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Poppkultur Wie wir aufhören, Sexfantasie zu sein, und anfangen, Sexfantasien zu haben

2

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2026

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/3,5 cm

Gewicht

504 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00356-2

Beschreibung

Rezension

»Ein furchtloses, informatives, lustiges und unglaublich zärtliches Buch. Bianca Nawrath ist ein Geschenk.«



nopressure99bookclub

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2026

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/3,5 cm

Gewicht

504 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00356-2

Herstelleradresse

Frankfurter Verlags-Anst.
Arndtstraße 11
60325 Frankfurt
DE

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  • SueWid

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    04.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Essay über Lust, Scham und Pop-Kultur.

    Unsere Gesellschaft war schon immer von Fantasien geprägt, im Speziellen auch von unseren sexuellen Fantasien. Wie viel davon kommt eigentlich aus uns selbst und wie viel wird durch gesellschaftliche Normen und unsere sich ständig wandelnde Pop-Kultur geprägt? Und warum fällt es uns so schwer, die eigenen Wünsche und Fantasien auszusprechen? Mit diesen und weiteren Fragen zu diesen Themenkomplexen beschäftigt sich Bianca Nawrath in ihrem neuen Buch „Poppkultur“. Dass das Buch keine Berührungsängste hat, zeigt sich bereits am auffälligen Cover: Die Erdbeere im Vordergrund ist so deutlich als Vulva stilisiert, dass man schnell weiß, worauf man sich hier einlässt. Bianca Nawrath ist nicht nur Autorin, sondern auch Schauspielerin. Gerade deshalb fand ich bereits zu Anfang ihre persönlichen Einblicke in Film und Pop-Kultur besonders interessant. Wer hier denkt, einen Ratgeber vor sich zu haben, irrt sich. Vielmehr ist es ein sehr persönlicher Essay, in dem die Autorin verschiedene Themenkomplexe weder theoretisch noch trocken abhandelt. Stattdessen bindet sie häufig eigene Erlebnisse ein oder lässt spannende Interviewpartnerinnen zu Wort kommen, die von ihren eignen Erfahrungen berichten. Die persönliche Sprache macht den Zugang leicht, die Querverweise und Erklärungen sorgen dafür, dass auch Neueinsteigerinnen gut folgen können.Frau Nawrath beleuchtet dabei ein relativ breites Spektrum, darunter Sexualität und Begehren im Alter, Sexfantasien und ihre mögliche therapeutische Bedeutung, neurodivergentes Denken und Fantasien oder rassistische Narrative, um nur einige zu nennen. Ganz besonders spannend fand ich persönlich die aktuellen pop-kulturellen Verweise wie in der Musik, Spicy BookTok, Dark Romance, Audio-Pornos, Erotik in digitalen Räumen oder Hentais aus Japan. Auch der Frage, was Fantasie von dem unterscheidet, was wir tatsächlich umsetzen wollen, geht sie nach. Wo liegen die Grenzen? Und was bedeuten Male Gaze und Female Gaze in diesem Zusammenhang? Trotz dieser vielen spannenden Aspekte konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Was mich gestört hat, war, dass sich einige Themen nur angerissen anfühlten, während andere für meinen Geschmack zu ausführlich behandelt wurden. Beim Lesen merkte ich schnell, welche Themenkomplexe der Autorin besonders liegen und bei welchen ihr vielleicht der persönliche Zugang fehlt. Dadurch wirkte das Buch auf mich stellenweise unausgewogen. Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐ Über Sexualität und Selbstbestimmung wird zwar viel gesprochen, wirklich in den Köpfen angekommen ist vieles davon aber noch nicht. Der Gedanke, dass unsere ganz persönlichen Fantasien nichts Schlimmes sind, sondern zunächst einmal Wünsche in Gedanken, die nicht zwingend ausgelebt werden müssen, ist ebenso zwingend wie logisch. Wenn Scham und alte Tabumuster fallen können, können wir, wie die Autorin so schön sagt, anfangen, eine Poppkultur mitzugestalten, anstatt sie nur zu konsumieren. Nicht alle werden sich in diesem Buch wiederfinden oder alle besprochenen Themen ansprechend finden. Trotzdem bietet es einen ersten Einblick in die Entstehung und Bedeutung sexueller Fantasien. Vielen Dank an die Frankfurter Verlagsanstalt und NetGalley für das kostenlose Rezensionsexemplar!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    17.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein gemeinsamer Besuch im Kopfkino: Interssante Denkanstöße und Fakten

    Ich mochte Bianca Nawraths Roman „Schöne Scham“ sehr, daher war ich neugierig auf ihr Sachbuch „Poppkultur: Wie wir aufhören, Sexfantasie zu sein, und anfangen, Sexfantasien zu haben“.   Was sagen unsere Fantasien über uns aus? Ist das „normal“? Weshalb fällt es (in unserer Gesellschaft) so schwer, offen über Fantasien zu sprechen?   Die Autorin beginnt mit ihren eigenen Erfahrungen als junge Frau; blickt auch (selbst)kritisch auf frühere Filmrollen zurück (mir war vorher gar nicht bewusst, dass sie auch Schauspielerin ist). Danach begibt Bianca Nawrath sich auf eine breitgefächerte Spurensuche durch unsere Sexfantasien und deckt die popkulturellen Prägungen dahinter auf. Ob Filme, Bücher, Pornos oder Musik: Sie zeigt auf, wer das Drehbuch für unser Begehren schreibt. Mit aktuellen Trends wie „Dark Romance“ und „FanFiction“ setzt sie sich kritisch auseinander.   Interessant sind auch die Abschnitte über gesellschaftliche Barrieren und Machtstrukturen, Scham, Tabus und den „Male Gaze“. Sehr gut fand ich, dass auch die Fantasien und Anliegen von Menschen mit Behinderungen thematisiert wurden.   Nach Ansicht der Autorin ist Fantasie Macht: Wenn wir verstehen, warum wir bestimmte Dinge begehren und wie diese durch gesellschaftliche Machtverhältnisse geprägt wurden, kann die eigene Fantasie zu einem Werkzeug der Selbstfindung und Emanzipation werden.   „(Sex)Fantasien können helfen, den eigenen Körper ohne Bewertung wahrzunehmen. (Sex)Fantasien machen es möglich, Beziehungen ohne Leistungsdruck zu denken. (Sex)Fantasien schaffen Abstand zu bestehenden Erwartungen und erlauben, neue Formen von Nähe gedanklich durchzuspielen.   Leider habe ich oft das Gefühl, dass unserer Gesellschaft etwas Grundlegendes fehlt: Urvertrauen. Das Vertrauen darauf, liebenswert zu sein, ohne sich ständig beweisen zu müssen. […] Wir haben es in der Hand, ein Mensch zu sein, der auf die Körper von anderen Menschen sowie auf den eigenen Körper achtgibt, anstatt Leistung abzuverlangen, um geliebt zu werden. Und wir haben auch in der Hand, eine POPPKULTUR zu konsumieren und mitzugestalten, die genau diese Haltung vorlebt.“   Insgesamt setzt sich das Buch aus persönlichen Erfahrungen und Meinungen, verschiedenen Interviews, Reflexionen und konkrete Impulsen zusasmmen. Damit bietet „PoppKultur“ durchaus interessante Fakten und Denkanstöße, ist für mich insgesamt aber eher ein persönlicher Essay als ein feministisches Sachbuch.   „Dieses Buch ist kein Aufklärungsratgeber oder feministisches Manifest. Es ist eher ein gemeinsamer Besuch im Kopfkino, ein offenes Tagebuch, ein Baukasten für die Arbeit mit der eigenen Fantasie. Es ist eine Einladung an euch (und an mich selbst), auf keinen Fall die Sofakante der Fantasie glatt zu ziehen, damit bloß niemand mitbekommt, was wir wollen.“   Auch wenn es mich nicht restlos überzeugen konnte, ist es dennoch lesenswert. Ich vergebe 3 von 5 Sternen und empfehle es allen, die sich für das Thema interessieren.   Vielen Dank an die Frankfurter Verlagsanstalt und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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  • Prolog: Meine Sofakante, meine Klitoris und ich

    Warum dieses Buch?



    Kapitel eins: Hard Facts

    Was ist Fantasie? (im Vergleich zum Willen)

    Was ist Lust und wie funktioniert sie?

    Was ist sexuelle Erregung und wie funktioniert sie?



    Kapitel zwei: Soft Facts

    Männer und FLINTA – Wer träumt wovon?

    Sexfantasien im Alter

    Barrierefreie Sexfantasien

    Neurodivergentes Denken und Fantasieren

    Hyperfantasie und Afantasie

    Bonusmaterial: Fantasie zwischen Vergangenheit und Gegenwart – Nostalgie

    Sexfantasien als Werkzeug in der Therapie



    Kapitel drei: Was wir glauben

    Der überbewertete Penis

    Zwischen Verführung und Gefahr: rassistische Narrative über »das Fremde«

    Gott und die Lücke, die die Kirche hinterlässt



    Kapitel vier: Was wir gucken

    Von Soft Focus bis Hardcore: Sex in Filmen und Serien

    Die Bretter, die den Bums bedeuten

    Gezeichnete und animierte Held*innen aus Japan

    Wie real ist Reality-TV?

    Pornos: Fantasie per Mausklick

    Zwischen Social und Solo: Erotik in digitalen Räumen

    Bonusmaterial: Vertikale Dramen

    Ja, ich will, liebste KI!

    Bonusmaterial: Digitaler Zeitgeist in Worte gefasst

    Bonusmaterial: Von Calvin Klein über Victoria's Secret bis zum Baumarkt von nebenan

    Level up für mehr Joystick Desire



    Kapitel fünf: Was wir hören

    Sexy Songtext-Analyse

    Von Mockridge bis Kebekus: Wie geht sexneutraler Humor?

    Bonusmaterial: Erotisches Schmatzen – Ich ASMR dich, bis du kommst

    Nur die Stimme zählt – Pornos fürs Ohr

    True Crime zwischen Blut und Bettdecke



    Kapitel sechs: Was wir lesen

    Romantasy und andere hotte BookTok-Hypes

    Shades of Fanfiction

    Bonusmaterial: Das Lexikon der hotten Begriffe



    Kapitel sieben: Backmischungen der Fantasie

    Selbstgemacht schmeckt besser

    Bonusmaterial: Fantasie- und Körperübungen



    Kapitel acht: Wie man eine gute Sexszene schreibt

    Lust erzählen statt Körper beschreiben

    Bonusmaterial: Schreibübungen



    Kapitel neun: Wie wir über Sexfantasien reden

    Fantasien teilen – oder lieber nicht?



    Epilog: Willkommen in der Schmuddelecke – nett hier, oder?

    Ein gemeinsames Ankommen und Aufbrechen #Fazit



    Quellenverzeichnis