Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Set in sun-drenched 1964 Los Angeles, Meet the Newmans chronicles America's favorite TV family whose perfect façade starts to unravel when their iconic show is up for renewal and one of them suffers a tragic accident.
For two decades, Del and Dinah Newman and their sons, Guy and Shep, have ruled the airwaves as America's Favorite Family. Thirty million viewers tune in every week to watch them play airbrushed, flawless versions of themselves. But behind the smiling black-and-white exterior, the Newmans are a mess.
Patriarch Del is the propulsive motor and visionary behind the Newmans machine? producing, directing, writing, and starring in every single one of the 400 plus episodes. But at forty-five, he suddenly feels like a relic. Ratings have plummeted, the studio is threatening cancellation, his own fame has been eclipsed by his youngest son's, and their money (that he was managing) is suddenly gone. Meanwhile, Dinah struggles to figure out what is making her body literally go numb, and to break out of her traditional roles as wife and mother. Roles that?off camera? she is terrible at. Lately she finds herself wondering is this all there is and daydreaming about having an affair with the neighbor. Guy and Shep aren't faring much better. Guy has lived life by the book, doing everything right?at least as far as anyone can see? in a futile effort to win his dad's approval. Behind closed doors, though, his personal life is in chaos. Younger brother Shep, on the other hand, is a dreamy rock n' roll idol who seems to be on top of the world?until an ill-timed romance and a surprise baby change the course of his life.
When Del gets into a car accident in a mysterious location across town, the Newmans' world is turned upside down. Dinah, Guy, and Shep scramble to keep his hospitalization and comatose state from the press and the studio and at the same time figure out how to keep the show afloat without Del at the helm. Being everyone's fantasy family is a lot to carry!
Enter LA Times Reporter Juliet Dunne, here to cover the life and times of America's beloved Newmans. Trouble is, Juliet loathes them. She grew up watching the show and blames Dinah in particular for setting an unrealistic and antiquated version of what it means to be a woman. Juliet fully expects to get her fluff interview and go back to her actual journalism pursuits.
But Dinah has a different plan...
Meet the Newmans is as relevant today as it will be tomorrow as it was yesterday. A novel about love, money, fame, purpose, friendship, creativity, loss, and most of all the evolution of a family. This funny, warm, affecting read is also about the dual lives we all lead? the version we present to the world and the version that exists off stage. Because it turns out, even when our lives aren't televised weekly, we all have a behind-the-scenes.
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(Tele)Visionen oder Back to the Roots
speedy208 (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 22.04.2026
Bewertungsnummer: 3117066
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Los Angeles, 1964. Auf dem Cover eine typische Sixties-Frau mit Perlenkette, blondem Bubikopf, kariertem blauen Kleid und einen Bleistift im Mund. Der Klappentext hörte sich spannend an, kurzen Episoden gleich, die man von früheren US-Serien her kennt. Dann öffnete ich das Buch, begann zu lesen und merkte sehr schnell, dass es eine Art Countdown bis zum 1.Höhepunkt (Mitte des Buches) gab. Danach wieder eine Art logische Chronologie, Zeitabfolge, wie beim Bergabstieg - nach all den Turbulenzen beim Aufstieg.
Das Buch ist eine Hommage an die jahrelange Sitcom von “Ozzie & Harriet” mit ihren Söhnen David und Ricky. Die Serie habe ich nie gesehen, aber dieses Buch brachte sie mir näher - vor allem Ricky, der vom TV-Liebling zum Rock- und Filmstar wurde, u.a. im Western “Rio Bravo”. Der Leser wird in die Sixties zurückversetzt, durchlebt mit Dinah - nicht Harriet! -, der Hauptdarstellerin, ihre “Emanzipation”, wohl wissend, dass diese erst in den 1970ern realisiert wurde. Aber im Roman kommt sexuelle Befreiung, Abhängigkeit, Diskriminierung, Unterbezahlung, Vertragssklaverei, Homosexualität und Aufbruchstimmung schon vor. Interessant. Kritisch wird’s im letzten Drittel, als man schon denkt, Dinah habe es geschafft, man ihr ihren Erfolg gönnen will, aber ihr Mann plötzlich aus dem Koma erwacht.
Mit einem Lächeln, adretter Präsenz meistert Dinah vor der Kamera alle Probleme einer patenten Mutter, Ehefrau, Nachbarin, Freundin - nach Drehbuch - pflegeleicht, sorglos, gesponsert. Dieses ist fern der Alltagssorgen der Zuschauer und Dinahs eigener Bedürfnisse. Im Privatleben kümmert sie sich um nichts, die Haushälterin ums Haus, der Ehemann Del um die Existenz. Das ändert sich mit Dels Unfall, der die Frau plötzlich aus ihrem Kokon treibt und sich mit dem Alltag und der Familie auseinandersetzen lässt. Dazu kommt, dass die Serie vor dem Aus steht, aber ein Drehbuch fehlt für die Abschlussfolge (Serie soll abgesetzt werden). Also ergreift Dinah (statt Harriet) die Chance, nach einem Interview mit einer Journalistin zusammenzuspannen, obwohl beide 1 Generation trennt. Dadurch verschafft sich Dinah eine unbekannte Freiheit, wird quasi wie Schneewittchen von der Vergangenheit in die Zukunft katapultiert mit Sex, Drogen und Rock ’n Roll - Dinge, die sie bisher nie realisiert hat - auch nicht ihre Wünsche und Träume, wollte sie doch neben dem Showbiz auch schreiben, was sie jetzt tut mit der Journalistin.
Als Übermutter (der US-Nation), als perfekte Ehe- und Hausfrau nehmen sich die Zuschauerinnen Dinah als Vorbild; sie bekommt Fanpost und Leserbriefe (vom Studio beantwortet). Sie wird interviewt, gibt ihren Namen für Kolumnen und Tipps in Frauenzeitschriften, ohne zu wissen, wofür; die Studiomaschinerie sorgt für alles. Vor der Kamera, aber mit Familie, wird das perfekte Bild einer Frau ohne Wünsche und Träume kolportiert. Selbstverwirklichung, Finanzen, Karriere, Sex finden da keinen Platz. Das Drehbuch, von ihrem Mann geschrieben, will belanglos unterhalten, ist auf Lacher und Schmunzeln aus und natürlich in erster Line auf Sponsoren. Diese springen aber zusehends ab, als die 1950er enden und mit den 1960ern die Kennedys ein anderes Lebensgefühl einbringen. Familie ist ok, aber muss entstaubt werden, was die Kennedys vormachen. Das erreicht die Öffentlichkeit abseits der Politik in Filmen und der Musik, inkl. Emanzipation von Frauen und Afroamerikanern. Plötzlich erwach(s)en alle aus ihrem Dornröschenschlaf, realisieren, dass sich bisher alles nur um den Mann gedreht hat, Frauen und Nicht-Weisse wie Kinder behandelt werden.
Ein Buch, das um Längen besser ist als “eine Frage der Chemie”. Vielleicht bin ich auch parteiisch, weil es eine Hommage an “Ozzie & Harriet” und damit an Ricky (Nelson) ist. Jedenfalls habe ich jede Seite genossen. Einzig das Buchformat hat mich verärgert. Vielleicht erscheint die deutsche Version im handlicheren Format.
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