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Halle 1805: Julius Weiland, der jüngere Bruder von Unterinspektor Weiland, beginnt ein Medizinstudium an der Friedrichs-Universität zu Halle. Doch an der Lehranstalt geschehen merkwürdige Dinge… Betreibt Erasmus Brackhagen, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Nervenkrankheiten, ein geheimes Forschungslabor und experimentiert an den „Irren“, wie die Geisteskranken genannt werden? Ausgerechnet Brackhagen, der widerliche Frischvermählte von Eleonore - der Frau, die Julius um alles in der Welt liebt!
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Kindberg
5/5
04.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannend und humorvoll
Weimar und Halle 1805
Julius Weiland darf endlich Medizin studieren. Gefördert wird er vom Onkel seiner Jugendliebe Eleonore Lenau, die gerade Erasmus Brackhagen, einen Arzt der Friedrichsuniversität heiratet. Lorentz Weiland bittet seinen Bruder Julius,ihm bei einer Personensuche in Halle zu helfen.
Die Hauptcharaktere, aber auch Nebenhandlungen werden ser lebendig und authentisch beschrieben. Das in einer schönen, aber nicht pathetischen Sprache Auch der Humor kommt nicht zu kurz, überhaupt werden die Gefühle gut miterleben.
Sehr viel lernt man über die Medizin der damaligen Zeit, besonders den Umgang mit Geisteskrankheiten, auch über das Studentenleben. Interessant ist auch der Verhaltenskodex,die Bedeutung der richtigen Beziehungen und die Stellung der Frau..Die Hauptfiguren sind sehr liebenswert und authentisch.
Für den Krimi dürfen Leichen nicht fehlen. Obwohl der Spannungsbogen bis Zum Schluss gehalten wird, macht die Aufklärung nicht den eigentlichen Reiz des Buches aus Faszinierend sind hingegen unheimliche Momente, sie geschickt eingebaut werden.
Ein kurzes Glossar am Buchende ist sehr hilfreich .Das Cover konnte ich erst nach dem Lesen richtig würdigen. Es ist absolut stimmig .
Ich kann das Buch jedem, der historische Romane und Krimis mag, nur empfehlen.
Bewertung
5/5
22.04.2021
eBook (ePUB)
Im Schlamm
Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Halle an der Saale noch sprechende Straßennamen. Wer das heutige Halle kennt, kann die Wege des Medizinstudenten Julius fast besser nachvollziehen als die des Helden in den populären Zorn-Krimis. Ich habe zwar nicht den Vorgängerroman des Autorinnen-Duos gelesen und bin hier noch nicht ganz durch, wäre aber auf eine Fortsetzung gespannt.
Karin Wenz-Langhans
aus Limbach
5/5
12.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Historischer Krimi in Halle Anfang des 18. Jahrhunderts
Hallo 1805: für Julius Weiland, den jüngeren Bruder des Weimarer Unterinspektors Laurenz Weiland, geht ein Traum in Erfüllung, als er die Zusage für ein Medizinstudium in Halle erhält. Gleichzeitig bittet ihn sein Bruder, in Halle nach einer Margot Lambrecht zu suchen. Bei seiner Suche stößt Julius auf merkwürdige Dinge und auf verdächtige Todesursachen. Eine Spur führt ausgerechnet zu dem angesehenen Nervenarzt Erasmus Brackhagen, der zu allem Überfluss mit Eleonore, Julius heimlicher Liebe, verheiratet ist.
Das Autorenduo hat bereits mit Die Schädeljäger einen historischen Medizinthriller, der in Weimar spielt, veröffentlicht. Für das Verständnis dieses zweiten Buches ist es aber nicht erforderlich, den Vorgänger gelesen zu haben, auch wenn über den Prolog eine Brücke zwischen den beiden Büchern geschlagen wird.
Der Leser taucht zusammen mit Julius in den Alltag der Medizinstudenten und erfährt nebenbei einiges Wissenswertes über den damaligen Kenntnisstand auf dem Gebiet der Geisteskrankheit. Dabei gehen die Autorinnen genauso vor, wie bereits im ersten Buch: die Szenen sind Momentaufnahmen, Gesprächsfetzen, die der Leser und Julius im Vorbeigehen aufnahmen, ohne sich mit langen Erklärungen aufzuhalten, wenn sie nur eine Randrolle in der Handlung spielen.
Wenn man das erste Buch gelesen hat, dann darf man sich bereits im Prolog über das Wiedersehen mit Adrian Dennfelder und Laurenz Wieland freuen, die allerdings in diesem Buch eher Randfiguren sind. Am meisten hat mich aber das Wiedersehen mit Friedemann, dem pfiffigen Jungen aus dem Vorgängerbuch gefreut.
Julius Weiland ist ein sympathischer junger Mann, der ein wenig zur Dramatik neigt. Durch seine anfängliche Unbedarftheit verläuft sein Studienbeginn nicht gerade glücklich, aber durch die folgenden Ereignisse gewinnt er zunehmend an Reife.
Eleonore ist Julius' Freundin aus Kindertagen, in die er heimlich verliebt ist. Neben ihrer Leidenschaft für Schauerromane, träumt sie von einer glänzenden Zukunft als Frau Doktor. Leider muß sie bald erkennen, daß die Realität ganz anders aussieht.
Julius' Suche nach Margot Lambrecht ist spannend und es wird bald klar, daß hinter den Fassaden der ehrwürdigen Universität in Halle ein dunkles Geheimnis lauert.
Mir haben Die Schädeljäger schon gut gefallen, aber dieses Buch hat mir sogar noch einen Tick besser gefallen. Ich hoffe, wir lesen noch mehr aus der Feder des Autorenduos und daß es ein Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charaktere gibt.
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