Eine Auslandskorrespondentin, die um ihre Existenz kämpft. Eine verschwundene Tochter. Ein Fall, der in menschliche Abgründe blicken lässt.
Nach einem tragischen Einsatz in Afghanistan ist Cathrine Birklund am Ende: Ihre Karriere als Auslandskorrespondentin liegt brach, ihr Privatleben ist zerrüttet. Als ihre Freundin Pim – eine Privatdetektivin in Bangkok – sie um Hilfe bittet, steigt Cathrine nur zu bereitwillig in den Flieger. Der rätselhafte Fall um die verschwundene Tochter eines Botschafters sieht anfangs nach einer normalen Vermisstensuche aus, entpuppt sich aber rasch zu einem tödlichen Spiel zwischen Korruption, Machtmissbrauch und dunklen Geheimnissen. Um den Fall zu lösen, muss sich Cathrine nicht nur gegen äußere Gefahren behaupten, sondern auch mit ihren inneren Dämonen der Vergangenheit auseinandersetzen.
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Magnolia
Thalia Book Circle Community
5/5
07.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Fesselnder Auftaktband der Cathrine-Birklund-Reihe
TREIBSAND ist der fesselnde Auftaktband zu Christina Lunds Cathrine-Birklund-Reihe.
Catherines Einsatz in Afghanistan hat sie komplett aus der Bahn geworfen, als sie mit ansehen muss, wie die kleine Maliha einen Anschlag, dem Catherine knapp entkommen ist, nicht überlebt. Man spürt direkt Catherines Schmerz, der nicht in Worte zu fassen ist. Zurück in der Heimat dann ist es Adams Geburt, das Kind von ihr und Claus, von der ich als nächstes lese. Sie denkt dabei zurück an den tödlichen Angriff in Afghanistan, an Maliha, die nicht alt werden durfte. Selbst nach der Geburt ihres Kindes kann sie die Dämonen der Vergangenheit nicht abstreifen.
Catherine ist Journalistin, einst gefeiert, sehr erfahren, sehr erfolgreich. Nach den traumatischen Erlebnissen greift sie zu allem, was betäubt, bevorzugt nach Alkohol. Ihr Job ist in Gefahr, auch ihr Privatleben mit Mann und Kind entgleitet ihr zusehends, da greift sie nach dem letzten Strohhalm, der sich ihr auftut: Ihre Freundin Pim, die als Privatdetektivin in Bangkok lebt, braucht ihre Hilfe als dänische Staatsangehörige, denn Clara, die Tochter des dänischen Botschafters, ist verschwunden. Die Behörden verhängen eine Nachrichtensperre, die thailändische Polizei ist eher inaktiv, die Eltern weichen auf private Hilfe aus.
Es sind ganz und gar unterschiedliche Charaktere, die hier aufeinandertreffen. Catherine ist eine gebrochene Frau, die ohne einen gewissen Alkoholpegel nicht durch den Tag kommt. Man könnte sie komplett verurteilen. Sie ist keine Mutter, trotzdem sie ein Kind geboren hat, sie trinkt bis zum Absturz - nicht nur einmal möchte ich ihr zurufen, zumindest genügend Nahrung zu sich zu nehmen. Pim ist das genaue Gegenteil, sie ist durch und durch diszipliniert. Auch ihr Partner Yosuf, der sich nach einer schweren Verletzung als Beamter der Royal Thai Police als Privatdetektiv selbständig gemacht hat, behält stets den Überblick.
Zunächst ist es die Suche nach Clara, bald aber kommt sehr viel mehr dazu. Der SSB, ein thailändischer Geheimdienst, scheint hier involviert zu sein. Ein Weg führt ins berüchtigte Bang Kwang Gefängnis, das „Bangkok-Hilton“. Dass Majestätsbeleidigung streng geahndet wird, ist zwar bekannt, hier aber wird so richtig bewusst, dass damit nicht zu spaßen ist. Politische Aktivisten spielen eine Rolle und auch das sehr Private, das Zwischenmenschliche schwappt nach oben.
Christina Lund lässt in diesem ersten Band tief blicken. Ihre sehr fehlbare Hauptfigur kann man in vielerlei Hinsicht verurteilen, trotzdem bleibt sie nahbar, sofern man ihre Vita mit einbezieht. Ihre Alkoholexzesse führen in so manch zwielichtige Bar, in das dunkle Bangkok, in dem Korruption und Machtmissbrauch gedeihen, in eine Stadt, die wir als für uns so exotisches Reiseziel so nicht sehen werden.
Mich hat dieser TREIBSAND sofort ins Geschehen gezogen, schon in Afghanistan, das das hochriskante Leben einer Investigativjournalistin auf wenigen Seiten veranschaulicht. Ihr stetiger Kampf sowohl beruflich als auch privat ist anschaulich dargestellt und dann, im eigentlichen Fall um die Vermisste Clara, war ich komplett dabei. Ein gelungener Auftakt, der unbändige Lust auf mehr macht, auf Catherine Birklunds nächsten Fall UNTERSTROM, der wiederum von Dänemark nach Thailand führt.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
26.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Abgrund und Hoffnung
Worum geht’s?
Eine verrufene Journalistin, Mutter ohne Kind und Alkoholikerin. Das ist Cathrine. Nach einer Explosion in Afghanistan hat sie alles verloren. Ganz unten angekommen erhält sie eine Nachricht von Pim, ihrer besten Freundin. Diese sucht in Thailand nach einem vermissten Mädchen. Ist das Cathrines Chance auf einen Neuanfang?
Meine Meinung:
Mit ihrem Thriller-Debüt „Treibsand“ startet Christina Lund ihre Serie um die Journalistin Cathrine Birklund. Und der Schreibstil hat mich sofort gepackt und mitten hineingezogen in das bunte, laute und gleichzeitig gefährliche Treiben Thailands. Die Geschichte ist fesselnd, bildhaft und unglaublich lebendig, gleichzeitig aber auch emotional und tiefgründig.
Cathrine ist eine Journalistin, die eigentlich alles verloren hat. Ist sie mir sympathisch? Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht sagen. Vielmehr hatte ich Mitleid mit ihr und hätte sie gleichzeitig zu gerne jedes Mal geschüttelt, wenn sie wieder zu Alkohol oder Tabletten gegriffen hat. Durch ihre Vergangenheit versteht man jedoch, warum sie so geworden ist und warum es ihr so schwerfällt, aus diesem Kreislauf auszubrechen.
Richtig gut gefallen haben mir dagegen Pim und Yosuf. Pim fällt allein durch ihr Äußeres auf, macht Muay Thai und ist Partnerin in einer Detektivagentur. Ihr Geschäftspartner Yosuf ist ehemaliger Geheimdienstagent und hat sich mit der Detektei selbstständig gemacht. Zwei spannende Charaktere, von denen ich zu gerne noch viel mehr erfahren hätte. Ich hoffe sehr, dass wir beide im nächsten Band wiedersehen werden!
Und dann ist da natürlich der eigentliche Fall. Und den fand ich einfach genial aufgebaut. Wir starten in der Vergangenheit und erfahren, was Cathrine in Afghanistan widerfahren ist. Dadurch konnte ich ihre Veränderung und ihr heutiges Verhalten viel besser nachvollziehen. Sie ist einfach ein ganz armer Kerl, für den man sich trotz allem nur wünscht, dass sie irgendwie wieder auf die Beine kommt. Danach geht es nach Bangkok und die Geschichte nimmt ordentlich Fahrt auf. Es wird ein bisschen politisch, es geht um Korruption, Aktivisten und ein verschwundenes Mädchen, Carla, die Tochter des dänischen Botschafters. Wir besuchen ein Gefängnis in Bangkok und bekommen kleine Einblicke in die politischen Verbindungen zwischen Dänemark und Thailand.
Ich fand es unglaublich, wie rasant und lebendig sich die Geschichte entwickelt hat. Cathrines Abstürze zwischen den Ermittlungen haben das Ganze noch authentischer gemacht und mich emotional immer tiefer hineingezogen. Es war ein ständiges Hin und Her der Gefühle: spannend, emotional und gleichzeitig informativ. Von mir aus hätte das Buch sogar noch ein paar Seiten mehr haben dürfen, um einige der angesprochenen Themen noch weiter zu vertiefen. Aber für den Auftakt dieser Thrillerserie war es für mich einfach perfekt. Die Auflösung war spannend und dann bekommen wir auch noch einen kleinen Cliffhanger serviert, der hoffentlich im nächsten Band aufgegriffen wird.
Ich mochte wirklich alles an diesem Buch und bin absolut gespannt, was wir von Christina Lund und vor allem mit Cathrine Birklund noch erwarten dürfen!
Fazit:
„Treibsand“ von Christina Lund ist ein rasanter und gleichzeitig emotionaler Thriller, der mich von Anfang an gepackt hat. Mit Cathrine bekommen wir keine strahlende Heldin, sondern eine gebrochene Frau, die immer wieder abstürzt und trotzdem versucht, sich irgendwie zurück ins Leben zu kämpfen. Dazu ein spannender Fall, das lebendige Setting Thailands und politische Themen, die sich wunderbar in die Handlung einfügen. Für mich ein richtig starker Auftakt, nach dem ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Cathrine, aber auch mit Pim uns Yosuf weitergeht.
5 Sterne von mir.
Evenia
4/5
12.09.2026
Buch (Taschenbuch)
spannender Auftakt einer neuen Thrillerreihe
Das Cover finde ich sehr ansprechend und passt auch zum Buch bzw. zu dem Ort/Kontinent, in dem die Story spielt. Die Autorin Christina Lund legt mit ihrem Debüt einen guten Start als Thrillerautorin hin.
Das Buch beginnt damit, dass Cathrine, eine Journalistin, die aus einem Kriegsgebiet in Afghanistan berichten möchte. Nach einer Explosion, die sie nur haarscharf überlebt, bei der jedoch unter anderem das Kind eines Bekannten umkommt, kehrt sie Cathrine, traumatisiert und schwanger nach Dänemark zurück. Sie fängt an zu trinken, lässt ihr Kind bei ihrem Mann und stürzt immer mehr ab. Bis sie eine Nachricht von ihrer thailändischen Freundin Pim erhält, die sie um Hilfe bittet in einem Vermisstenfall. Chathrine fliegt nach Thailand, um Pim und ihrem Partner Yosuf, die gemeinsam eine Detektivagentur betreiben, zu unterstützen.
Während der Ermittlungen und Suche nach dem vermissten Mädchen erfahren wir auch viel über die Korruption und Macht in Thailand. Fast jeder ist bestechlich und mit dem ein oder anderen Schein kommt man seinem Ziel immer näher.
Mir hat gefallen, wie die Autorin die Geschichte aufgebaut hat. Beginnend mit Afghanistan bis nach Bankok erfahren wir viel über Cathrine, bauen ggf Sympathie und/oder Verständnis auf und fiebern mit, wie und ob die drei alle Fäden, die sich auftun, miteinander verbinden können.
So ab Mitte des Buches nimmt die Story richtig Fahrt auf und ich mochte das Buch eigentlich nicht mehr weglegen.
Ich bin gespannt auf den nächsten Teil, der Anfang des nächsten Jahres erscheinen wird und ob unsere drei Protagonisten wieder dabei sind.
Webervogel
4/5
08.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannender Schauplatz, gebrochene Hauptfigur
Ein Thriller, der in Bangkok spielt und diplomatische Kreise betrifft – das hat mich neugierig gemacht. Genau wie die Protagonistin Cathrine Birklund, eine gebrochene Frau, die sich als Journalistin in Afghanistan eine posttraumatische Belastungsstörung zugezogen hat und mit dem Leben in ihrer dänischen Heimat nicht mehr klarkommt. Sie hat ihre Beziehung gegen die Wand gefahren und kann nicht für ihren kleinen Sohn sorgen. Der Auftrag in Thailand kommt wie gerufen, kann sie dadurch doch ihr Trümmerfeld von Privatleben und Karriere hinter sich lassen und sich in die Arbeit stürzen. Pim, thailändische Privatdetektivin und langjährige Freundin, hat sie um Unterstützung bei der Suche nach der verschwundenen Tochter des dänischen Botschafters gebeten. Doch Cathrine kämpft mit eigenen Dämonen und versucht permanent, sich mit Alkohol zu betäuben. Ist sie überhaupt in der Lage, andere zu retten, wo sie schon bei sich selbst versagt?
Plot und Setting dieser Geschichte fand ich packend. Das Ganze ist spannend erzählt, es gibt ab und an eine Rückblende und der Vermisstenfall nahm für mich unerwartete Wendungen. Cathrine als Hauptfigur macht es einem mitunter nicht leicht, wenn sie bis zur Bewusstlosigkeit trinkt und sich – von der Sucht und der PTBS getrieben – einfach unvernünftig verhält. Statt dieser Passagen hätte ich mir mehr Dialog, vielleicht auch noch mehr Handlung gewünscht. Den Schauplatz Bangkok fand ich faszinierend geschildert und die Charaktere Pim und Yosuf hätte ich gerne noch näher kennengelernt. Chancen dazu gibt es aber eventuell: Im März 2027 erscheint Band zwei der „Cathrine-Birklund-Reihe“. Da der ein oder andere Handlungsstrang von „Treibsand“ offen endet, bin ich jetzt schon gespannt auf das nächste Buch. Ich wäre allerdings enttäuscht, wenn es charakterlich nicht mehr in die Tiefe geht und die Geschichte wieder so sehr vom Alkoholkonsum der Hauptfigur geprägt ist.
BooKLooVE
3/5
11.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Vermisstensuche in Bangkok
INHALT (übernommen)
Nach einem tragischen Einsatz in Afghanistan ist Cathrine Birklund am Ende: Ihre Karriere als Auslandskorrespondentin liegt brach, ihr Privatleben ist zerrüttet. Als ihre Freundin Pim – eine Privatdetektivin in Bangkok – sie um Hilfe bittet, steigt Cathrine nur zu bereitwillig in den Flieger.
Der rätselhafte Fall um die verschwundene Tochter eines Botschafters sieht anfangs nach einer normalen Vermisstensuche aus, entpuppt sich aber rasch zu einem tödlichen Spiel zwischen Korruption, Machtmissbrauch und dunklen Geheimnissen. Um den Fall zu lösen, muss sich Cathrine nicht nur gegen äußere Gefahren behaupten, sondern auch mit ihren inneren Dämonen der Vergangenheit auseinandersetzen.
MEINE MEINUNG ZUM BUCH
Das Cover verbreitet zwar eine düstere Atmosphäre, die Gestaltung allgemein passt aber leider nicht wirklich zum Inhalt des Buches.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr sachlich. Während Landschaften und Räumlichkeiten umfassend beschreiben werden, sodass man sich diese gut vorstellen kann, werden Informationen, die für den Leser eigentlich überraschend sein sollen, oft nur mit einem Satz und dann gar nicht mehr erwähnt. Das fand ich ein bisschen schade! Gefallen haben mir dagegen die kurzen Kapitel, sowie die Rückblicke in die Vergangenheit!
Den Einstieg in die Geschichte fand ich toll, denn er hat mich sofort gepackt! Die Situation wurde sehr atmosphärisch und nachvollziehbar beschreiben und hat mich richtig neugierig auf den Rest des Buches gemacht!
Nach den ersten paar Seiten jedoch hat sich das Buch für mich sehr stark gezogen. Denn die ersten 100 Seiten bestanden nur aus einer Beschreibung der schwierigen Lebenssituation von Protagonistin Cathrine. Danach wurde zu ersten Mal der eigentliche Fall/Hauptaspekt der Geschichte erwähnt, welcher mich leider auch nicht wirklich mitreißen konnte, da es viel Unklares, und erst nach den nächsten 100 Seiten wieder etwas Neues gab...
Das letzte Drittel des Buches war dann wieder ganz gut. Die Geschichte hat langsam ein wenig an Fahrt aufgenommen und es kam auch endlich etwas Thrill vor!
Die Entwicklung des Falls war für mich doch ein wenig überraschend, wenn auch der Schluss etwas knapp geschildert wurde.
FAZIT
Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht wirklich begeistern. Die Handlung wurde für mich zu sachlich geschildert und es gab leider auch einige Stellen, die sich sehr gezogen haben...
Ich vergebe 3 Sterne!
Danke nochmals an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!
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