Produktbild: Zur anderen Seite des Ozeans

Zur anderen Seite des Ozeans

1

17,80 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.05.2026

Verlag

Isele, K

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/1,5 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Silbergrau / Marine

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Océano al revès

Übersetzt von

Ineke Phaf-Rheinberger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86142-686-8

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.05.2026

Verlag

Isele, K

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/1,5 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Silbergrau / Marine

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Océano al revès

Übersetzt von

Ineke Phaf-Rheinberger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86142-686-8

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Eine Reise in eine andere Welt aus zwei Sichtweisen. Eindrücklich. Genial.

MarcoL aus Füssen am 12.05.2026

Bewertungsnummer: 3135892

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein zwölfjähriges indochinesisches Mädchen schmuggelt sich in Spanien an Bord der Pizarro. Jenes Schiff, das Alexander von Humboldt nach Südamerika tragen wird. Das Mädchen gibt sich als Junge aus – mit kurzgeschorenem Haar fällt ihr das weiter nicht schwer. Sie nennt sich Ang Chi, Angel Chong oder auch Antonio Campos – je nach erforderlicher Situation. An Bord des Schiffes übt sie die niedrigsten Tätigkeiten aus, die es nur zu verrichten gibt. Sie gelangt so mit Humboldt und dem französischen Biologen Aime Bonplant nach Venezuela. Die ursprünglich angedachte Destination Kuba konnte wegen Stürme nicht angelaufen werden. Angela, wie ihr richtiger Name lautet, trifft auf Humboldt. Eine Begegnung, die sie sehr beeindruckt. Und viele Jahre später treffen die beiden in Ecuador nochmals aufeinander, nach dem sich deren Wege gleich nach Ankunft auf dem Kontinent trennen. Angela verdingt sich mit billigen Jobs durch. Humboldt geht auf seine großen Expeditionen durch Südamerika. Dies ist nur ein kleiner Rahmen der Geschichte. Die wahren Begebenheiten finden sich in kleinen Details. Wir erfahren, warum Angela von zu Hause weg gegangen ist – ihre Mutter einfach nichts ahnend zurückgelassen hat. Die Lebensbedingungen im ausgehenden achtzehnten Jahrhundert waren kaum zu ertragen, weder im asiatischen Raum, schon gar nicht für asiatisch stämmige Personen in Spanien. Sklaverei, Leibeigenschaft, Kolonialismus und Rassismus dominieren wie in Fels gemeißelt. Angela spielt in diesem Roman quasi eine Zeitzeugin, die am eigenen Leib den strukturellen Wandel in der Welt erfährt. S.138: „Sogar die vielen Weißen, die sich selbst als Revolutionäre bezeichneten, fiel es schwer zu akzeptieren, dass nicht die Hautfarbe darüber entscheiden sollte, wie andere zu behandeln waren.“ Der Aufbau des Romans ist wunderbar gesetzt. Es kommen die einzelnen Protagonist*innen zu Wort, also Angela genauso wie Humboldt. Auch Angelas Mutter bekommt einen kleinen Part (um alles besser zu verstehen) und auch der Ozean selbst darf einmal sprechen. Es ist ein informativer Roman, der ein gutes Abbild jener Zeit (um 1800) gibt, eingepackt in das Leben eines wohlhabenden, forschungssüchtigen Adeligen (das Ideal) mit dem Gegenpart eines von bitterster Armut gekennzeichneten jungen Lebens (die Realität); beide mit dem Mindset, die Welt ein bisschen besser zu machen. Sehr gerne gelesen und somit eine Leseempfehlung für diesen kurzen, aber intensiven Roman.

Eine Reise in eine andere Welt aus zwei Sichtweisen. Eindrücklich. Genial.

MarcoL aus Füssen am 12.05.2026
Bewertungsnummer: 3135892
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein zwölfjähriges indochinesisches Mädchen schmuggelt sich in Spanien an Bord der Pizarro. Jenes Schiff, das Alexander von Humboldt nach Südamerika tragen wird. Das Mädchen gibt sich als Junge aus – mit kurzgeschorenem Haar fällt ihr das weiter nicht schwer. Sie nennt sich Ang Chi, Angel Chong oder auch Antonio Campos – je nach erforderlicher Situation. An Bord des Schiffes übt sie die niedrigsten Tätigkeiten aus, die es nur zu verrichten gibt. Sie gelangt so mit Humboldt und dem französischen Biologen Aime Bonplant nach Venezuela. Die ursprünglich angedachte Destination Kuba konnte wegen Stürme nicht angelaufen werden. Angela, wie ihr richtiger Name lautet, trifft auf Humboldt. Eine Begegnung, die sie sehr beeindruckt. Und viele Jahre später treffen die beiden in Ecuador nochmals aufeinander, nach dem sich deren Wege gleich nach Ankunft auf dem Kontinent trennen. Angela verdingt sich mit billigen Jobs durch. Humboldt geht auf seine großen Expeditionen durch Südamerika. Dies ist nur ein kleiner Rahmen der Geschichte. Die wahren Begebenheiten finden sich in kleinen Details. Wir erfahren, warum Angela von zu Hause weg gegangen ist – ihre Mutter einfach nichts ahnend zurückgelassen hat. Die Lebensbedingungen im ausgehenden achtzehnten Jahrhundert waren kaum zu ertragen, weder im asiatischen Raum, schon gar nicht für asiatisch stämmige Personen in Spanien. Sklaverei, Leibeigenschaft, Kolonialismus und Rassismus dominieren wie in Fels gemeißelt. Angela spielt in diesem Roman quasi eine Zeitzeugin, die am eigenen Leib den strukturellen Wandel in der Welt erfährt. S.138: „Sogar die vielen Weißen, die sich selbst als Revolutionäre bezeichneten, fiel es schwer zu akzeptieren, dass nicht die Hautfarbe darüber entscheiden sollte, wie andere zu behandeln waren.“ Der Aufbau des Romans ist wunderbar gesetzt. Es kommen die einzelnen Protagonist*innen zu Wort, also Angela genauso wie Humboldt. Auch Angelas Mutter bekommt einen kleinen Part (um alles besser zu verstehen) und auch der Ozean selbst darf einmal sprechen. Es ist ein informativer Roman, der ein gutes Abbild jener Zeit (um 1800) gibt, eingepackt in das Leben eines wohlhabenden, forschungssüchtigen Adeligen (das Ideal) mit dem Gegenpart eines von bitterster Armut gekennzeichneten jungen Lebens (die Realität); beide mit dem Mindset, die Welt ein bisschen besser zu machen. Sehr gerne gelesen und somit eine Leseempfehlung für diesen kurzen, aber intensiven Roman.

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von Julia Wong

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