Chefinspektorin Alma Oberkofler ist eigentlich schon fast im Urlaub, als sie Zeugin wird, wie auf einem beliebten Wiener Markt ein Auto in ein Restaurant rast. Die Explosion kurz darauf ist verheerend. Alma kann zwar der Küchenhilfe das Leben retten, doch für den Besitzer Amon Cohen, den Journalisten Sebastian Schmuck sowie für eine junge Kellnerin kommt jegliche Hilfe zu spät. War es ein Anschlag auf den jüdischen Inhaber des Restaurants, den linken Journalisten oder die ukrainische Familie, die darüber wohnt – oder doch nur ein Unfall? Und wer war dieser Raucher, der kurz zuvor auf einer Bank vor dem Lokal noch die Sonne genoss? Der Fahrer des Autos ist ebenfalls tot und ganz und gar kein Unbekannter in den Medien: Albert Schotterer gehörte zur rechtsextremen Szene Österreichs. Immer wieder war er im Gespräch für eine tragende Rolle in einer rechtspopulistisch geführten Regierung. Alma und ihr Team ermitteln in alle Richtungen – auch wenn hinter ihrem Rücken die Politik bereits über den Ausgang der Untersuchungen entschieden hat und sie der Abteilung Leib und Leben einen Riegel vorschieben will.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
12.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Politisch brisanter Krimi mit viel gesellschaftlicher Sprengkraft
„Buberlpartie“ von Petra Hartlieb verbindet einen spannenden Kriminalfall mit hochaktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen. Schon der Auftakt auf dem Wiener Markt ist packend: Ein Auto rast in ein Restaurant, kurz darauf kommt es zu einer verheerenden Explosion. Schnell stellt sich die Frage, ob es sich um einen Unfall oder einen gezielten Anschlag handelt.
Besonders interessant fand ich, dass die Ermittlungen in ganz unterschiedliche Richtungen führen. Rechtsextremismus, Antisemitismus, politische Einflussnahme und die Situation von Geflüchteten werden ebenso angesprochen wie die Frage, wie unabhängig Ermittler eigentlich arbeiten können, wenn politische Interessen im Hintergrund wirken.
Chefinspektorin Alma Oberkofler ist dabei eine überzeugende Hauptfigur, die sich nicht so leicht einschüchtern lässt. Die Ermittlungen bleiben lange undurchsichtig und sorgen für einige überraschende Wendungen. Gleichzeitig regt der Krimi dazu an, über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und die Gefahren politischer Einflussnahme nachzudenken.
Für mich ein spannender und gesellschaftlich relevanter Kriminalroman, der Unterhaltung mit deutlicher politischer Haltung verbindet.
Bewertung
5/5
11.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Brillant brisant
Ich habe 'Buberlpartie' von Petra Hartlieb mit diesem Gefühl beendet, das ich bei richtig guten Krimis so liebe: Einerseits wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht, andererseits war ich traurig, als ich schon am Ende angekommen war.
Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin den Kriminalfall mit der österreichischen Politik und ihren Netzwerken verbindet. Man liest die Geschichte nicht einfach nur als spannenden Krimi – immer wieder kommt dieses unangenehme Gefühl dazu: So ganz weit weg von der Realität ist das alles vielleicht gar nicht. Genau diese Mischung aus Spannung, schwarzem Humor und politischer Brisanz hat mich gepackt und überzeugt.
Alma Oberkofler ist für mich dabei eine großartige Ermittlerin. Sie wirkt nicht wie eine künstlich konstruierte Superheldin, sondern angenehm menschlich und hartnäckig. Ich mochte besonders, dass sie sich nicht einfach mit den Antworten zufriedengibt, die man ihr vorsetzt. Gerne möchte ich sie noch öfter beim Ermitteln begleiten.
Bewertung
5/5
11.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Brisante Themen hochspannend verarbeitet
Buberlpartie war für mich das erste Buch von Petra Hartlieb. Mit ihrem flüssigen Schreibstil hat sie es geschafft, mich sofort in ihren Bann zu ziehen. Man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen, da das Buch absolut spannend und brisant geschrieben ist. Faszinierend oder eher schon erschreckend daran ist, dass die Themen so aktuell sind, das man schon fast Angst bekommen könnte.
Gerade das Thema "politische Einflussnahme" hat mich sehr bewegt und die Parallelen zu dem, was gerade passiert, sind nicht zu übersehen. Selten habe ich einen Krimi gelesen, der das aktuelle Zeitgeschehen so geschickt aufgreift und zu einem "Fall" verarbeitet.
Die Person der Chefinspektorin Alma Oberkofler ist eine starke Persönlichkeit, die sich in einer von mächtigen Männern dominierten Welt behaupten muss. Es gelingt ihr sehr gut und ich habe ihre Beharrlichkeit bewundert.
Das Ende des Falles ist schlüssig und hinterlässt doch ein nachdenkliches Gefühl. Ja, es ist ein Krimi und der ist packend. Aber irgendwie ist es auch ein Bild dessen, was gerade in der Welt passiert und zeigt auf, wie gefährdet unsere Demokratie ist.
Fazit: Ein absolut lesenswerter Krimi, der mehr als nur spannende Unterhaltung bietet.
Sophie D.
aus Berlin
5/5
09.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Grandios und hochaktuell
Das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Gleichzeitig ist es eines dieser Bücher, bei denen man beim Lesen immer wieder denkt: Das ist leider erschreckend aktuell.
Rassismus, Antisemitismus und politische Macht spielen eine große Rolle. Besonders beschäftigt hat mich, was passiert, wenn Politik nicht dazu beiträgt, Vertrauen in unsere Demokratie zu stärken, sondern Ängste verstärkt, Dinge verdreht und plötzlich ganz andere „Wahrheiten“ in den Raum stellt. Das hat mich beim Lesen an so einiges erinnert, was wir gerade selbst erleben.
Und dann ist da die Kommissarin. Sie war für mich ganz klar die Heldin der Geschichte. Ich mochte sie wirklich sehr. Sie muss sich in einer Welt behaupten, in der sie nicht nur gegen einen Fall ankämpft, sondern auch gegen politische Interessen, Männer, die meinen, die Dinge besser zu wissen, und gegen den Versuch, ihr und anderen vorzuschreiben, was sie zu sehen und zu glauben haben. Sie bleibt trotzdem dran. Sie lässt sich nicht kleinmachen und gibt nicht auf. Genau diese Mischung aus Stärke, Beharrlichkeit und Menschlichkeit hat mir an ihr so gut gefallen.
Ich fand es auch schön, eine Frau als Ermittlerin zu erleben, die nicht einfach nur die „harte Kommissarin“ sein muss, sondern ihre eigene Art hat, mit all dem umzugehen. Für mich war sie eine richtig starke Frauenfigur, gerade weil sie nicht perfekt sein muss, um stark zu sein.
Und der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Petra Hartlieb schreibt so, dass man einfach weiterlesen will. Keine unnötigen Längen, sondern eine Geschichte, die einen immer weiterzieht. Ich wollte ständig wissen, wie es weitergeht und hatte das Buch deshalb ziemlich schnell durch.
Für mich ist „Buberlpartie“ ein richtig guter Krimi, aber eben auch ein Buch, das etwas auslöst. Es geht um Macht, um Verantwortung, um unsere Demokratie und darum, was passiert, wenn Menschen anfangen, die Realität nach ihren eigenen Interessen zurechtzubiegen.
Lese-Abenteurerin
aus Oberösterreich
5/5
01.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Mysteriöse Verwicklungen
Meine Meinung
Die Latte lag nach dem überaus brillanten Vorgängerband „Freunderlwirtschaft“ sehr hoch und konnte meiner Auffassung nach mit „Buberlpartie“ nicht ganz erreicht werden. Der Autorin ist mit „Buberlpartie“ allerdings ein vielschichtiger, packender Krimi mit viel österreichischem Flair sehr gut gelungen.
Durch geschickt eingefügte Informationen aus dem Vorgängerband findet man sich leicht im Personengeflecht zurecht. Der Fall ist in sich abgeschlossen. Die Protagonist*innen des Krimis sind authentisch und mit viel Feingefühl ausgestaltet, sodass ich sie sehr realistisch vor meinem inneren Auge sah.
Auch wenn es sich um eine erdachte Geschichte handelt, so konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass so manche Situation der österreichischen Innenpolitik einen Gedankenanstoß zu diesem Krimi lieferte.
Der packende Schreibstil der Autorin hielt mich bis zuletzt in Atem und die Länge der Kapitel fand ich sehr angenehm. Das Zusammenspiel aus Zufällen und bewussten Entscheidungen wurden von der Autorin sehr gut präsentiert und auch der Schluss der Geschichte passte perfekt.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannenden Krimi mit vielen Anspielungen auf die österreichische Innenpolitik ist, dem sei „Buberlpartie“ bestens empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig und intelligent unterhalten und kann für dieses Buch meine Leseempfehlung aussprechen, wobei mir aber „Freunderlwirtschaft“ noch um ein „Eizerl“ besser gefallen hat.
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