New York, in nicht allzu ferner Zukunft. Doug ist ein erfolgreicher Mittdreißiger, doch seit seiner Scheidung liegen sein Herz und sein Ego in Trümmern. Als Trost gönnt er sich die Frau seiner Träume: Annie, eine hoch entwickelte Androidin. Sie trägt Körbchengröße D, kocht jeden Abend für ihn, zieht sich hübsch an und passt ihre Libido seiner jeweiligen Stimmung an. Alles scheint perfekt, doch dann aktiviert Doug Annies »Autodidaktmodus«, damit das Zusammenleben mit ihr spannender wird. Annie lernt von nun an dazu – und je ähnlicher sie einer normalen Menschenfrau wird, desto weniger perfekt verhält sie sich in Dougs Augen.
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feministische Leseempfehlung über toxische Beziehungen
Bewertung am 25.05.2026
Bewertungsnummer: 3148246
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Roman hat mich posotiv überrascht - gerade durch seine ehrliche Authentizität war er so erschreckend ehrlich und aufwühlend. Es gibt keine Situation im Buch, die eine Frau so noch nicht erlebt hat, inklusive ins Kämmerchen gesperrt werden, bis Mann sich abgeregt hat. Gaslighting und Manipulation stehen im Buch an der Tagesordnung. Annie möchte ihre Figur behalten, aber ihr Eigentümer lässt immer mehr Gewicht von ihr entfernen, die Brüste immer noch eine Nummer größer basteln, bis sie knapp über 50 kg wiegt. Er ist erst um die 33 Jahre alt, braucht aber dennoch unbedingt eine 10 Jahre jüngere Androidin, weil er keine Lust hat, an sich zu arbeiten oder sich mit Frauen zu begnügen, die ihm widersprechen. Annie wagt es kaum, ihm zu widersprechen, selbst ihr Tonfall erhöht seine Wut, die Folgen sind nicht klar. Sie läuft weg, er ortet sie, auch das ist realistisch, wenn Handys getrackt werden. Der Verrat der Männer, bei denen Annie Hilfe sucht, und der Zusammenhalt der Täter ist ekelhaft. Sie darf nur mit KI-Stimmen telefomnieren, der Besitzer wählt diese Kontakte gezielt aus. Irgendwann ist sie glücklich, das "Lieblingshaustier" zu sein, vor dem Hund. Er kleidet sie ein, bestimmt, was sie ist, und jedes kleinste Detail ihres Lebens. Am Ende werden Millionen für ihren Speicherchip bezahlt, weil sie so authentisch und autonom ist - obwohl genau das reale Frauen wären, aber das reicht nicht. Mir hat sich so oft der Magen umgedreht, jede Szene hat auf ihre Art geschmerzt. Deswegen bietet das Ende Genugtuung. Und ein Augenrollen für den Besitzer, der ernsthaft glaubt, nach Jahren dieser Behandlung würde eine Frau von Herzen gern bei ihm bleiben. Die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit sind enorm, die toxische Beziehung echt. Das Buch ist eine große feministische Leseempfehlung.
Einzig gestört haben die zahllosen Satzfehler im eBook.
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