Produktbild: Im Widerschein des Krieges
Gebraucht Band 6512

Im Widerschein des Krieges Nachdenken über Russland

Aus der Reihe Beck Paperback
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.04.2023

Abbildungen

mit 15 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

317

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/2,5 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

EAN

2710004588913

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.04.2023

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mit 15 Abbildungen

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C.H. Beck

Seitenzahl

317

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/2,5 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

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2710004588913

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • KathD

    aus Berlin

    5/5

    20.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Ja, manches mir unbekannte…

    Ja, manches mir unbekannte Fremdwort musste ich googeln, schwer zu lesen war das Buch für mich aber nicht. So viel für mich Neues habe ich erfahren:Zum Beispiel über Männer im Umkreis von Putin wie Surkow (S. 236ff) und Karaganow (276ff) An anderes aus den Nachrichten der letzten Jahrzehnte wurde ich erinnert und ausführlich informiert. Ich habe das Buch in einem Zuge durchgelesen und bin sehr dankbar, hier eine Sichtweise des Krieges, seiner Anbahnung und möglichen Auswirkungen zu finden, die ich voll teilen kann, dazu in einer Sprache die respektvoll ist, volle Achtung und Verständnis gegenüber dem russischen Volk und allen anderen betroffenen Völkern der ehemaligen Sowjetunion. Aufgrund dessen, was ich auf einer Reise durch China im Oktober 2019 während der Feiern zum 70. Jahrestag gesehen und auch nicht gesehen habe, kann ich die Einschätzung und Warnungen des Autors nur dick unterstreichen. Überall hingen die Plakate mit der Landkarte Chinas einschließlich des südchinesischen Meeres – eine Provokation gegenüber allen Anrainerstaaten! Und nicht gesehen habe ich dort, dass die Welt aus mehr besteht als nur aus China und dem Weltall. Das hat mir Angst gemacht: diese Ignoranz der Wirklichkeit. Dank dem Autor für das Aussprechen seiner Warnungen! Nur dem Urteil über einen Artikel von Friedrich Engels in der „Neuen Rheinischen Zeitung“ vom 12.08.1848 über den „Russenhass“ als „erste revolutionäre Eigenschaft der Deutschen“ (S. 299) kann ich nicht zustimmen. Es war eine völlig andere Situation als heute. Die Zarin war die Schwester des preußischen Königs Friedrich-Wilhelm IV., der im geheimen darüber verhandelte, dass Nikolaus I. seine Truppen schicken möge, ihm zu helfen, die Revolution niederzuschlagen. Dass er es dann allein geschafft hat, war im Frühjahr und Sommer 1848 noch nicht klar. Diese Verhandlungen verliefen geheim, aber nicht nur der König war auf diese Idee gekommen, sie lag einfach in der Luft und so machten entsprechende Gerüchte auch unter Berliners die Runde und sorgten, in jenen Tagen auch völlig unbegründet für Aufruhr, die russischen Truppen würden sich nähern. Engels Äußerung war damals also nicht „schon fragwürdig und illusionär“, zumal sein Onkel Hofprediger in Berlin war und in seiner Familie möglicherweise darüber gesprochen wurde.

  • Anne Kaffeekanne

    4/5

    30.04.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Mosaiksteine

    Gerd Koenen ist Publizist und Historiker, der sich mit deutsch-russischen Beziehungen und der Geschichte des Kommunismus befasst. In diesem Buch sind verschiedene Texte des Autors über Russland aus drei Jahrzehnten zusammengefasst. Neben historischen und sozio-ökonomischen Betrachtungen auch Buchbesprechungen und persönliche Eindrücke. Das Themensprektrum ist breit. Koenen kreist um die Frage warum der Krieg gegen die Ukraine begonnen wurde. Er analysiert die Angst des Kreml vor Massenprotesten, macht Parallelen zu China auf, erinnert an die Kriege in Afghanistan, Tschetschenien und Georgien und den Umgang mit unliebsamen Personen (Journalist:innen, Aktivist:innen). Sehr interessant ist die Betrachtung davon, wie Russland mit seiner Sowjetgeschichte umgeht. Der Schmerz über den Verlust an Bedeutung nach dem Zerfall der Sowjetunion sitzt tief. Organisationen wie Memorial, die sich mit den Verbrechen der Stalinzeit beschäftigen werden verboten, Stalin gar als selbstloser und weiser Anführer gelobt. Das Verhältnis zum Westen wird thematisiert und ein näherer Blick auf die russische Propaganda und ihre Denkstrukturen geworfen. Es wird einiges an Wissen vorausgesetzt, da es sich teilweise um Artikel aus wissenschaftlichen Zeitschriften handelt. Die Fußnoten bieten selten Erklärungen, sondern meist nur Zitathinweise. Ich fand es etwas schade, dass die Texte nicht besser in einen thematischen Zusammenhang gebracht werden. Zwar sind es interessante Sichtweisen, aber die Verbindung zwischen ihnen ist dann doch oft nur, dass sie vom selben Autor geschrieben wurden. So gehen gute Gedanken in der Vielzahl der Themen unter. Besonders in den extra für das Buch geschrieben Texten am Anfang und am Ende hält der Autor mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, ordnet die aktuelle Situation ein und wagt sogar vorsichtige Prognosen. Etwas unpassend im Vergleich zum eher wissenschaftlichen Stil des Rests, aber durchaus erhellend. Insgesamt fand ich es eine etwas anstrengende, fordernde, aber bereichernde Lektüre. Keine klare Linie, dafür viele Mosaiksteine über Putins Russland.

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  • Produktbild: Im Widerschein des Krieges
  • Vorwort: Engel der Geschichte

    I. Auf der Klippe – Der Abgrund, in den wir schauen

    1. Der menschliche Faktor und die brüchige Allianz der Autokraten
    2. Anmerkungen zu Putin – Nachrichten aus der Paläo-Moderne

    II. Abschied von Gestern – Historische Momentaufnahmen (1989 –1997 –2001 –2018)
    1. Arsenijs Lied. Russland im Zirkel der Geschichte
    2. Der Schlaf des Rotarmisten. Erinnerungen an Lew Kopelew. Geschrieben aus Anlass seines Todes im Juni 1997
    3. Jenseits von Moskau – Erkundungen in der russischen Provinz, Sommer 2001

    III. Blinde Flecken – Die Deutschen und die «Lehren aus der Geschichte»

    1. «Gerade wir als Deutsche ...» – Das Ende unserer postnationalen Größenphantasien
    2. Russland gründlich entzaubert – Vom Ende eines deutschen Komplexes
    3. Der Abgrund, der in uns hineinschaut – Laudatio auf Timothy Snyder und sein Buch «Bloodlands»
    4. «Deutschlands bester Freund» – Stalin und die deutschen Intellektuellen

    IV. Furien des Verschwindens – Russland im Zirkel der Geschichte
    1. Die andere Seite des Schweigens – Lager, Hunger und Terror im Blick des Westens
    2. Geheimnis und Gewalt – Die tiefe Wirkung und das lange Erbe des Stalinismus
    3. Aus dem Dunkel des russischen Familienromans – Zu Masha Gessens Buch «Die Zukunft ist Geschichte»
    4. Der Fall der Sowjetunion – Im Felde unbesiegt, im Innern erschüttert: Ein anderer Blick
    a) Die russische Sphinx
    b) Im Felde unbesiegt
    c) Im Innersten erschüttert
    5. Die Widerständigen – Schreiben, Leben und Sterben in Putins Russland (Eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2007)

    V. Der Weg in die Katastrophe – Russland in der «Epoche 14+»
    1. Der Narzissmus der Unverstandenen – Phantasmen einer eurasischen Weltzivilisation
    2. Ausbruch aus der Weltordnung – Das Alphatier in der Weltarena, ratlos
    3. Für eure und für unsere Freiheit – Russland, die Verteidigung der Ukraine und wir


    Epilog: Abschied von Moskau

    Danksagung
    Bildnachweis