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Produktbild: Der Schneekristallforscher
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Der Schneekristallforscher Erzählung

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2024

Verlag

Heyne

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

15,6/10,9/2 cm

Gewicht

155 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710003857454

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2024

Verlag

Heyne

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

15,6/10,9/2 cm

Gewicht

155 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710003857454

Herstelleradresse

Heyne Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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Zerbrechliches

Bewertung am 10.11.2025

Bewertungsnummer: 2650825

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In "Der Schneekristallforscher" nimmt uns Titus Müller mit auf einen kurzen Besuch in das Leben des amerikanischen Bauern Wilson Bentley im Jahre 1887. Wilson gilt in Familie und Umgebung als Sonderling, weil er sich für etwas begeistern kann, das andere als selbstverständliche Laune der Natur betrachten: Sein Interesse, seine Leidenschaft gilt Schneekristallen, die er auffängt, um sie unter einem Mikroskop genau ansehen zu können. Zunächst versucht er, mit angehaltenem Atem zu zeichnen, was er sieht, damit die Wärme seiner Atemluft die Kristalle nicht schmelzen lässt. Später bezieht er eine Kamera in seine Bemühungen ein. Sind schon die beiden genannten Requisiten Ende des 19. Jahrhunderts eher ungewöhnlich für einen Bauern, so stellt auch das Interesse für etwas, das sich weder säen, noch ernten oder verkaufen lässt ein Alleinstellungsmerkmal dar, das ihn zu etwas Besonderem, aber auch einsam macht. Stets ist er dem Druck seines Vaters und Bruders ausgesetzt, sein unproduktives Hobby zugunsten der Arbeit für Hof und Familie aufzugeben. Das ändert sich erst, als er der Lehrerin Mina begegnet, die sich trotz der Warnungen des Umfeldes für Wilson zu interessieren beginnt. Aber auch sie, das wird schnell deutlich, ist nicht ganz frei in ihren Entscheidungen, wie sie ihr Leben zukünftig gestalten möchte. Daher scheint die beginnende Liebesgeschichte, erzählerisch mit zartem Strich gezeichnet, den Schneekristallen an Zerbrechlichkeit in nichts nachzustehen. Als Mina plötzlich ohne jede Erklärung den kleinen Ort Jericho verlässt, kennt Wilson nur noch ein Ziel: Er reist ihr nach New York hinterher. Und es scheint, als führe er innerlich seine Kamera und sein Mikroskop mit sich, um den Schneekristall seiner Liebe vor der Vergänglichkeit zu bewahren. Wir begleiten Wilson, dessen unter so widrigen Umständen entstandene Fotos heute Grundlage vielfältiger Forschung sind, hier nur ein Stück seines Lebensweges. Und doch gelingt es Titus Müller, dieses biografische Puzzleteil zu einer bewegenden Erzählung zu verdichten, die den Leser nachdenklich und gerührt zurück lässt. Wer den "Schneekristallforscher" gelesen hat, wird die winterliche Natur,, danach mit anderen Augen sehen.

Zerbrechliches

Bewertung am 10.11.2025
Bewertungsnummer: 2650825
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In "Der Schneekristallforscher" nimmt uns Titus Müller mit auf einen kurzen Besuch in das Leben des amerikanischen Bauern Wilson Bentley im Jahre 1887. Wilson gilt in Familie und Umgebung als Sonderling, weil er sich für etwas begeistern kann, das andere als selbstverständliche Laune der Natur betrachten: Sein Interesse, seine Leidenschaft gilt Schneekristallen, die er auffängt, um sie unter einem Mikroskop genau ansehen zu können. Zunächst versucht er, mit angehaltenem Atem zu zeichnen, was er sieht, damit die Wärme seiner Atemluft die Kristalle nicht schmelzen lässt. Später bezieht er eine Kamera in seine Bemühungen ein. Sind schon die beiden genannten Requisiten Ende des 19. Jahrhunderts eher ungewöhnlich für einen Bauern, so stellt auch das Interesse für etwas, das sich weder säen, noch ernten oder verkaufen lässt ein Alleinstellungsmerkmal dar, das ihn zu etwas Besonderem, aber auch einsam macht. Stets ist er dem Druck seines Vaters und Bruders ausgesetzt, sein unproduktives Hobby zugunsten der Arbeit für Hof und Familie aufzugeben. Das ändert sich erst, als er der Lehrerin Mina begegnet, die sich trotz der Warnungen des Umfeldes für Wilson zu interessieren beginnt. Aber auch sie, das wird schnell deutlich, ist nicht ganz frei in ihren Entscheidungen, wie sie ihr Leben zukünftig gestalten möchte. Daher scheint die beginnende Liebesgeschichte, erzählerisch mit zartem Strich gezeichnet, den Schneekristallen an Zerbrechlichkeit in nichts nachzustehen. Als Mina plötzlich ohne jede Erklärung den kleinen Ort Jericho verlässt, kennt Wilson nur noch ein Ziel: Er reist ihr nach New York hinterher. Und es scheint, als führe er innerlich seine Kamera und sein Mikroskop mit sich, um den Schneekristall seiner Liebe vor der Vergänglichkeit zu bewahren. Wir begleiten Wilson, dessen unter so widrigen Umständen entstandene Fotos heute Grundlage vielfältiger Forschung sind, hier nur ein Stück seines Lebensweges. Und doch gelingt es Titus Müller, dieses biografische Puzzleteil zu einer bewegenden Erzählung zu verdichten, die den Leser nachdenklich und gerührt zurück lässt. Wer den "Schneekristallforscher" gelesen hat, wird die winterliche Natur,, danach mit anderen Augen sehen.

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Der Schneekristallforscher

von Titus Müller

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