Peter Schmidt nimmt Menschen anders wahr. In Gesichtern lesen, Mimik und Zwischentöne deuten, das bleibt ihm verschlossen. Denn er ist Asperger-Autist. Zwischen ihm und seiner Umwelt scheint eine unsichtbare Wand zu stehen – spürbar im Alltag, in Gesprächen, in der Liebe. Gefühle deuten, Smalltalk führen, Erwartungen erfüllen – all das ist für ihn ein Balanceakt. Kein typischer Traumprinz also. Und doch ist er heute glücklich verheiratet und Vater.In seiner ehrlichen und ungewöhnlichen Autobiografie erzählt er, wie er trotz aller Hindernisse seinen eigenen Weg zur Liebe gefunden hat.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Pratteln
5/5
01.01.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wertvolle Einblicke in das Innenleben eines Aspies
Persönlich bin ich sehr dankbar um die Einblicke in die Gedankenwelt und die Schwierigkeiten im Leben eines Aspies, auf der anderen Seite schockiert bezüglich der rücksichtslosen ICH-Bezogenheit.
Der Protagonist hatte sehr viel Glück eine so anpassungsfähige Frau gefunden zu haben. Wie Prometheus formatierte Herr Schmidt seine Frau nach seinen Wünschen und sie lies es zu, verzichtete selbstlos auf eine 'Selbstverwirklichung' und lies sogar ihr Studium sausen. Wirklich erstaunlich in einer Zeit der Gleichberechtigung.
Das Buch ist gut leserlich geschrieben, es gelingt einem sehr gut, sich in den Protagonisten hinein zu versetzen.
Bewertung
5/5
19.01.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Intelligent. Erfolgreich. Pedantisch. Autist.
Peter Schmidt ist Autist und somit nur sehr eingeschränkt in der Lage, auf die Gefühle seiner Mitmenschen einzugehen. Außerdem wird er von seiner Umwelt als jemand wahrgenommen, der zwar hochintelligent ist, aber immer wieder angeblich merkwürdige Sachen macht. Andere Menschen sind ihm ein Rätsel. Trotzdem sucht er die große Liebe und zeigt in diesem Buch seinen langen und schweren Weg dorthin und warum es eben nicht zielführend ist, die erprobten Pfade von anderen Menschen zu gehen.
Brillant! Der Autor schafft es, uns Einblick nehmen zu lassen in das Leben eines Menschen mit Asperger-Syndrom, der erst als Erwachsener überhaupt diese Diagnose erhält. Man sieht, vor welchen Schwierigkeiten Personen stehen, die mit Körpersprache und emotionalen Signalen nichts anfangen können, gerade in unserer heutigen Zivilisation. Und ähnlich wie bei Graeme Simsions Buch Das Rosie-Projekt zeigt Herr Schmidt eine Möglichkeit, wie man mittels Vernunft und Logik in der komplizierten Welt der Gefühle bestehen kann. Deshalb ein großes Dankeschön für diese offene Darstellung des eigentlich Privaten, im Namen aller, die aus den unterschiedlichsten Gründen als anders gelten!
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