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Im Land der Wölfe »Packender Polit- und Gesellschaftsroman« (NZZ)

10

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.07.2026

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

320

Maße (L/B)

19/12,5 cm

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00358-6

Beschreibung

Rezension

»Wer den politischen Riss unserer Zeit verstehen will, muss ›Im Land der Wölfe‹ lesen. Elsa Koesters Roman zeigt die Konflikte besser als jedes Sachbuch. [...]
›Im Land der Wölfe‹ liefert eine politische Gegenwartsbeschreibung [...] Sein Realismus zeigt nicht bloß, was ist, sondern deutet immer wieder an, dass es Auswege aus der wachsenden Verrohung geben könnte. Atemlos und mit klopfendem Herz an sein Ende gelangt, möchte man sogleich erneut zu lesen beginnen.«

Die WELT

»In ›Im Land der Wölfe‹ schildert die stellvertretende Chefredakteurin der Wochenzeitung ›der Freitag‹ einen Ort unweit der Realität. Der Rassismus, die Menschenfeindlichkeit und die Bedrohung werden nicht beim Namen genannt, sondern miterlebt. Elsa Koester lässt uns fühlen und verstehen.«

Berliner Zeitung

»In Elsa Koesters raffiniertem Roman werden die politischen Perspektiven durcheinandergewirbelt […] Weil es im Buch um einen Wahlkampf in Ostdeutschland geht […] ist das Ganze auch so etwas wie ein aktueller Kommentar zur Lage. Ein ziemlich raffinierter allerdings. Hier gibt es keine Schwarz-Weiss-Malerei, die den Feind schon zu Beginn ausgemacht hat und ihn auf dem Rest der Romanstrecke moralisch nur noch vernichten muss. ›Im Land der Wölfe‹ schiebt die politischen Perspektiven so gekonnt ineinander, dass am Ende so etwas wie heilsame Verwirrung entsteht […] Dass Elsa Koester als Journalistin bei der Wochenzeitung ›Der Freitag‹ ihren Blick geschult hat, merkt man ihrem Roman aufs Beste an. Sie hat politische Kundgebungen in Görlitz beruflich beobachtet, und wo das Mittel der Reportage nicht hinreicht, schafft Koesters Kunstort Grenzlitz neue Räume für Fragen.«

NZZ

»Koester ist ein großer Wurf gelungen: Sie braucht keine politischen Schlagworte, sondern läßt ihre Leserinnen und Leser den aufkeimenden Faschismus, seine Macht und die Konsequenzen für den Alltag sinnlich erleben. Ein Buch, das einige Fragen beantwortet, die sich nach den letzten Landtagswahlen sicher viele gestellt haben dürften. Und ein Buch, das verstört. Zu Recht.«

WDR5

»Ein vielschichtiger Roman mit einer neuen frischen Perspektive, der die aktuellen gesellschaftspolitischen Konflikte spiegelt. Mit feinem Gespür für Zwischentöne, Widersprüche und neue Einsichten. Ein starker Roman, der zum Nachdenken anregt und hinterfragt.«

egoFM

»Mit Witz und Charme verwebt Elsa Koester das alltägliche Zusammenleben in einer kleinen Stadt mit der Auseinandersetzung zwischen Grün und Blau, zwischen ökologisch-progressiver und national-rückwärtsgewandter Politik. Das fiktive Setting des Romans ist an vielen Orten der Republik längst Realität. Und das nicht allein in Sachsen.«

Parlamentarische Geschäftsführerin von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag

»In den Dialogen zwischen Nana und Frank beschreibt Elsa Koester teilweise sehr witzig den in unseren Gesellschaften herrschenden Gesinnungsterror. Und auch insgesamt ist das Buch eine unterhaltsame und spannende Lektüre.«

Kultur Extra

»Die Journalistin Koester schenkt uns brandaktuelle, kluge Literatur zur Lage der Nation.«

FRIZZ

»Warum werden manche Menschen rechts und manche links? Diesen Fragen geht die Journalistin und Autorin Elsa Koester in ihrem Roman „Im Land der Wölfe“ nach. Das Buch spielt in einer fiktiven Stadt im Osten von Sachsen, hat aber viele Parallelen zur Realität.«

SWR Kultur

»Der Roman selbst wertet nicht so laut und offen wie seine Figuren. Er präsentiert die Charaktere auf dem Silbertablett – und dann wartet er darauf, dass sich die Leser:innen selbst ein Urteil bilden. Mit ›Im Land der Wölfe‹ hat es Elsa Koester auf unsere Liste der besten Bücher geschafft.«

Kulturnews

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.07.2026

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

320

Maße (L/B)

19/12,5 cm

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00358-6

Herstelleradresse

Frankfurter Verlags-Anst.
Arndtstraße 11
60325 Frankfurt
DE

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Rechts? Links? Mitte? Menschlichkeit!

Literatursprechstunde aus Göttingen am 07.02.2025

Bewertungsnummer: 2406515

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie entwickelt sich die politische Gesinnung der Menschen? Warum driften manche nach rechts, andere eher nach links? Elsa Köster spürt dem Ganzen nach in ihrem Buch „Im Land der Wölfe“. Schauplatz ist eine Stadt im Osten Sachsens, die zwar fiktiv ist, aber dennoch viele Parallelen zur Realität hat. Die Story dreht sich rund um eine Bürgermeisterwahl in dem fiktiven ostdeutschen Ort Grenzlitz. Konfliktpotential bergen Themen wie Migrationspolitik und Geschlechtsidentität. Der rechte Politiker Paul Witte hadert mit seiner Konkurrenz, der Grünenkandidatin Katja Stötzel. Wittes Unterstützer Falk gerät zunehmend in Auseinandersetzungen mit der Grünen Wahlkampfcoachin Nana, die im Roman auch als Erzählerin fungiert. Die Autorin Elsa Köster stellt explizite, kritische Fragen, die ein ausgewogenes Maß von Rationalität haben, aber ebenso die Bedeutung von Gefühlen hervorheben. Vor allem hat mir die Subtilität gefallen, mit der Köster den Wahlkampf zwischen den „rechten Blauen“, den „Zukunftsgrünen“ und „Linkspinken“ darstellt. Solch pikante Thematiken lösen schnell mal Wut, Verzweiflung und Ohnmachtsgefühle in einem aus, da man denkt einem selbst seien die Hände gebunden. Also was kann man nun tun ? Mir hat „Im Land der Wölfe“ bewusst gemacht, wie wichtig ein Blick auf unseren gesellschaftlichen Wandel und die Beschäftigung mit Politik ist. Nur wer informiert ist, kann klar Stellung beziehen und sich auf eine (politische) Seite schlagen. Was aber jede*r von uns tun kann: der Menschlichkeit huldigen, in allen Lebenslagen - seien sie politisch oder nicht. Denn eins ist klar, was auf der politischen Schaubühne gerade so alles passiert, ist oft fernab vom Menschlichen. Danke Elsa Köster für den nötigen Anstoß, sich noch mehr mit den Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen und dabei immer die Menschlichkeit im Blick zu behalten!

Rechts? Links? Mitte? Menschlichkeit!

Literatursprechstunde aus Göttingen am 07.02.2025
Bewertungsnummer: 2406515
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie entwickelt sich die politische Gesinnung der Menschen? Warum driften manche nach rechts, andere eher nach links? Elsa Köster spürt dem Ganzen nach in ihrem Buch „Im Land der Wölfe“. Schauplatz ist eine Stadt im Osten Sachsens, die zwar fiktiv ist, aber dennoch viele Parallelen zur Realität hat. Die Story dreht sich rund um eine Bürgermeisterwahl in dem fiktiven ostdeutschen Ort Grenzlitz. Konfliktpotential bergen Themen wie Migrationspolitik und Geschlechtsidentität. Der rechte Politiker Paul Witte hadert mit seiner Konkurrenz, der Grünenkandidatin Katja Stötzel. Wittes Unterstützer Falk gerät zunehmend in Auseinandersetzungen mit der Grünen Wahlkampfcoachin Nana, die im Roman auch als Erzählerin fungiert. Die Autorin Elsa Köster stellt explizite, kritische Fragen, die ein ausgewogenes Maß von Rationalität haben, aber ebenso die Bedeutung von Gefühlen hervorheben. Vor allem hat mir die Subtilität gefallen, mit der Köster den Wahlkampf zwischen den „rechten Blauen“, den „Zukunftsgrünen“ und „Linkspinken“ darstellt. Solch pikante Thematiken lösen schnell mal Wut, Verzweiflung und Ohnmachtsgefühle in einem aus, da man denkt einem selbst seien die Hände gebunden. Also was kann man nun tun ? Mir hat „Im Land der Wölfe“ bewusst gemacht, wie wichtig ein Blick auf unseren gesellschaftlichen Wandel und die Beschäftigung mit Politik ist. Nur wer informiert ist, kann klar Stellung beziehen und sich auf eine (politische) Seite schlagen. Was aber jede*r von uns tun kann: der Menschlichkeit huldigen, in allen Lebenslagen - seien sie politisch oder nicht. Denn eins ist klar, was auf der politischen Schaubühne gerade so alles passiert, ist oft fernab vom Menschlichen. Danke Elsa Köster für den nötigen Anstoß, sich noch mehr mit den Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen und dabei immer die Menschlichkeit im Blick zu behalten!

Am Rand

Lesenswege am 30.09.2024

Bewertungsnummer: 2305288

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Elsa Koester ist stellvertretende Chefredakteurin bei der Wochenzeitung Der Freitag. 2019 verbrachte sie beruflich eine Woche in Görlitz. Ihre Beobachtungen dort inspirierten sie zu diesem sehr lesens- und nachdenkenswerten Roman. Nana lebt in Berlin, sie ist Coach und kommt jetzt in die fiktive sächsische Stadt Grenzlitz an der deutsch-polnischen Grenze, um dort Katja Stölzer zu coachen, die Bürgermeisterkandidatin der Zukunftsgrünen. Denn in Grenzlitz sind demnächst Wahlen, und die Zukunftsgrünen, die Konservativen und die Blauen sind in etwa gleichauf. Stölzel und ihre Parteifreunde geben sich allerdings wenig kooperativ, man könnte auch sagen, sie mauern. Das mag daran liegen, dass Nana nicht aus Sachsen kommt und das Terrain nicht kennt. Weiß sie überhaupt, mit wem sie es hier zu tun hat? Sie versucht eine Annäherung, kommt mit den Leuten ins Gespräch und hört sich an, was sie bewegt. Eine dieser Personen ist Falk Schloßer, rechte Hand des Spitzenkandidaten der Blauen, der wie Katja in Grenzlitz aufgewachsen ist. Man kennt sich und hat im Alltag miteinander zu tun. Aber über das Private hinaus mit den Blauen reden? Kommt das beim Wähler richtig rüber? Ja, sagt die Coachin. Man muss doch den politischen Gegner kennen und wissen, wie der tickt, damit man ihm begegnen kann. Gegen ihren Willen und ihre Überzeugung fühlt Nana sich zu Schloßer hingezogen. Das ist ihr selbst suspekt, doch da ist etwas in beider Vergangenheit, das sie gegenseitig anzieht, denn sie haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Von Nanas Vergangenheit erzählt der Roman in einer parallelen Handlung. Nana tauscht E-Mails aus mit ihrem Bruder Noah, der jetzt aber lieber ihre Schwester sein möchte. Damit kommt Nana nicht klar. Noah war ihr Beschützer, ihr Kümmerer, wenn die heimwehkranke und psychisch angeschlagene Mutter dazu nicht in der Lage war. Diese Rolle will er jetzt nicht mehr. Doch damit will Nana sich nicht auseinandersetzen, denn dann kommt raus, das Noah sich nicht in jeder Hinsicht gut gekümmert hat. Zuerst war mir nicht klar, warum die Autorin mit Noah das Thema der Gender-Identität aufmacht, da sie dieses bereits bei einer anderen Person einfließen lässt. Dort ist das für Nana völlig in Ordnung, aber bei Noah hat sie Schwierigkeiten, es anzunehmen. Toleranz kann bröckelig werden, wenn man persönlich involviert ist. Ich vermute, dass EK diesen Punkt illustrieren möchte. Nana ist anders, als ich mir einen Coach vorstelle. Sie wirkt auf mich wenig gefestigt und könnte zuweilen selbst Coaching vertragen. Unklar ist mir, warum und wie sie eine Person unterstützen möchte, die den Eindruck vermittelt, das gar nicht zu wollen. Die Schlüsselfigur in diesem Roman ist Falk Schloßer. Als Justizvollzugsbeamter hat er einen sicheren Beruf, als Langzeitsoldat mit Auslandseinsätzen hat er über den heimischen Tellerrand geblickt, und als getrennt lebender Vater weiß er um die Notwendigkeit von Absprachen und Kompromissen. Er ist nicht gesellschaftlich abgehängt. Warum also ist er bei den Blauen? Er ist intelligent, hat gute Umgangsformen, ist sprachlich eloquent, kann eine Argumentationskette aufbauen. Das sind Eigenschaften, die er auch in den Dienst einer anderen Partei stellen könnte, z. B. den der Zukunftsgrünen. Welcher Punkt im Leben entscheidet darüber, wo wir uns politisch verorten, welche Haltungen wir einnehmen? Nana und Falk haben vergleichbare Kindheitserfahrungen gemacht, vermutlich fühlen sie in bestimmten Belangen ähnlich, haben auch ähnliche Eigenschaften, trotzdem sind sie ideologisch extremst auseinander. Wo ist der Kipppunkt im Leben? Das ist eine der zentralen Fragen des Romans. Lösungsvorschläge bietet EKs Roman nicht an. Er zeigt aber auf exemplarische Weise auf, wie sich eine Gesellschaft aufheizen kann, wenn Haltungen in zentralen Fragen auseinanderdriften und wenn es keine eindeutigen Mehrheiten mehr gibt. EK hat einen sehr treffenden Roman zur Zeit geschrieben, durch den ich mich am Anfang etwas durchbeißen musste, der mich dann aber auf eine Art absorbiert hat, dass ich mich bei der Lektüre wie eine Person im Geschehen fühlte.

Am Rand

Lesenswege am 30.09.2024
Bewertungsnummer: 2305288
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Elsa Koester ist stellvertretende Chefredakteurin bei der Wochenzeitung Der Freitag. 2019 verbrachte sie beruflich eine Woche in Görlitz. Ihre Beobachtungen dort inspirierten sie zu diesem sehr lesens- und nachdenkenswerten Roman. Nana lebt in Berlin, sie ist Coach und kommt jetzt in die fiktive sächsische Stadt Grenzlitz an der deutsch-polnischen Grenze, um dort Katja Stölzer zu coachen, die Bürgermeisterkandidatin der Zukunftsgrünen. Denn in Grenzlitz sind demnächst Wahlen, und die Zukunftsgrünen, die Konservativen und die Blauen sind in etwa gleichauf. Stölzel und ihre Parteifreunde geben sich allerdings wenig kooperativ, man könnte auch sagen, sie mauern. Das mag daran liegen, dass Nana nicht aus Sachsen kommt und das Terrain nicht kennt. Weiß sie überhaupt, mit wem sie es hier zu tun hat? Sie versucht eine Annäherung, kommt mit den Leuten ins Gespräch und hört sich an, was sie bewegt. Eine dieser Personen ist Falk Schloßer, rechte Hand des Spitzenkandidaten der Blauen, der wie Katja in Grenzlitz aufgewachsen ist. Man kennt sich und hat im Alltag miteinander zu tun. Aber über das Private hinaus mit den Blauen reden? Kommt das beim Wähler richtig rüber? Ja, sagt die Coachin. Man muss doch den politischen Gegner kennen und wissen, wie der tickt, damit man ihm begegnen kann. Gegen ihren Willen und ihre Überzeugung fühlt Nana sich zu Schloßer hingezogen. Das ist ihr selbst suspekt, doch da ist etwas in beider Vergangenheit, das sie gegenseitig anzieht, denn sie haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Von Nanas Vergangenheit erzählt der Roman in einer parallelen Handlung. Nana tauscht E-Mails aus mit ihrem Bruder Noah, der jetzt aber lieber ihre Schwester sein möchte. Damit kommt Nana nicht klar. Noah war ihr Beschützer, ihr Kümmerer, wenn die heimwehkranke und psychisch angeschlagene Mutter dazu nicht in der Lage war. Diese Rolle will er jetzt nicht mehr. Doch damit will Nana sich nicht auseinandersetzen, denn dann kommt raus, das Noah sich nicht in jeder Hinsicht gut gekümmert hat. Zuerst war mir nicht klar, warum die Autorin mit Noah das Thema der Gender-Identität aufmacht, da sie dieses bereits bei einer anderen Person einfließen lässt. Dort ist das für Nana völlig in Ordnung, aber bei Noah hat sie Schwierigkeiten, es anzunehmen. Toleranz kann bröckelig werden, wenn man persönlich involviert ist. Ich vermute, dass EK diesen Punkt illustrieren möchte. Nana ist anders, als ich mir einen Coach vorstelle. Sie wirkt auf mich wenig gefestigt und könnte zuweilen selbst Coaching vertragen. Unklar ist mir, warum und wie sie eine Person unterstützen möchte, die den Eindruck vermittelt, das gar nicht zu wollen. Die Schlüsselfigur in diesem Roman ist Falk Schloßer. Als Justizvollzugsbeamter hat er einen sicheren Beruf, als Langzeitsoldat mit Auslandseinsätzen hat er über den heimischen Tellerrand geblickt, und als getrennt lebender Vater weiß er um die Notwendigkeit von Absprachen und Kompromissen. Er ist nicht gesellschaftlich abgehängt. Warum also ist er bei den Blauen? Er ist intelligent, hat gute Umgangsformen, ist sprachlich eloquent, kann eine Argumentationskette aufbauen. Das sind Eigenschaften, die er auch in den Dienst einer anderen Partei stellen könnte, z. B. den der Zukunftsgrünen. Welcher Punkt im Leben entscheidet darüber, wo wir uns politisch verorten, welche Haltungen wir einnehmen? Nana und Falk haben vergleichbare Kindheitserfahrungen gemacht, vermutlich fühlen sie in bestimmten Belangen ähnlich, haben auch ähnliche Eigenschaften, trotzdem sind sie ideologisch extremst auseinander. Wo ist der Kipppunkt im Leben? Das ist eine der zentralen Fragen des Romans. Lösungsvorschläge bietet EKs Roman nicht an. Er zeigt aber auf exemplarische Weise auf, wie sich eine Gesellschaft aufheizen kann, wenn Haltungen in zentralen Fragen auseinanderdriften und wenn es keine eindeutigen Mehrheiten mehr gibt. EK hat einen sehr treffenden Roman zur Zeit geschrieben, durch den ich mich am Anfang etwas durchbeißen musste, der mich dann aber auf eine Art absorbiert hat, dass ich mich bei der Lektüre wie eine Person im Geschehen fühlte.

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