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Eine karge Insel im Westen Schottlands, ständige Stromausfälle und eine unsichere Telefonverbindung. Ein Zweijähriger, der die Nächte zum Tag macht, und ein Siebenjähriger, der die Tage damit verbringt, sich die originellsten Versionen des Weltuntergangs auszumalen. Dazu ein Ehemann, der einer in den Klippen heimischen Papageientaucherkolonie mehr Zeit widmet als seiner Familie: Unter diesen nicht gerade idealen Bedingungen versucht die Historikerin Anna Bennett, eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Kindheit im 18. Jahrhundert zu schreiben. Aber wie soll sie auch nur eine Zeile zu Papier bringen, wenn sie allein und völlig übernächtigt zwei unternehmungslustige Kleinkinder in einer felsigen Einöde beschäftigen muss?
Als zwei rätselhafte Funde im Garten und auf dem Dachboden des sich seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Wohnhauses zu allem Überfluss Einblicke in die düstere Vergangenheit der Insel gewähren, sieht Anna endgültig ihre Felle davonschwimmen. Doch dann verbindet sich ihr chaotischer Alltag auf unerwartete Weise mit ihrem Forschungsgegenstand und der Inselhistorie ...
Gleichzeitig gute Mutter und Wissenschaftlerin zu sein, noch dazu auf einer abgelegenen, windigen Nordseeinsel - keine leichte Aufgabe. Sarah Moss schildert das Dilemma ihrer Heldin mit so viel Selbstironie, Komik und Intelligenz und das Geheimnis der Insel mit so großer Spannung, dass eines sicher ist: ›Schlaflos‹ hält wach.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
5/5
21.09.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mütter!
Anna Bennett ist Historikerin. Zwei söhne, ein Zweijähriger, welcher gerne die Nacht zum Tage macht, ein Siebenjähriger, welcher gerne Weltuntergang spielt, der Mann, ein Ornithologe der eine Kolonie von Papageihaubentauchern als das Wichtigste in seinem Leben betrachtet. Das Ganze noch auf einer Sturm zerzausten schottischen Insel, verbunden mit der Erforschung der Kindheit im 18. Jahrhundert. Das Schöne an dem Buch ist, dass man dann alle liebt, insbesondere dieses Wunder von Mutter, und der Tag nur ein guter sein kann.
Gisela Busemann
aus Leer (Ostfriesland)
5/5
11.07.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schlaflos. Hält garantiert wach!
Es war und ist auch heute nicht selten ein Problem von uns Frauen. Im Beruf erfolgreich und gleichzeitig eine gute Mutter zu sein. Die Autorin Sarah Moss schildert in ihrer brillanten Gesellschaftskomödie Schlaflos dieses Dilemma ihrer Romanheldin Anna mit sehr viel Selbstironie und Komik. Nicht selten erkennt man sich beim Lesen in den verschiedenen Situationen wieder. Es gibt nun mal Dinge in unserer Gesellschaft, die ändert sich leider nie grundlegend.
Die Historikerin Anna, verheiratet und Mutter von zwei Jungen. Der Zweijährige macht die Nacht zum Tag und der Siebenjährige bringt sie oft an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Ihr Ehemann ist auch keine große Hilfe, diese erforscht lieber die heimische Papageientaucherkolonie der heimatlichen Insel in der Nordsee. Anna arbeitet an einem Buch über die Kindheit im 18. Jahrhundert. Diese Tatsache entbehrt nicht einer gewissen Komik. Wie kann sie überhaupt bei ihrem häuslichen Chaos je ein Wort zu Papier bringen. Wie geht es weiter und was hat es zu bedeuten, als zwei rätselhafte Funde im Garten und Haus unzählige Fragen aufwerfen. Anna recherchiert und gewinnt langsam Einblick in eine düstere Vergangenheit der Insel. Ich muss zugeben, dass der Titel des Buches etwas irritiert, denn schlaflos hält garantiert wach. Also sehr empfehlenswert!
Sarah Moss ist 1975 in Schottland geboren. Sie studierte und promovierte an der Oxford University. Sie lehrt heute an der Universtiy of Warwick. Schlaflos ist ihr zweiter Roman, jedoch der erste der auf Deutsch erschienen ist. Ich hoffe, dass es nicht der letzte ist.
Kitty411
4/5
09.08.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Viel Geschichte, wenig Gefühl
Zum Buch: „Schlaflos“ von Sarah Moss ist ein Roman, der am 09.07.2013 im Mare Verlag erschienen ist.
Klappentext: Eine karge Insel im Westen Schottlands, ständige Stromausfälle und eine unsichere Telefonverbindung. Ein Zweijähriger, der die Nächte zum Tag macht, und ein Siebenjähriger, der die Tage damit verbringt, sich die originellsten Versionen des Weltuntergangs auszumalen. Dazu ein Ehemann, der einer in den Klippen heimischen Papageientaucherkolonie mehr Zeit widmet als seiner Familie: Unter diesen nicht gerade idealen Bedingungen versucht die Historikerin Anna Bennett, eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Kindheit im 18. Jahrhundert zu schreiben. Aber wie soll sie auch nur eine Zeile zu Papier bringen, wenn sie allein und völlig übernächtigt zwei unternehmungslustige Kleinkinder in einer felsigen Einöde beschäftigen muss?
Als zwei rätselhafte Funde im Garten und auf dem Dachboden des sich seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Wohnhauses zu allem Überfluss Einblicke in die düstere Vergangenheit der Insel gewähren, sieht Anna endgültig ihre Felle davonschwimmen. Doch dann verbindet sich ihr chaotischer Alltag auf unerwartete Weise mit ihrem Forschungsgegenstand und der Inselhistorie ...
Gleichzeitig gute Mutter und Wissenschaftlerin zu sein, noch dazu auf einer abgelegenen, windigen Nordseeinsel - keine leichte Aufgabe. Sarah Moss schildert das Dilemma ihrer Heldin mit so viel Selbstironie, Komik und Intelligenz und das Geheimnis der Insel mit so großer Spannung, dass eines sicher ist: Schlaflos hält wach.
Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Geschichte ist in der Ich-Form aus Sicht Anna’s geschrieben und unterteilt in Kapitel, außerdem gibt es Rückblicke in Briefform.
Covergestaltung: Das Cover ist in einem nachtblau gehalten und zeigt den Umriss eines Hauses mit rot erleuchteten Fenstern sowie eine Person mit Kind auf dem Arm, die ein Stück neben dem Haus bei einem Baum steht. Autorenname in weiß und Titel des Buches in rosatönen stehen im oberen Drittel des Covers.
Zum Autor: Sarah Moss, geboren in Schottland, studierte und promovierte an der Oxford University. Nach Stationen am University of Exeter's Cornwall Campus und an der Universität Island lehrt sie heute an der University of Warwick.
Schlaflos ist ihr zweiter Roman und der erste, der auf Deutsch erscheint. Daneben verfasste sie ein Sachbuch über Island.
Meine Meinung: Mit diesem Buch bin ich nicht so recht warmgeworden. Ob es am Schreibstil liegt, den ich allerdings schon als flüssig empfinde, oder ob es durch die häufigen Wechsel zwischen der Gegenwart, Annas Studien und den Briefen aus der Vergangenheit hervorgerufen wurde, auf jeden Fall konnte ich mich nicht gut in die Geschichte hineinversetzen. Zeitweilig wurde es etwas besser, aber im Endeffekt muss ich sagen, dieses Buch und ich passen einfach nicht zusammen. Was ich schade finde, da es das Lesegefühl beeinträchtigt hat, obwohl die Geschichte an sich interessant und fesselnd ist. Auch ist das Ende nicht vorhersehbar, so dass man von Interesse geleitet immer weiter lesen möchte, bis man alle Hintergründe kennt.
Aus diesem Grund vergebe ich 4 Sterne.
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