Produktbild: Die Villa der Architektin
Band 183 Vorbesteller

Die Villa der Architektin Sie wird das Jahrhundert verblüffen: die erste Architektin der Geschichte. — Roman

Aus der Reihe Transfer Bibliothek
3

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

472

Auflage

1

Originaltitel

L’architettrice

Übersetzt von

Karin Fleischanderl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-71063-4

Beschreibung

Rezension

»Ein vielschichtiges, farbenfrohes Gemälde aus Worten, eine Hommage an den Barock, seine Genies und an Rom.« ("SWR")
»Mazzucco schreibt mit der Präzision einer Historikerin und der erzählerischen Kunst einer Bestsellerautorin.« ("Berliner Zeitung")
»Mazzucco setzt der lange in Vergessenheit geratenen Plautilla Bricci ein literarisches Denkmal.« ("DPA")
»Melania G. Mazzucco entwirft mit ihrem Roman ein farbenreiches Fresko der barocken Gesellschaft im Rom des 17. Jahrhundert.« ("Stuttgarter Nachrichten")
»Ein spannender Bildungsroman über eine einzigartige Frau, der die Kunstgeschichte um ein wichtiges Kapitel ergänzt.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Schließlich will Die Villa der Architektin nicht nur ein Roman sein, sondern die wahre Geschichte einer außergewöhnlichen Frau im barocken Rom.« ("ORF/Ö1")
»Akribisch hat die Autorin jahrelang geforscht, um das Leben Plautillas zu rekonstruieren. Ihre Kunst ist es, dass sie aus den wenigen Fakten einen szenisch eindrucksvollen Roman gemacht hat.« ("Bonner General-Anzeiger")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

472

Auflage

1

Originaltitel

L’architettrice

Übersetzt von

Karin Fleischanderl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-71063-4

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

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Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
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Ein opulentes Zeitgemälde des barocken Rom

drawe aus Landau am 07.01.2025

Bewertungsnummer: 2380660

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist ein Zufall, der Melania Mazzucco auf die Spur von Plautilla Bricci gesetzt hat. In einem kunsthistorischen Werk trifft sie auf ein Wort, das es im Italienischen gar nicht gibt: L’architettrice, die Architektin. Gemeint war Plautilla Bricci, eine Architektin der römischen Barockzeit, eine große Unbekannte. Melania Mazzucco nimmt Witterung auf. 19 Jahre lang forscht sie in Archiven, in den Depots der Museen und privaten Kunstsammlungen, in Briefwechseln und in Tagebüchern. Stück für Stück sammelt sie kleine Puzzleteilchen, die sie schließlich zu einer Geschichte zusammensetzt: die Geschichte der Plautilla Bricci, die sich selbstbewusst als „L’architettrice“, als Architektin bezeichnete. Mit dem Titel dieses Buches löste Melania Mazzucco allerdings Proteste aus. Mazzucco lebt in einem Land, in dem die Ministerpräsidentin auf der Anrede „Herr Präsident“ besteht. Weibliche Berufsbezeichnungen werden von den italienischen Rechtspopulisten als Angriff und Abwertung betrachtet, und so wurde Mazzucco von der rechten Presse wegen des Buchtitels angegriffen. Plautilla Bricci hatte diese Probleme nicht, dafür aber andere. Bricci, 1616 geboren, lebte in einer Zeit und einer Gesellschaft, in der sich das Leben der Frauen im engen Umkreis der Häuslichkeit erschöpfte. Dazu kam ihre Herkunft aus einer ständig von Geldnöten geplagten Familie, die der Vater mehr schlecht als recht mit seinen Malereien und Dichtungen über Wasser hielt. Aber er erkennt die Begabung seiner Tochter und unterrichtet sie im Lesen und Schreiben, in Mathematik, Astronomie, Physik, Malerei, in Sprachen und allem, was er für wesentlich hielt. Plautilla hat seinen wachen Geist geerbt und nimmt nach seinem Tod ihr Leben selber in die Hand. Sehr anschaulich beschreibt Mazzucco die Abhängigkeit der Künstler von den barocken Höfen, allen voran der Kurie, und das von Intrigen, Betrügereien, Neid und Missgunst geprägte Klima der Stadt. Die Prunksucht der Päpste und des römischen Adels, der Überfluss an Geld auf der einen Seite, bitterste Armut auf der anderen Seite, Korruption und Vetternwirtschaft – all das entsteht vor dem Auge des Lesers, der Plautilla Bricci auf ihrem Weg durch dieses Haifischbecken begleitet. Ihre Leistungen werden durchaus anerkannt, aber als Frau hat sie dennoch zu schweigen, und immer wieder muss sie erleben, wie sie verraten wird und ihre Leistungen von Männern für sich selber reklamiert werden, so dass sie schließlich dem Vergessen anheimfällt. Ihr Hauptwerk ist ein pompöser Palazzo in Schiffsform: die Villa Benedetta auf dem Hügel Gianicolo. Diese Villa baute Plautilla Bricci für ihren Geliebten Elpidio Benedetti, der als Botschafter für Kardinal Mazarin und den französischen König Ludwig XIV. tätig war. Im italienischen Freiheitskampf gegen die französische Besetzung wurde diese Villa der Mittelpunkt des Widerstands und daher 1849 zerstört, als dem Papst die weltliche Herrschaft wieder zugefallen war. Insgesamt ein akribisch recherchiertes Buch, dessen Sachkenntnis überzeugt. Mit der immer wieder holprigen sprachlichen Gestaltung wäre die Ästhetin Plautilla Bricci vermutlich nicht ganz zufrieden gewesen. Dennoch: hier zeigt sich ein buntes Kaleidoskop des barocken Roms mit seinem Glanz, aber auch mit seinem sozialen Elend. Ein opulentes Sittengemälde!

Ein opulentes Zeitgemälde des barocken Rom

drawe aus Landau am 07.01.2025
Bewertungsnummer: 2380660
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist ein Zufall, der Melania Mazzucco auf die Spur von Plautilla Bricci gesetzt hat. In einem kunsthistorischen Werk trifft sie auf ein Wort, das es im Italienischen gar nicht gibt: L’architettrice, die Architektin. Gemeint war Plautilla Bricci, eine Architektin der römischen Barockzeit, eine große Unbekannte. Melania Mazzucco nimmt Witterung auf. 19 Jahre lang forscht sie in Archiven, in den Depots der Museen und privaten Kunstsammlungen, in Briefwechseln und in Tagebüchern. Stück für Stück sammelt sie kleine Puzzleteilchen, die sie schließlich zu einer Geschichte zusammensetzt: die Geschichte der Plautilla Bricci, die sich selbstbewusst als „L’architettrice“, als Architektin bezeichnete. Mit dem Titel dieses Buches löste Melania Mazzucco allerdings Proteste aus. Mazzucco lebt in einem Land, in dem die Ministerpräsidentin auf der Anrede „Herr Präsident“ besteht. Weibliche Berufsbezeichnungen werden von den italienischen Rechtspopulisten als Angriff und Abwertung betrachtet, und so wurde Mazzucco von der rechten Presse wegen des Buchtitels angegriffen. Plautilla Bricci hatte diese Probleme nicht, dafür aber andere. Bricci, 1616 geboren, lebte in einer Zeit und einer Gesellschaft, in der sich das Leben der Frauen im engen Umkreis der Häuslichkeit erschöpfte. Dazu kam ihre Herkunft aus einer ständig von Geldnöten geplagten Familie, die der Vater mehr schlecht als recht mit seinen Malereien und Dichtungen über Wasser hielt. Aber er erkennt die Begabung seiner Tochter und unterrichtet sie im Lesen und Schreiben, in Mathematik, Astronomie, Physik, Malerei, in Sprachen und allem, was er für wesentlich hielt. Plautilla hat seinen wachen Geist geerbt und nimmt nach seinem Tod ihr Leben selber in die Hand. Sehr anschaulich beschreibt Mazzucco die Abhängigkeit der Künstler von den barocken Höfen, allen voran der Kurie, und das von Intrigen, Betrügereien, Neid und Missgunst geprägte Klima der Stadt. Die Prunksucht der Päpste und des römischen Adels, der Überfluss an Geld auf der einen Seite, bitterste Armut auf der anderen Seite, Korruption und Vetternwirtschaft – all das entsteht vor dem Auge des Lesers, der Plautilla Bricci auf ihrem Weg durch dieses Haifischbecken begleitet. Ihre Leistungen werden durchaus anerkannt, aber als Frau hat sie dennoch zu schweigen, und immer wieder muss sie erleben, wie sie verraten wird und ihre Leistungen von Männern für sich selber reklamiert werden, so dass sie schließlich dem Vergessen anheimfällt. Ihr Hauptwerk ist ein pompöser Palazzo in Schiffsform: die Villa Benedetta auf dem Hügel Gianicolo. Diese Villa baute Plautilla Bricci für ihren Geliebten Elpidio Benedetti, der als Botschafter für Kardinal Mazarin und den französischen König Ludwig XIV. tätig war. Im italienischen Freiheitskampf gegen die französische Besetzung wurde diese Villa der Mittelpunkt des Widerstands und daher 1849 zerstört, als dem Papst die weltliche Herrschaft wieder zugefallen war. Insgesamt ein akribisch recherchiertes Buch, dessen Sachkenntnis überzeugt. Mit der immer wieder holprigen sprachlichen Gestaltung wäre die Ästhetin Plautilla Bricci vermutlich nicht ganz zufrieden gewesen. Dennoch: hier zeigt sich ein buntes Kaleidoskop des barocken Roms mit seinem Glanz, aber auch mit seinem sozialen Elend. Ein opulentes Sittengemälde!

Kunst und Architektur in Rom

Philiene aus Süsel am 25.08.2024

Bewertungsnummer: 2275879

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Villa der Architektin erzâhlt die Geschichte der Architektin Plautilla Bricci und spielt im siebzehnten Jahrhundert in Rom. Die Geschichte beginnt in ihrer frühen Kindheit und erzâhlt sehr ausgiebig aus ihrem Leben. Von der Armut in der sie als Kind lebte, den vielen Umzügen, dem Verhältnis zum Vater. Einerseits waren diese Einblicke sehr interessant, da sie einen starken Einblick in das Leben der damaligen Zeit geboten haben, andererseits fand ich es etwas langatmig. Natürlich sollt hier genau gezeigt werden wie aus dem Mädchen die erste Architektin Roms wurde, aber manche Alltagssituationen waren schon sehr ausführlich beschrieben. Andererseits war ich von der guten Recherche und dem Hintergrundwissen der Autorin beeindruckt. Ob nun die Architektur oder die Welt der Künstler alles war eindrucksvoll beschrieben. Eine beeindruckende Frau in einer Welt voller Kunst und Dichtung. Die aber immer auch das wirkliche Leben zeigt.

Kunst und Architektur in Rom

Philiene aus Süsel am 25.08.2024
Bewertungsnummer: 2275879
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Villa der Architektin erzâhlt die Geschichte der Architektin Plautilla Bricci und spielt im siebzehnten Jahrhundert in Rom. Die Geschichte beginnt in ihrer frühen Kindheit und erzâhlt sehr ausgiebig aus ihrem Leben. Von der Armut in der sie als Kind lebte, den vielen Umzügen, dem Verhältnis zum Vater. Einerseits waren diese Einblicke sehr interessant, da sie einen starken Einblick in das Leben der damaligen Zeit geboten haben, andererseits fand ich es etwas langatmig. Natürlich sollt hier genau gezeigt werden wie aus dem Mädchen die erste Architektin Roms wurde, aber manche Alltagssituationen waren schon sehr ausführlich beschrieben. Andererseits war ich von der guten Recherche und dem Hintergrundwissen der Autorin beeindruckt. Ob nun die Architektur oder die Welt der Künstler alles war eindrucksvoll beschrieben. Eine beeindruckende Frau in einer Welt voller Kunst und Dichtung. Die aber immer auch das wirkliche Leben zeigt.

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Die Villa der Architektin

von Melania G. Mazzucco

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