Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
16.09.2026
Abbildungen
mit 75 überw. farbigen Abbildungen
Verlag
Konstanz University PressSeitenzahl
125
Maße (B/H)
12,5/21 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-9201-4
Im Zusammenspiel von politischen (Kalter Krieg), ökonomischen (Ölpreisschocks) und ökologischen (Ressourcenknappkeit) Krisen formiert sich im Laufe der 70er Jahre ein Lebensgefühl, das ähnlich dem gegenwärtigen zwischen Zukunftsangst und Hedonismus schwankt. Doch anders als heute, wo zur Empörung aufgerufen wird und sich die Gemüter in permanenter Erhitzung befinden, greift man um 1980 zur Coolness als einer Kulturtechnik der affektiven Distanzierung. »Cool« ist das Modewort der späten 70er und frühen 80er Jahre.
Ein derart kalter Zeitgeist artikuliert sich nicht zuletzt in der Populärkultur, insbesondere in der multimedial verfassten Pop-Musik. Anhand von internationalen Beispielen arbeitet Lars Schneider verschiedene Manifestationen dieser Kälte heraus: von emotionaler, über zwischenmenschliche bis hin zu sozialer und politischer Kälte; von apokalyptischer Kälte bis hin zur eiskalten Ironie. Darüber hinaus zeigt sein Essay, wie David Bowie und Joy Division, die Einstürzenden Neubauten, Kraftwerk und Ideal, aber auch die Punk-Band Geisterfahrer oder Icehouse es verstehen, der Kälte eine zukunftsweisende Ästhetik abzuringen: Die kalten synthetischen Sounds und minimalistischen Kompositionen sind Charakteristika einer Neuen Welle, die mit Macht aus dem musikalischen Untergrund in den Mainstream rauscht.
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