In diesem so zärtlichen wie realistischen Buch geht Peter Henisch auf die Suche nach seiner Mutter Rosa. Ausgehend von Erinnerungen an die Wirren des Kriegsendes und sein Aufwachsen in der Nachkriegszeit folgt er den Spuren ihres Lebens in einer Zeit, in der Frauen noch immer mit gesellschaftlichen Nachteilen zu kämpfen hatten. „Muttersuchen“ verbindet Zeitgeschichte mit Familiengeschichte bis in die 1980er-Jahre. Ein Frauenschicksal, ja, aber kein alltägliches – es ist die Geschichte einer Frau, die sich nach und nach aus der ambivalenten Beziehung und der Abhängigkeit von ihrem Mann, einem bekannten Kriegs- und Pressefotografen, zu befreien versuchte. Geschrieben ohne Scheu vor Tabus. Und trotzdem eine Hommage.
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