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Als Cooper O’Connor, Sohn eines bekannten Wanderpredigers, seinen Vater mit 18 Jahren Hals über Kopf verlässt, träumt er von einer Musikerkarriere im fernen Nashville. Im Gepäck hat er eine Gitarre und die Überzeugung, dass er es mit seinem außergewöhnlichen Talent schon schaffen wird. Aber die Rechnung geht nicht auf.
Erst als Cooper die Musikerin Daley Cross kennenlernt, ein Stimmwunder auf der Suche nach guten Songs, scheint sich sein Blatt endlich zu wenden. Doch er wird das Opfer einer Tragödie, die nicht nur seine Karriere, sondern auch sein Leben zerstört. Nun gibt es für ihn nur noch einen Zufluchtsort: die väterliche Hütte hoch oben in den Bergen von Colorado. Aber auch dort ist nichts mehr, wie es einst war.
Als Daley zwanzig Jahre später plötzlich wieder in sein Leben tritt, wird es für Cooper höchste Zeit, sich seiner Vergangenheit zu stellen.
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"Ein langer Weg nach Hause"…
Mel.E aus L. am 17.03.2018
Bewertungsnummer: 2712119
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Ein langer Weg nach Hause" ist ein Roman, der sich fast ausschließlich mit der Faszination Musik beschäftigt. Ein Medium, mit dem ich mich gerne erreichen lasse, da es mein Herz bewegt. Die Parallelen zum Gleichnis des verlorenen Sohnes zog ich direkt nachdem ich mich mit dem Klappentext beschäftigte. Meine Vermutung sah ich mehrfach bestätigt und gerade die Schlussworte des Autors waren es, die mich sehr ansprachen. In diesem Roman wird es anders aufgerollt als innerhalb des biblischen Gleichnis, aber die Liebe des Vaters wird dennoch deutlich hervorgehoben. Ein Vater lässt seinen Sohn ziehen und dieser fällt auch sehr tief, dennoch könnte er, wenn er wollte in die Arme des Vaters zurück. Mich hat diese tiefe Liebe sehr beeindruckt, denn Cooper ist regelrecht aufsässig und dennoch wird er geliebt. Wie oft entfernen wir uns gedanklich von unserem Vaterhaus und sind doch immer wieder Willkommen? Cooper ist sehr talentiert und gerät an Menschen, die ihm nicht immer wohlgesonnen sind. Er verliert einiges in seinem Leben und es ist ein harter Kampf den er sich stellen muss, um sein eigenes Handeln und Denken zu begreifen. Sein Vater hat ihn mehr geprägt, als es anfänglich den Anschein hatte. Als Sohn eines Wanderpredigers kommt er dem Glauben schon im Kindesalter sehr nah und wie es so oft ist, lehnt er sich auf. Gegen seinen Vater, gegen Gott, aber beide haben ihn sehr beeinflusst, was dann leider erst recht spät zum Tragen kommt, als Cooper sich tiefe Narben zuzieht, die nicht nur äußerlich zu erkennen sind. Seine Gabe bleibt und findet anderweitig Verwendung. Es ist nicht nur das Showbiz, welches hart mit seinem Talent umgeht und ihn an seine Grenzen bringt, sondern auch das eigene versagen, welches nachdenklich stimmt. "Ein langer Weg nach Hause" ist für mich ein Roman, der nachwirkt und mir ganz viel Wärme gab. Ich mochte die eingeflochtene Liebesgeschichte und eben auch den Bezug zum Verlorenen Sohn, eine Geschichte, die mir immer wieder zu Herzen geht. Oft gehört, mehrfach darüber in unterschiedlichen Versionen gelesen und doch immer wieder Neu. Leider gab es aber auch kurze Fragmente, die mich nicht begeistern konnten, diese überwogen aber nicht, sondern hinterließen nur ein komisches Gefühl während des Lesens. Im Gesamtpakt empfand ich "Ein langer Weg nach Hause"als wunderbar zu Lesen und herzerwärmend, sodass ich sehr gerne eine Leseempfehlung aussprechen möchte. Innerhalb einer Leserunde gelesen, waren die Gedanken der anderen Leser_innen sehr wertvoll für mich. Vielen Dank dafür. ★★★★★ (4,5 Sterne)
Die bedingungslose Liebe eines Vaters zu seinem Sohn
LEXI am 14.03.2018
Bewertungsnummer: 1090043
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Egal, wohin du gehst, egal was passiert und was aus dir wird, egal, was du gewinnst oder verlierst, ob du Erfolg hast oder nicht, ob du stehst oder fällst, und egal, wohinein du deine Hände tauchst… es gibt immer ein Zurück. Nach Hause kannst du immer kommen, mein Sohn.“
Cooper O’Connor wollte mehr vom Leben, als mit seinem Vater durch die Lande ziehen, der als Wanderprediger hohen Bekanntheitsgrad erlangt hatte. Die Liebe zur Musik und eine gute Stimme wurden Cooper bereits in die Wiege gelegt, seine Gitarre war sein bester Freund und Begleiter. Großes Talent und Ausdauer verhalfen dem jungen Sänger und Songwriter zu einem kometenhaften Aufstieg, dem jedoch ein ganz tiefer Fall folgte.
Daley Cross ist Sängerin und hat die Musik ebenfalls im Blut. Die Schönheit mit der Stimme eines Engels besitzt eine große emotionale Authentizität, die zu ihrem Markenzeichen wurde. Ihre Gabe, Emotionen zu transportieren, verhalfen ihr in Kombination mit Coopers Texten zum Durchbruch.
Zwei Jahrzehnte später lebt Cooper zurückgezogen in einer kleinen Hütte in den Bergen von Colorado. Er wirkt verwahrlost, sein Gesundheitszustand ist schlecht und sein Körper durch einen tragischen Unfall vernarbt. Als er in der Nähe einer Tankstelle in Buena Vista plötzlich seine große Jugendliebe Daley wiedersieht, stellen die beiden fest, dass ihre große gegenseitige Anziehungskraft nie erloschen ist. Daley weiß jedoch noch immer nichts über den wahren Grund für Coopers plötzliches Verschwinden vor zwanzig Jahren – und in vielen Rückblenden wird die gemeinsame Vergangenheit der beiden Musiker nach und nach aufgerollt.
Was zunächst wie eine banale Liebesgeschichte scheint, entwickelt sich sehr rasch zu einem hoch interessanten Roman über die große Liebe zweier Menschen zur Musik und die verheerenden Schattenseiten von Erfolg, Ruhm und Macht. „Ein langer Weg nach Hause“ vermittelt dem Leser viele interessante Details über das Musikbusiness. Das Kernthema dieses Buches ist jedoch die Geschichte eines verlorenen Sohnes, der verzweifelt seinen Weg nach Hause, zu seinem bedingungslos liebenden Vater, sucht. Einem Vater, der ihn niemals aufgegeben hat, der jahrelang sehnsüchtig auf die Rückkehr seines Sohnes gewartet und immer wieder darauf gehofft hat, seinen Sohn wieder in die Arme zu schließen. Eine Geschichte, wie sie in Lukas 15 erzählt wird - eines der schönsten und ergreifendsten Gleichnisse der Bibel.
Der Schreibstil des Autors hat mir ausnehmend gut gefallen, ich gewöhnte mich sehr rasch an die permanenten Rückblenden in Coopers Vergangenheit. Die Art und Weise, wie Charles Martin diese behutsam aufrollte, weckte immer mehr meine Sympathie. Der Autor begnügt sich in diesem Buch mit einer Handvoll Figuren und konzentriert sich in erster Linie auf seinen Protagonisten, den Ich-Erzähler Cooper. Der Glaube spielt in diesem Roman eine große Rolle, und ich stellte nach dem Beenden dieser Lektüre fest, dass ich nie zuvor ein Buch in Händen hielt, welches dieses ganz besondere Gleichnis vom verlorenen Sohn derart gefühlvoll behandelt hat.
Fazit: „Ein langer Weg nach Hause“ ist eine sehr berührende Geschichte über eines der bekanntesten Gleichnisse der Bibel – aus meiner Sicht perfekt zu einem Roman verwoben, der kaum einen Leser unberührt lassen wird.
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