Bestsellerautorin Rainbow Rowell über eine Frau, die alles verloren hat - und nicht weiß, ob sie es zurückhaben will.
'Sexy, wild, witzig und ungefiltert.' New York Times
Cherry Valentine hat das Gröbste hinter sich: Trennung, Trauer, Trostpizza. Doch als ihr Ex-Mann ausgerechnet die gemeinsame Vergangenheit als Vorlage für seinen Bestseller-Comic nutzt - und die Figur 'Baby' wie sie aussieht - ist nichts mehr, wie es war. Als Baby einen Kinofilm bekommt, ist sie plötzlich überall. Nur Cherry hat niemand gefragt. Und dann taucht Russ Sutton wieder auf - früherer College-Crush mit Bürgermeister-Ambitionen und erstaunlich gutem Gedächtnis. Cherry muss herausfinden: Wie fängt man neu an, wenn man längst eine Figur in einer anderen Geschichte ist?
Witzig und romantisch - Cherry Baby ist so überraschend wie sexy.
'Ein Riesenspaß mit Tiefgang, einer bewegenden Heldin und frischem Dreh.' Time
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Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bianka
Thalia Book Circle Community
5/5
29.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Neuanfänge, Selbstzweifel und die ziemlich komplizierte Sache mit der Liebe
„Cherry Baby“ ist für mich viel mehr als eine klassische Second-Chance-Romance. Rainbow Rowell erzählt von Liebe und Trennung, aber mindestens genauso sehr von Selbstbild, Selbstzweifeln, Freundschaft und der Frage, wie man sein eigenes Leben wieder zusammensetzt, wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie man es geplant hatte.
Cherry steckt mitten in der Trennung von ihrem Mann Tom. Während er in Hollywood an der Verfilmung seines erfolgreichen Comics arbeitet, ist Cherry zu Hause in Omaha und versucht herauszufinden, wie ihr Leben ohne ihn eigentlich weitergehen soll. Besonders bitter ist, dass der Comic teilweise autobiografisch ist und die Figur „Baby“ auf Cherry basiert. Und jetzt wird ausgerechnet diese Figur durch den geplanten Kinofilm plötzlich überall sichtbar. Cherry muss dabei zusehen, wie eine Version von ihr, die sie nie selbst gewählt hat, von anderen Menschen betrachtet und beurteilt wird.
Ich fand diesen Aspekt unglaublich stark, denn es geht nicht nur darum, dass Cherry sich von ihrem Mann trennt. Sie muss sich gleichzeitig von dem Bild lösen, das andere von ihr haben. Und das ist gerade bei ihrem Körper ein besonders sensibles Thema. Cherry ist dick und der Roman macht daraus weder ein Problem, das unbedingt gelöst werden muss, noch eine simple „Body-Positivity“-Botschaft. Stattdessen zeigt Rainbow Rowell sehr ehrlich, wie tief gesellschaftliche Vorstellungen von Gewicht und Schönheit im eigenen Denken sitzen können, selbst dann, wenn man sich eigentlich längst akzeptiert hat. Auch das Thema Abnehmmedikamente wird dabei aufgegriffen.
Und dann taucht Russ wieder auf. Cherry kennt ihn aus ihrer Collegezeit, und plötzlich ist da dieser Mann, der sie schon damals kauft und sie jetzt wieder ganz neu wahrnimmt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die mir gerade deshalb so gut gefallen hat, weil sie sich erwachsen anfühlt. Es geht nicht nur um Schmetterlinge und große romantische Gesten, sondern auch um Unsicherheiten, Vergangenheit, Vertrauen und die Frage, ob man sich nach einer gescheiterten Beziehung überhaupt noch einmal auf jemanden einlassen kann.
Cherry selbst war für mich das absolute Highlight. Sie ist witzig, schlagfertig, manchmal herrlich stur und gleichzeitig unglaublich verletzlich. Sie hat Ecken und Kanten und muss nicht erst dünner, jünger oder irgendwie „besser“ werden, um liebenswert zu sein. Gerade diese Unperfektheit macht sie so sympathisch.
Ganz besonders geliebt habe ich außerdem die Familienchats zwischen Cherry und ihren Schwestern. Die haben mich mehrfach zum Lachen gebracht und gleichzeitig dafür gesorgt, dass Cherry nicht nur als Frau in einer schwierigen Lebensphase gezeigt wird, sondern als Teil einer Familie mit all ihren kleinen Eigenheiten, ihrem Humor und ihren manchmal ziemlich chaotischen Beziehungen.
Rainbow Rowells Schreibstil hat mir ebenfalls richtig gut gefallen. Er ist locker, witzig und unglaublich zugänglich, aber trotzdem schafft sie es, schwierige und teilweise schmerzhafte Themen ernst zu nehmen. Man kann beim Lesen lachen und kurz darauf steckt plötzlich ein ziemlich trauriger Gedanke zwischen den Zeilen. Genau diese Mischung hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht.
Und obwohl die Liebesgeschichte natürlich eine wichtige Rolle spielt, ist „Cherry Baby“ für mich am Ende vor allem eine Geschichte darüber, sich selbst wiederzufinden. Cherry muss nicht einfach nur entscheiden, mit wem sie zusammen sein möchte. Sie muss herausfinden, wer sie eigentlich ist, wenn sie nicht mehr die Ehefrau von Tom ist und nicht länger die Frau hinter der Comicfigur „Baby“. Das hat mich viel mehr berührt, als ich erwartet hatte.
Das Buch ist warmherzig, humorvoll, ehrlich und kommt mit einer Protagonistin daher, die man einfach ins Herz schließen muss. Für mich ist es eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Selbstakzeptanz und einen Neuanfang, der nicht bedeutet, dass man plötzlich ein völlig anderer Mensch werden muss. Es ist ein echtes Wohlfühlbuch, aber eines mit viel Substanz. Ich habe Cherry unglaublich gerne begleitet und hätte am Ende am liebsten noch viel länger bei ihr und ihrer Familie verweilt.
Fünf von fünf Sternen gibt es dafür von mir.
ancla_books4life
aus Schwerte
5/5
23.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Cherry Baby – eine Figur, die sich wie eine beste Freundin anfühlt
**** Mein Eindruck ****
Dieses Buch war von Anfang bis Ende ein absolutes Highlight für mich. Eine besondere Geschichte über die Liebe zweier Menschen, wie ich sie in dieser Form noch nicht gelesen habe. Vor allem aber ist Cherry für mich zu einer dieser Figuren geworden, die man nicht einfach nur liest, sondern wirklich kennenlernt.
Ich hatte beim Lesen irgendwann das Gefühl, Cherry sitzt neben mir und erzählt mir einfach alles. Ungefiltert, emotional, chaotisch, manchmal unsicher und gleichzeitig voller Stärke. Cherry möchte nicht gefallen, sie möchte nicht strahlen und glaubt selbst oft nicht ganz an sich. Und trotzdem besitzt sie eine Selbstsicherheit, die mich immer wieder begeistert hat. Sie ist einfach wundervoll echt.
Wir begleiten Cherry durch eine schwere, aber auch wunderschöne Phase ihres Lebens und lernen dabei eine herzlich-chaotische Familie kennen, in der nicht alles glücklich ist. Ernste Probleme und echtes Miteinander gehören genauso zusammen wie Schmerz und Liebe. Genau dadurch fühlte sich diese Geschichte für mich so lebensnah an.
Cherry ist noch immer mit Tom verheiratet, obwohl die beiden seit einem Jahr getrennt sind. Tom, der als Zeichner von „Donnerstag“ große Erfolge feiert, bleibt dabei zunächst etwas im Hintergrund, wird aber trotzdem immer greifbarer. Auch er ist eine unglaublich authentische Figur, bei der ich voller neugieriger Fragezeichen war. Warum sind die beiden getrennt? Was ist passiert? Und was bedeutet es, wenn plötzlich ein Leben aus der Vergangenheit und damit auch alte Gefühle wieder auftauchen?
Mitten in der Geschichte stellt sich die Frage, ob verpasste Chancen wirklich immer das sind, was uns am Ende glücklich macht. Die Antwort darauf hat mich tatsächlich überrascht.
Ich war bei Cherry. Bei Cherry und Russ. Bei Cherry und Tom. Und irgendwann hatte ich das Gefühl, in dieser Geschichte wirklich zu verstehen, was Liebe bedeuten kann – und wie tief Schmerz, Vergebung und Verbundenheit gehen können.
Cherry ist in „Donnerstag“ ein Phänomen und in Cherry Baby für mich ein absoluter Star. Ich habe selten eine Figur erlebt, die mir beim Lesen so nah gekommen ist. Sie trägt Größe 48 und zeigt dabei nicht irgendein glattgebügeltes Bild davon, wie eine Frau sein sollte. Sie zeigt Unsicherheiten, Selbstzweifel, sexy Chaos, Stärke und ganz viel Herz. Und genau deshalb habe ich sie so geliebt.
Cherry fühlt sich nicht wie eine Romanfigur an. Sie fühlt sich wie jemand an, den man nach dem Lesen vermisst.
**** Empfehlung? ****
Ein emotionales, lebensnahes und unglaublich herzliches Highlight über Liebe, Schmerz, Vergebung und die Frage, was uns wirklich glücklich macht. Für mich ist Cherry Baby eine dieser Geschichten, die nicht nur gelesen werden, sondern bleiben. Absolute Herzensempfehlung!
Europeantravelgirl
5/5
15.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Mitten aus dem verrückten Leben
Ich bin mir nicht sicher, ob dies eine Rezension zu „Cherry Baby“ oder eine Liebeserklärung an die Romane von Rainbow Rowell wird…
In dieser Geschichte dreht sich alles um Cherry. Getrennt von ihrem zukünftigen Ex Tom macht sich Cherry auf, noch eine Portion vom Leben abzubekommen. Und tatsächlich fällt ihr genau der Mann vor die Füße, für den sie früher geschwärmt hat, der aber damals mit ihrer Freundin zusammenkam. Doch nun will Russ sie, dringend, und Cherry will Russ. Oder? Und da gibt es ja noch das klitzekleine Problem mit der Comicfigur „Baby“ ihres Ex Tom, die plötzlich viral geht.
Ich liebe so sehr, wie lebensnah sich die Charaktere bei Rainbow Rowell anfühlen und wie wunderbar unberechenbar das Leben in ihren Romanen ist. Cherry ist pure Kraft, Sinnlichkeit und Kreativität, aber auch voll und ganz ihren Gefühlen ausgeliefert. Eine wahre Wucht waren Cherrys Schwestern Faith, Hope, Honny und Joy. Vielleicht müsste ich erwähnen, dass diese alle einschließlich Cherry dick sind. Bis auf Hope, die Hochverrat begangen und zu Abnehmspritzen gegriffen hat. Es war zum Wegwerfen komisch und gleichzeitig tieftraurig, in den diversen Chatgruppen zu lesen, wie die Schwestern damit und mit dem plötzlichen Hype um Toms anstehenden Film und vor allem die Figur „Baby“ umgehen.
Diese Erzählung war so lebensnah, so sinnlich und bunt und doch tragisch in all den Zweifeln, die Cherry umtreiben, einfach ganz authentisch, so dass man am Ende kaum glauben kann, dass Cherry eine fiktive Person ist.
Ein wundervoller Roman voller Leben, voller Wärme und mit feinsinnigem Humor!
karins_buecherwelt
aus Österreich
5/5
27.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch über Selbstfürsorge und Selbstliebe
4,5/5 Sterne
Durch den Gutkind Verlag konnte ich mein erstes Buch von Rainbow Rowell -Cherry Baby - lesen und es war sicher nicht mein letztes des Autorin.
Bereits in den ersten Kapitel fühlte ich mich sehr aufgenommen und wohl. Die Protagonistin Cherry hatte etwas ganz besonderes und einzigartiges an sich. Besonders mochte ich ihre Sichtweise auf so manche Aspekte in ihrem Leben. Sie ist eine reife, erwachsene Frau, welche mittlerweile klar ihre Grenzen kennt und diese auch zieht. Im Buch beschrieb sie sich und ihre Familie als dick, aber kein einziges Mal mit einem negativen Aspekt. Sie liebte sich so wie sie ist und sie wusste auch, dass ihr Körper nie anders sein wird, da sie sonst nicht sie selbst sein würde.
Obwohl Cherry mitten in einer Trennung/ Scheidung von Tom steckte, verlies sie sich nicht selbst. Sie liebte ihren Job und sie wusste was ihr gut tat. Durch den sehr realistischen Schreibstil und Storyaufbau wurden erst nach und nach Sichtweisen und Verhaltensweisen anderer Charaktere sichtbar, welche für Cherry bereits klar waren.
Besonders gefielen mir auch die Themenbehandlungen Glamour in Hollywood, Magerwahn, Ozempic, Offenheit gegenüber anderer Menschen und Meinungen, Familienleben etc. Die Familienchats zwischendurch lockerten das Buch auch immer wieder auf.
Mit diesem Buch erleben wir nicht nur eine schöne, angenehme und reflektierte Liebesgeschichte sondern auch sehr starke und authentische Charaktere, welche uns die Wichtigkeit von Selbstliebe und Selbstfürsorge vor Augen halten.
Große Leseempfehlung für alle Leser, welche ein authentisches und warmes Buch suchen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
08.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Echt, emotional, erheiternd
Es ist mittlerweile schon eine ganze Weile her, seit ich das letzte Mal ein Buch von Rainbow Rowell in den Händen gehalten habe, umso gespannter war ich auf Cherry Baby.
Nach dem Hören der Geschichte kann ich glücklich behaupten: Ich mag ihren unverkennbaren Schreibstil und ihre ganz besondere Art des Erzählens nach wie vor unglaublich gerne. Die Autorin schafft es, eine Geschichte mit genau der richtigen Portion Humor und Witz zu würzen, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Was mich an diesem Buch besonders tief berührt hat, ist die Balance, die sie hält. Die Themen, die den Figuren am Herzen liegen, werden mit einer spürbaren Ernsthaftigkeit angegangen. Dadurch entwickelt die Erzählung eine ehrliche emotionale Wucht, die mich mitreißen konnte.
Was dieses Buch für mich zu einem echten Highlight macht, ist die Gestaltung der Liebesgeschichte. Es ist keine dieser typischen, idealisierten Romanzen für Heranwachsende, sondern eine erfrischend erwachsene, realistische Liebesgeschichte. Rowell greift hier gezielt Konflikte und Fragestellungen auf, die Menschen mitten im Leben tatsächlich beschäftigen. Diese Authentizität im Umgang mit Liebe, Alltag und den reiferen Herausforderungen des Lebens hat mich absolut überzeugt und tief beeindruckt.
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