Produktbild: Licht im August
Gebraucht Band 11508

Licht im August Nachw. v. Paul Ingendaay

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Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

01.10.2011

Verlag

Axel Springer Deutschland GmbH Verlagsgruppe Bild

Seitenzahl

510

Maße (L/B/H)

21,2/13,4/3,3 cm

Gewicht

538 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Light in August

Übersetzt von

Helmut Frielinghaus + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

2710004094636

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

01.10.2011

Verlag

Axel Springer Deutschland GmbH Verlagsgruppe Bild

Seitenzahl

510

Maße (L/B/H)

21,2/13,4/3,3 cm

Gewicht

538 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Light in August

Übersetzt von

  • Helmut Frielinghaus
  • Susanne Höbel

Sprache

Deutsch

EAN

2710004094636

Herstelleradresse

Axel Springer Deutschland GmbH
Axel-Springer-Str. 65
10969 Berlin
Deutschland
Email: alexandra.wesner@axelspringer.de
Url: www.axelspringer.de
Telephone: +49 30 25910
Fax: +49 30 259176684

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Erzählkunst auf allerhöchstem…

Bories vom Berg aus München am 10.05.2014

Bewertungsnummer: 2708353

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Erzählkunst auf allerhöchstem Niveau Von den Werken des Nobelpreisträgers William Faulkners gilt «Licht im August» als der in Deutschland meistgelesene Roman, er hat ihn 1931/32 in nur wenigen Monaten geschrieben. Etwa zur selben Zeit ereignet sich auch dessen Handlung, Ort des Geschehens ist die Kleinstadt Jefferson des Bundesstaates Mississippi in den USA. Ein Südstaaten-Roman mithin, dessen spezielle Problematik bei den meisten Romanen dieses dort geborenen Autors den erzählerischen Hintergrund bildet und auch die Thematik des Plots mit beeinflusst. Der Handlungsrahmen des in 21 Kapitel aufgeteilten schwermütigen Romans ist die im Wesentlichen im ersten und letzten Kapitel erzählte Geschichte von Lena Grove. Sie dauert nur wenige Tage im August, einer Zeit, die dem Roman seinen Titel gab und von der Faulkner schreibt: «Das Licht ist anders als sonst, es hat auf einmal eine seltsam leuchtende Eigenschaft». Lena ist von dem Taugenichts Lucas Burch geschwängert und sitzengelassen worden, kurz vor ihrer Niederkunft macht sie sich naiv zuversichtlich auf die Suche nach ihm, findet ihn schließlich und muss erleben, wie er sich wieder aus dem Staube macht. Von diesem Rahmen ausgehend schildert Faulkner in vielen Rückblenden die Vorgeschichten seiner diversen, von ihm nach und nach eingeführten Protagonisten, deren gemeinsames Merkmal entweder Schrulligkeit oder Stumpfsinn ist, der sich bei einigen aber auch als eine deutlich ausgeprägte geistige Verwirrung zeigt. Diese einzelnen Geschichten sind unglaublich kunstvoll ineinander verschachtelt, bauen aufeinander auf, ergänzen sich schrittweise in ihren Zusammenhängen und lösen sich erst nach vielen eingeschobenen Begebenheiten in einen vollständig erzählten Handlungsstrang auf. Im Zentrum steht dabei die Geschichte des Findelkindes Joe Christmas - sie macht allein gut die Hälfte des Romans aus - der zum Mörder wird und am Ende einem Lynchmob zum Opfer fällt. Sein Kumpan ist jener Taugenichts Lucas Burch, mit dem zusammen er, der Prohibition zum Trotz, Whiskey verkauft. Der gutmütige Byron Bunch hat sich in Lena verliebt, er hilft ihr aber trotzdem, den liederlichen Kindsvater zu finden. Bei Gail Hightower, einem ehemaliger Pastor, dessen Frau unter dubiosen Umständen ihr Leben verlor und der völlig zurückgezogen lebt, sucht Byron immer wieder Rat. Auch das Mordopfer Joanna Burden, die mit Joe ein Verhältnis hat, lebt einsam in ihrem Haus, sie berät Farbige und hilft ihnen, womit sie sich aus ihrer Gemeinde ausgrenzt, für die «Nigger» trotz verlorenem Sezessionskrieg und Abschaffung der Sklaverei immer noch Menschen zweiter Klasse sind. Gegen Ende des Romans tauchen dann die Großeltern von Joe auf, es klärt sich nun, wie es dazu kam, dass er Weihnachten vor dem Waisenhaus ausgesetzt wurde, um dann mit fünf Jahren zu einem unglaublich bigotten anglikanischen Ziehvater zu kommen, dessen brutale Methoden bei der Erziehung einiges erklären in seinem späteren Verhalten. Faulkner erzählt seine komplexe, schwermütige Geschichte in einer unglaublich dichten, kompakten Sprache, die vom Leser stets volle Aufmerksamkeit fordert. Sehr häufig setzt er dabei virtuos Bewusstseinsstrom und inneren Monolog ein, nicht selten sogar kombiniert im gleichen Satz. Seine außergewöhnliche Sprachkunst vermag mit wenigen Worten so immens viel zu transportieren, dass man geneigt ist, nach einigen Seiten eine Lesepause einzulegen, um das Gesagte zu verarbeiten, die solcherart entstandenen Bilder auf sich wirken zu lassen, die Geschehnisse gebührend einzuordnen und zu bewerten. Andererseits wird trotz der ungewöhnlich ruhigen, ebenso gemächlichen wie suggestiven Erzählweise Faulkners beim Leser eine Spannung erzeugt, die ihn immer weiter in die Geschichte hineinzieht und dann nicht mehr ruhen lässt, bis er die letzte Seite erreicht hat. Das ist Erzählkunst auf allerhöchstem Niveau.

Erzählkunst auf allerhöchstem…

Bories vom Berg aus München am 10.05.2014
Bewertungsnummer: 2708353
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Erzählkunst auf allerhöchstem Niveau Von den Werken des Nobelpreisträgers William Faulkners gilt «Licht im August» als der in Deutschland meistgelesene Roman, er hat ihn 1931/32 in nur wenigen Monaten geschrieben. Etwa zur selben Zeit ereignet sich auch dessen Handlung, Ort des Geschehens ist die Kleinstadt Jefferson des Bundesstaates Mississippi in den USA. Ein Südstaaten-Roman mithin, dessen spezielle Problematik bei den meisten Romanen dieses dort geborenen Autors den erzählerischen Hintergrund bildet und auch die Thematik des Plots mit beeinflusst. Der Handlungsrahmen des in 21 Kapitel aufgeteilten schwermütigen Romans ist die im Wesentlichen im ersten und letzten Kapitel erzählte Geschichte von Lena Grove. Sie dauert nur wenige Tage im August, einer Zeit, die dem Roman seinen Titel gab und von der Faulkner schreibt: «Das Licht ist anders als sonst, es hat auf einmal eine seltsam leuchtende Eigenschaft». Lena ist von dem Taugenichts Lucas Burch geschwängert und sitzengelassen worden, kurz vor ihrer Niederkunft macht sie sich naiv zuversichtlich auf die Suche nach ihm, findet ihn schließlich und muss erleben, wie er sich wieder aus dem Staube macht. Von diesem Rahmen ausgehend schildert Faulkner in vielen Rückblenden die Vorgeschichten seiner diversen, von ihm nach und nach eingeführten Protagonisten, deren gemeinsames Merkmal entweder Schrulligkeit oder Stumpfsinn ist, der sich bei einigen aber auch als eine deutlich ausgeprägte geistige Verwirrung zeigt. Diese einzelnen Geschichten sind unglaublich kunstvoll ineinander verschachtelt, bauen aufeinander auf, ergänzen sich schrittweise in ihren Zusammenhängen und lösen sich erst nach vielen eingeschobenen Begebenheiten in einen vollständig erzählten Handlungsstrang auf. Im Zentrum steht dabei die Geschichte des Findelkindes Joe Christmas - sie macht allein gut die Hälfte des Romans aus - der zum Mörder wird und am Ende einem Lynchmob zum Opfer fällt. Sein Kumpan ist jener Taugenichts Lucas Burch, mit dem zusammen er, der Prohibition zum Trotz, Whiskey verkauft. Der gutmütige Byron Bunch hat sich in Lena verliebt, er hilft ihr aber trotzdem, den liederlichen Kindsvater zu finden. Bei Gail Hightower, einem ehemaliger Pastor, dessen Frau unter dubiosen Umständen ihr Leben verlor und der völlig zurückgezogen lebt, sucht Byron immer wieder Rat. Auch das Mordopfer Joanna Burden, die mit Joe ein Verhältnis hat, lebt einsam in ihrem Haus, sie berät Farbige und hilft ihnen, womit sie sich aus ihrer Gemeinde ausgrenzt, für die «Nigger» trotz verlorenem Sezessionskrieg und Abschaffung der Sklaverei immer noch Menschen zweiter Klasse sind. Gegen Ende des Romans tauchen dann die Großeltern von Joe auf, es klärt sich nun, wie es dazu kam, dass er Weihnachten vor dem Waisenhaus ausgesetzt wurde, um dann mit fünf Jahren zu einem unglaublich bigotten anglikanischen Ziehvater zu kommen, dessen brutale Methoden bei der Erziehung einiges erklären in seinem späteren Verhalten. Faulkner erzählt seine komplexe, schwermütige Geschichte in einer unglaublich dichten, kompakten Sprache, die vom Leser stets volle Aufmerksamkeit fordert. Sehr häufig setzt er dabei virtuos Bewusstseinsstrom und inneren Monolog ein, nicht selten sogar kombiniert im gleichen Satz. Seine außergewöhnliche Sprachkunst vermag mit wenigen Worten so immens viel zu transportieren, dass man geneigt ist, nach einigen Seiten eine Lesepause einzulegen, um das Gesagte zu verarbeiten, die solcherart entstandenen Bilder auf sich wirken zu lassen, die Geschehnisse gebührend einzuordnen und zu bewerten. Andererseits wird trotz der ungewöhnlich ruhigen, ebenso gemächlichen wie suggestiven Erzählweise Faulkners beim Leser eine Spannung erzeugt, die ihn immer weiter in die Geschichte hineinzieht und dann nicht mehr ruhen lässt, bis er die letzte Seite erreicht hat. Das ist Erzählkunst auf allerhöchstem Niveau.

"Licht im August" (1932…

buchwürmchen aus reutlingen am 02.04.2014

Bewertungsnummer: 2702253

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Licht im August" (1932 erschienen) greift das immer wieder aufwühlende, erregende Problemthema der USA auf: die Rassenfrage. Damals hochaktuell und heute leider immer noch nicht ganz überwunden, schildert Faulkner anschaulich und ergreifend von den Ereignissen die die Hochschwangere Lena auf der Suche nach ihrem Geliebten in der Großstadt Jefferson vorfindet. Am Rande der Stadt wird in einem brennenden Haus eine Frauenleiche entdeckt. Der 33-jähriger farbige Joe Christmas, der gleich in der Nachbarschaft wohnt, soll daran Schuld haben. Seine Lebensgeschichte und die vielen Schicksale die damit verbunden sind machen den Haupthandlungsstrang der Geschichte aus. Faulkner wechselt zwischen mehreren Erzählebenen. Ausgehend vom Moment des Verbrechens in Jefferson, taucht er teilweise über mehrere Generationen hinweg in die Vorgeschichte einzelner Protagonisten ein. Ich bin von diesem Buch ganz begeistert, finde es rasant und spannend.

"Licht im August" (1932…

buchwürmchen aus reutlingen am 02.04.2014
Bewertungsnummer: 2702253
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Licht im August" (1932 erschienen) greift das immer wieder aufwühlende, erregende Problemthema der USA auf: die Rassenfrage. Damals hochaktuell und heute leider immer noch nicht ganz überwunden, schildert Faulkner anschaulich und ergreifend von den Ereignissen die die Hochschwangere Lena auf der Suche nach ihrem Geliebten in der Großstadt Jefferson vorfindet. Am Rande der Stadt wird in einem brennenden Haus eine Frauenleiche entdeckt. Der 33-jähriger farbige Joe Christmas, der gleich in der Nachbarschaft wohnt, soll daran Schuld haben. Seine Lebensgeschichte und die vielen Schicksale die damit verbunden sind machen den Haupthandlungsstrang der Geschichte aus. Faulkner wechselt zwischen mehreren Erzählebenen. Ausgehend vom Moment des Verbrechens in Jefferson, taucht er teilweise über mehrere Generationen hinweg in die Vorgeschichte einzelner Protagonisten ein. Ich bin von diesem Buch ganz begeistert, finde es rasant und spannend.

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Licht im August

von William Faulkner

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