Ob Alpen oder Himalaya: Wenn die Berge rufen, folgt man. Nicht jeder, aber Arthur. Auch als er nach einer Nahtoderfahrung im Toten Gebirge den Drang verspürt, es mit dem höchsten Berg der Welt aufzunehmen.
Zwischen Alltagsbeobachtungen, Popkultur, Liebesgeschichte und Tourismuskritik erzählt Dominika Meindl kurzweilig und mitreißend von Menschen und ihren Beziehungsgeflechten, über die Berge und den extremen Übertourismus.
Kundinnen und Kunden meinen
3.2/5.0
Bewertung
5/5
17.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Den Bergen nah sein
Das Cover beeindruckt mit dem schönen Panorama der Berge
Dieser Roman wurde in zwei Teilen verfasst.
Im ersten Teil erzählt Arthur selbst. Er ist beim Land Oberösterreich als Kulturförderbeamter angestellt und sein Job lässt ihm noch viel Freiraum. Er ist gern in den österreichischen Bergen unterwegs, wofür diese ja perfekt geeignet sind. Nach diversen Beziehungen und einer Ehe mit Kind, wird sein Drang, die eigenen Grenzen zu spüren, immer größer. Er wagt zusehends mehr und man darf auch schöne Erlebnisse, wie beispielsweise eine Gamsrettung und andere Tiererlebnisse mit ihm teilen.
Im zweiten Teil berichtet Johanna, eine Expartnerin aus ihrer Sicht von den Eigenheiten ihres Verflossenen. Von seiner List und seinen kopierten Literaturergüssen und seinen Ansichten vom Leben im Allgemeinen. Arthur hatte sich in den Kopf gesetzt, den Mount Everest zu besteigen und das wurde ihm wohl zum Verhängnis.
Die Geschichte ist mit viel Charme, Witz und sehr realitätsnah geschrieben. Man bekommt direkt Lust auf die Berge, ein Gefühl fürs Wandern und eine Sehnsucht nach Weite.
celine
4/5
05.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
medium
Arthur will hoch hinaus – buchstäblich. Berge, Everest, Adrenalin und die große Frage nach dem Sinn des Lebens. Klingt erstmal ziemlich spannend. Und tatsächlich hat der Roman einige richtig gute Momente: Der trockene Humor sitzt, die Gesellschaftskritik am Bergtourismus ist bissig und stellenweise ziemlich treffsicher.
Aber ganz ehrlich: Zwischendurch war mir das Ganze etwas zu verkopft. Die vielen Perspektivwechsel haben mich manchmal rausgebracht und auch Arthurs Bergsteiger-Eskapaden waren mir stellenweise einfach zu ausführlich. Da hätte für meinen Geschmack ruhig etwas mehr Tempo rein gedurft.
Trotzdem: Dominika Meindl schreibt clever, eigenwillig und mit ordentlich schwarzem Humor. Kein Buch, das man einfach wegliest – eher eines, bei dem man zwischendurch denkt: „Okay, wohin geht die Reise jetzt eigentlich?“
**Mein Fazit: 3 von 5 Sternen.** Nicht schlecht, aber für mich definitiv eher eine Bergtour mit ein paar Umwegen als der ganz große Gipfel.
Anna
aus Bochum
4/5
25.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Super für Bergfreunde
Mehr Himmel als gut für uns ist- der Titel hatte mich sofort und auch das Cover mit den Bergen hat mich angesprochen.
Ich muss sagen, dass ich am Anfang etwas gebraucht habe, um in die Geschichte reinzukommen. Dabei hat mich das Buch gerade wegen des Berg-Themas direkt angesprochen, weil ich selbst gerne in den Bergen unterwegs bin. ️ Umso mehr war ich zunächst überrascht, dass ich nicht sofort richtig in die Geschichte gefunden habe.
Zum Glück habe ich weitergelesen, denn mit der Zeit hat mir das Buch immer besser gefallen.
Wo andere den Perspektivenwechsel eher kritisieren, fand ich ihn eigentlich ganz spannend.
Zudem wird ein für mich sehr präsentes Thema aufgegriffen: Immer mehr wollen und Grenzen und Erwartungen immer höher setzen.
Wieso nicht mal mit dem Zufrieden sein was man hat?
Das Buch hat nicht so viele Seiten, deswegen eignet es sich super zum Lesen zwischendurch. Man kann es sich einfach mal für ein paar Lesestunden schnappen, ohne direkt einen dicken Wälzer vor sich zu haben.
Am Ende bin ich auf jeden Fall froh, dass ich drangeblieben bin, denn die Geschichte konnte mich doch noch für sich gewinnen und ich würde sie auch weiter empfehlen ❤️
Bewertung
4/5
25.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Weniger ist manchmal mehr
Das Cover gefällt mir gut und passt für mich zum Titel. Besonders angesprochen hat mich die Verbindung zwischen Natur und dem Innenleben der Figuren. Das fand ich gut umgesetzt.
Auch das Thema Maßlosigkeit finde ich interessant: immer höher, schneller, weiter und immer noch etwas erleben wollen. Dabei bleibt für mich schnell das eigentliche Genießen auf der Strecke. Genau dieser Gedanke hat mir am Buch gefallen.
Bei der Umsetzung hatte ich allerdings ein paar Schwierigkeiten. Die Geschichte war mir stellenweise etwas zu undurchsichtig und am Ende fehlte mir die richtige Zusammenführung der Erzählstränge. Dadurch wirkte manches auf mich etwas gewollt oder bemüht.
Den Schreibstil fand ich teilweise sehr schön. Einige literarische Bilder sind mir positiv aufgefallen und auch der Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten hat mir gut gefallen. Gleichzeitig war mir manches etwas zu konstruiert.
Mit dem Protagonisten bin ich nicht ganz warm geworden. Er kam für mich teilweise übertrieben rüber. Statt das Leben zu leben, hatte ich eher das Gefühl, dass er daran vorbeifliegt, weil er ständig noch mehr erleben möchte.
Ich hätte mir deshalb mehr Blick nach innen gewünscht. Weniger das nächste Erlebnis und mehr die Frage, was man selbst eigentlich braucht und wann genug ist. Auch ein paar konkretere Lösungsansätze hätten für mich gut gepasst.
Insgesamt fand ich das Buch interessant, auch wenn mich die Umsetzung nicht in allen Punkten überzeugt hat. Ich denke, besonders für jüngere Leser*innen, die selbst gerade in einer ähnlichen Lebensphase sind, kann das Buch einige interessante Gedanken bieten.
Apflamaus
4/5
25.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Immer noch höher, immer noch weiter
Das Cover finde ich passend zum Titel und insgesamt gut gestaltet. Inhaltlich hat mich vor allem das Thema angesprochen. Die Verbindung zwischen Natur und dem, was sich im Inneren der Figuren abspielt, fand ich gut umgesetzt.
Interessant fand ich auch den Gedanken der Maßlosigkeit. Immer höher, schneller, weiter – noch mehr erleben, noch mehr erreichen. Dabei geht für mich schnell verloren, einfach mal bei sich zu sein und etwas zu genießen. Dieser Aspekt hat mir am Buch besonders gefallen.
Nicht alles hat für mich gleich gut funktioniert. Die Geschichte war mir teilweise etwas zu undurchsichtig und am Ende fehlte mir die Zusammenführung der verschiedenen Erzählstränge. Dadurch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass manches etwas bemüht wirkt.
Sprachlich gab es einige sehr schöne Bilder, die mir gefallen haben. Auch die unterschiedlichen Perspektiven fand ich gut gewählt. Gleichzeitig war mir der Schreibstil an einigen Stellen etwas zu konstruiert.
Mit dem Protagonisten hatte ich es nicht immer leicht. Er kam für mich teilweise übertrieben rüber. Ich hatte eher den Eindruck, dass er am Leben vorbeifliegt, weil er ständig auf der Suche nach dem nächsten Erlebnis ist, anstatt das, was gerade da ist, wirklich zu leben.
Ich hätte mir insgesamt noch etwas mehr innere Auseinandersetzung und vielleicht auch konkretere Lösungsansätze gewünscht. Trotzdem fand ich das Buch interessant und die Grundidee hat für mich funktioniert.
Besonders passend finde ich es für jüngere Leser*innen, die selbst gerade an einem Punkt stehen, an dem sie überlegen, was sie eigentlich vom Leben wollen.
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