörung verstrickt zu sein und oft ist es unmöglich, die Grenzen zwischen Gut und Böse zu ziehen.
Ein besonders starker roter Faden ist die persönliche Entwicklung der sehr unterschiedlichen Freunde. Am Anfang sind es zwei gewöhnliche Teenager, die vor allem um sich selbst und ihre Familienprobleme und Selbstzweifel kreisen, doch die Abenteuer zwingen sie dazu, schneller erwachsen zu werden, als ihnen lieb ist.
Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, oder sogar zwei, vor allem in einer absolut umwerfenden Parallelhandlung, in der eine junge Frau, die zu einer langlebigen Spezies gehört, in geheimer Mission unterwegs ist. Eine sooo tolle weibliche Hauptfigur!
Und das Ende, in dem beide Handlungsstränge zusammengeführt werden, ist einfach nur umwerfend!
Auch sprachlich lässt „Der weiße und der rote Mond“ fast alle Fantasy-Romane, die ich gelesen habe, weit hinter sich. Er ist unglaublich kraftvoll, anschaulich, atmosphärisch und manchmal auch poetisch geschrieben und hat tolle Metaphern. Aber selbst wenn die Sprache anspruchsvoll ist, bleibt man immer am Ball und es gibt keine Durchhänger.
Ich kann den zweiten Band kaum erwarten!
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