Produktbild: Wer möchte nicht im Leben bleiben
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Helene Bukowski

1. Wer möchte nicht im Leben bleiben

Wer möchte nicht im Leben bleiben

Gesprochen von
5
16,69 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2317

Gesprochen von

Sarah Dorsel

Spieldauer

7 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

8

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948097

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

2317

Gesprochen von

Sarah Dorsel

Spieldauer

7 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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8

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948097

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  • Bücherhummelchen

    4/5

    03.09.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Zwischen Klavier, Druck und großer Einsamkeit

    Das Hörbuch „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ von Helene Bukowski ist ein ungewöhnlicher literarischer Roman, der sich mit dem kurzen Leben der jungen Pianistin Christina beschäftigt. Als Hörbuch wird die Geschichte von Sarah Dorsel gelesen. Christina wächst in der DDR auf und wird schon früh zur Pianistin ausgebildet. Zwischen musikalischem Talent, den hohen Erwartungen ihres Vaters, dem strengen Ausbildungssystem und ihrer zunehmenden Einsamkeit führt ihr Weg bis nach Moskau. 1985 nimmt sie sich mit gerade einmal 24 Jahren das Leben. ... Warum es zum Selbstmord kam, beantwortet Helene Bukowski nicht eindeutig. Stattdessen nähert sie sich Christina vorsichtig an und lässt Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Besonders gefallen hat mir die ungewöhnliche Erzählweise. Die Autorin spricht Christina direkt mit „du“ an und versucht, aus Dokumenten, Erinnerungen und Leerstellen ein Leben nachzuzeichnen. Dabei vergleicht sie Christinas Erlebnisse auch oft mit ihren Eigenen. Auch der Schreibstil war für mich etwas ganz Neues. Bukowski schreibt sehr bildhaft, ruhig und teilweise poetisch. Allerdings gab es für mich auch einige Längen, durch die die Geschichte zwischendurch etwas an Spannung verlor. Zudem hat mich das Gendern im Hörbuch kolossal gestört. Das hörbare Stocken bei den gegenderten Formulierungen hat meinen Hörfluss immer wieder unterbrochen. Sarah Dorsel liest ruhig und einfühlsam und passt damit grundsätzlich sehr gut zur melancholischen Stimmung des Romans. Stellenweise hätte ich mir allerdings etwas mehr Abwechslung in der Betonung gewünscht. Insgesamt ist „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ein nachdenkliches und sprachlich besonderes Hörbuch, das noch eine Weile nachwirkt. Besonders geeignet ist es für alle, die ruhige, anspruchsvolle Literatur und ungewöhnliche Erzählperspektiven mögen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Förderung und Überforderung liegen nahe beeinander

    Fremdbestimmung. Einsamkeit. Spurensuche. Ein sehr interessantes Buch, das mir richtig gut gefallen hat. Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist der Autorin Helene Bukowski ein faszinierender Roman gelungen, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Sarah Dorsel noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt. Zu Beginn musste ich mich erst einmal ein wenig in der Geschichte zurechtfinden. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und ich wusste anfangs nicht so recht, aus welcher Perspektive hier eigentlich erzählt wird. Doch genau das hat für mich auch einen gewissen Reiz ausgemacht. Im Mittelpunkt steht eine junge, außergewöhnlich talentierte Pianistin. Leider sind mit diesem Talent auch sehr viel Druck und Fremdbestimmung verbunden. Der große Ehrgeiz ihres Vaters spielt dabei eine enorme Rolle. Auf der einen Seite stehen der Drill und das Talent und auf der anderen die damit einhergehende Einsamkeit, die mich beim Hören immer wieder sehr berührt hat. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Förderung und Überforderung sein kann. Die Geschichte beruht auf intensiven Recherchen und das fand ich ehrlich gesagt spannend. Helene Bukowski hat sich auf die Spuren dieser jungen Frau begeben und versucht, ihr Leben anhand verschiedener Dokumente und Erinnerungen zu rekonstruieren. Für mich bekommt die Geschichte dadurch noch einmal einen ganz besonderen Touch. Christinas Vater hat mich beim Hören immer wieder beschäftigt. Im Grunde möchte er nur das Beste für seine Tochter. Er sieht ihr außergewöhnliches Talent und möchte dieses natürlich unbedingt fördern. Irgendwann verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fördern und Fordern. Es ist nicht nur das Elternhaus, sondern auch ihre Ausbildung und das damalige System der DDR. Alles ist geprägt von Leistung und einem hohen Erwartungsdruck. Immer funktionieren, immer abliefern müssen, immer zu den Besten gehören. Wie viel kann ein junger Mensch wirklich aushalten? Und welchen Preis zahlt man für diesen Erfolg? Ich habe mich beim Hören immer wieder gefragt: Wo bleibt bei all dem eigentlich das Leben? Ein ganz großes Kompliment möchte ich Sarah Dorsel machen, die das bei Hörbuch Hamburg erschienene Hörbuch sehr einfühlsam, ruhig, aber auch unglaublich eindringlich eingesprochen hat. „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für mich ein emotionales und bewegendes Hörbuch, das mich noch lange beschäftigt hat. Ein großes Talent zu fördern und dabei die richtige Balance zwischen Leistung und Leben zu finden, stelle ich mir unglaublich schwierig vor. Den Erzählstil von Helene Bukowski fand ich sehr gelungen und kann das Hör-Buch aus diesem Grund wirklich sehr weiterempfehlen. ⚠️ Triggerwarnung: Suizid, psychische Belastung Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

  • Bewertung

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ätherisch

    Vielleicht hat sich jeder von euch schon mal gefragt: Was von ihm / ihr bleibt, wenn das Leben ein Ende genommen hat. Wird man sich erinnern? Wie lange wird das der Fall sein. Oder wird man in die Unendlichkeit eingehen und schnell verschwinden, auch aus den Köpfen der Menschen? Oder wird es jemanden geben, der einem ein Denkmal setzt? Helene Bukowski hat eine Schachtel gefunden mit Aufzeichnungen, Tonbändern und anderen Kleinigkeiten, die das Leben einer Frau spiegeln, die sich 1985 mit Mitte 20 das Leben genommen hat. Christina wuchs in der DDR als Kind ehrgeiziger Eltern auf. Der Vater hat ihr musikalisches Talent nicht nur erkannt und gefördert. Er hat seine Obsession zu ihrer machen wollen. Das Klavier nahm nun so viel Platz in Christinas Leben ein, dass für sie selbst nur wenig blieb. Die Mutter nimmt schon zur Kenntnis, dass sich ihre Tochter sehr einschränkt, und kleine Gesten zeigen uns das. Doch in einem Land, in dem besondere Talente nicht nur Kunst, sondern auch immer politisch sind, ist es schwer, die freie Entfaltung der eigenen Kinder zu erlauben. Christina geht also ihren Weg, nicht nur in der kalten und von Drill geprägten Spezialschule, sondern später auch nach Moskau ins Konservatorium. Wir merken zunehmend, wie schwer sie sich tut und wie ihre Gesundheit leidet. Dann erkrankt sie an einem merkwürdigen Fieber. Einer Krankheit, für die es damals noch keine Diagnose und keinen Namen gab. Ich bin hineingefallen in die besondere Erzählweise von Helene Bukowski. Sie betrachtet Christina liebevoll, gibt ihr eine Geschichte. Sie füllt die Lücken und klärt uns gleichzeitig darüber auf, dass sie dies tut. Die besondere Du-Ansprache ist ein Erzählstil, den ich immer häufiger lese und der mir bisher immer gefallen hat. So auch hier! Obwohl die Autorin ihre Protagonistin nicht kannte, wirkte es auf mich, als wenn eine intensive Nähe zwischen beiden geherrscht hat. Ich habe mich für Christina Sehr gefreut. Da wird einem jungen, sehr begabten Menschen ein Denkmal gesetzt, eine Identität gegeben. Ich finde das sehr wertschätzend, auch wenn man mutmaßen könnte, dass hier die Vergangenheit verändert wird. Ich sehe es als Interpretation eines viel zu früh beendeten Lebens. Obwohl es an Härte und Frustrationen in Christinas Geschichte nicht mangelt, wirkt diese Rekonstruktion zart und ätherisch. Der Text ist zu jeder Zeit zugänglich und ließ mein literarisches Herz Purzelbäume schlagen. Eine große Empfehlung an alle, die glauben, dass anspruchsvolle Literatur von jedem gelesen werden sollte (und kann), die Christina kennenlernen und sehen und erkennen und einfach ein unglaublich gutes Stück Literatur des Jahres 2026 in den Händen halten möchten.

  • Bewertung

    5/5

    14.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierend und sehr behutsam erzählt

    Das Buch ist eines der besten, das ich seit langem gelesen habe. Der Erzählstil ist für mich so neu und interessant: die Autorin/Erzählerin folgt der Protagonistin durch ihre Geschichte, ist ganz nah dabei, wie ein Geist aus der Zukunft. Gleichzeitig verwebt sich der Einblick, den sie in ein ihr bis vor kurzen noch Unbekanntes Leben erhält mit ihrem eigenen. Dabei geht sie liebevoll und behutsam vor. Zusätzlich gibt es Einblicke in eine der Kaderschmieden der DDR und die Psychologie von Eltern-Kind-Beziehungen. Mich hat das Buch wehmütig gemacht und tief berührt. Den Titelnamen finde ich hervorragend gewählt, habe dadurch auch das Lied dazu entdeckt. Ich musste die gesamte Zeit daran denken, dass wir alle Erinnerung sind. Und was wahr ist und was wirklich ist, so nah und manchmal auch so fern sein können. Danke für diesen berührenden Sichtweise auf in ein Leben, was schon vergangen ist. Das ist eine Geschichte, die mich sicher noch eine Weile nicht loslassen wird.

  • wal.li

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    28.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So ein Talent

    Christinas Eltern haben sich spät kennengelernt und sie sind stolz auf ihr einziges Kind. Schon als Kleinkind erweist sich Christina als musikalisches Talent. Der Vater, selbst nach dem Krieg eingeschränkt, wünscht sich für seine Tochter eine große Karriere. In den 1960er Jahren wohnt die Familie in Leipzig. Christinas Gabe wird entdeckt und sie bekommt eine herausragende schulische Förderung. Allerdings heißt das, dass sie das Elternhaus früh verlassen muss. Der Unterricht ist zwar fördernd, aber auch fordernd. Und auch bei ihren Eltern bekommt Christina selten eine Pause. Natürlich gibt es Ausflüge und besonders die Mutter versucht ihrer Tochter so manchen Wunsch von den Augen abzulesen.  Wie war eine Kindheit und Jugend in der ehemaligen DDR? Zunächst einmal ist Christina einfach nur ein Kind. Wo sie lebt ist daher eher egal. Allerdings ist die Menschen der Generation von Christinas Eltern durch den Krieg geprägt und vermutlich in der persönlichen Entwicklung nicht so vorangekommen wie sie es ohne Krieg geschafft hätten. Vielleicht neigen Eltern dann dazu zu viel von dem, was ihnen selbst nicht möglich war, auf die Kinder zu projizieren. Und dann ein Kind mit Talent. Christinas Leben ist von Pflichten geprägt. Einigermaßen glücklich wirkt sie während ihres Studiums in Moskau.  Beim Lesen dieses Romans fühlt man Bedauern. Man fragt sich, ob Christina eine Entwicklung durchmacht, die nicht zu verhindern gewesen wäre. Oder hätte die Welt eine große Pianistin kennenlernen dürfen, wenn der Druck sowohl von den Eltern insbesondere dem Vater und den staatlichen Stellen nicht so groß gewesen wäre. Auf berührende Art lässt die Autorin die Leserinnen und Leser an Christinas Schicksal teilhaben. Die Erinnerungen der Familie, deren Dokumentation die Autorin erhalten hat, kleidete sie in einen Roman, der sich zum einen durch die kurzen Kapitel leicht lesen lässt, zum anderen aber durch seine Tiefe besticht. Man hätte Christina ein glückliches und unbeschwertes Leben gewünscht.  Das titelgebende Kinderlied gibt es im großen weiten Netz zu hören. Der Roman steht auf der Longlist des deutschen Buchpreises 2026. Die Daumen sind gedrückt.

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    Jules Iff

    OSIANDER Bamberg

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    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein persönlicher Gewinner des deutschen Buchpreises 2026

    Helene Bukowski erzählt unheimlich feinfühlig von Christina; einer jungen Frau, deren Leben in einer späteren Zeit so anders hätte verlaufen können. Wir folgen unserer Protagonistin von Kindesbeinen an über das Musikstudium in Moskau bis hin zu jenem Tag, an dem sie sich in ihrer Kindheitswohnung in Neubrandenburg tragischerweise das Leben nimmt. Gespickt mit Anekdoten aus der Jugend in der DDR sowie dem Alltag im sowietischen Russland ließ mich dieser Roman Nostalgie für eine Zeit empfinden, die ich selbst nie miterlebt habe. Meisterhaft verknüpft Bukowski dabei biographische Fakten mit spekulativen Details, die sich so oder so ähnlich hätten zutragen können. Dabei stets im Hintergrund: Die Erzählerin, der man über den Verlauf des Buches immer mehr anmerkt, wie gerne sie Christina in ihren dunkelsten Momenten einfach mal in den Arm genommen hätte. Und was soll ich sagen - mir ging es dabei ganz genauso.

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