Produktbild: Meet the Newmans
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Meet the Newmans

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

06.01.2026

Verlag

Pan Macmillan

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

23,3/15,5/3,5 cm

Gewicht

492 g

Farbe

Schwarz

Sprache

Englisch

EAN

2710004822062

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Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

06.01.2026

Verlag

Pan Macmillan

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

23,3/15,5/3,5 cm

Gewicht

492 g

Farbe

Schwarz

Sprache

Englisch

EAN

2710004822062

EU-Ansprechpartner

1st Floor The Liffey Trust Centre 117-126 Sheriff Street Upper
D01 YC43 Dublin
IE
generalproductsafety@macmillan.com

Herstelleradresse

Pan Macmillan
Cromwell Place, Hampshire International Business Park, Lime Tree Way
RG24 8YJ Basingstoke, Hampshire
UK
generalproductsafety@macmillan.com

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(Tele)Visionen oder Back to the Roots

speedy208 (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 22.04.2026

Bewertungsnummer: 3117066

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Los Angeles, 1964. Auf dem Cover eine typische Sixties-Frau mit Perlenkette, blondem Bubikopf, kariertem blauen Kleid und einen Bleistift im Mund. Der Klappentext hörte sich spannend an, kurzen Episoden gleich, die man von früheren US-Serien her kennt. Dann öffnete ich das Buch, begann zu lesen und merkte sehr schnell, dass es eine Art Countdown bis zum 1.Höhepunkt (Mitte des Buches) gab. Danach wieder eine Art logische Chronologie, Zeitabfolge, wie beim Bergabstieg - nach all den Turbulenzen beim Aufstieg. Das Buch ist eine Hommage an die jahrelange Sitcom von “Ozzie & Harriet” mit ihren Söhnen David und Ricky. Die Serie habe ich nie gesehen, aber dieses Buch brachte sie mir näher - vor allem Ricky, der vom TV-Liebling zum Rock- und Filmstar wurde, u.a. im Western “Rio Bravo”. Der Leser wird in die Sixties zurückversetzt, durchlebt mit Dinah - nicht Harriet! -, der Hauptdarstellerin, ihre “Emanzipation”, wohl wissend, dass diese erst in den 1970ern realisiert wurde. Aber im Roman kommt sexuelle Befreiung, Abhängigkeit, Diskriminierung, Unterbezahlung, Vertragssklaverei, Homosexualität und Aufbruchstimmung schon vor. Interessant. Kritisch wird’s im letzten Drittel, als man schon denkt, Dinah habe es geschafft, man ihr ihren Erfolg gönnen will, aber ihr Mann plötzlich aus dem Koma erwacht. Mit einem Lächeln, adretter Präsenz meistert Dinah vor der Kamera alle Probleme einer patenten Mutter, Ehefrau, Nachbarin, Freundin - nach Drehbuch - pflegeleicht, sorglos, gesponsert. Dieses ist fern der Alltagssorgen der Zuschauer und Dinahs eigener Bedürfnisse. Im Privatleben kümmert sie sich um nichts, die Haushälterin ums Haus, der Ehemann Del um die Existenz. Das ändert sich mit Dels Unfall, der die Frau plötzlich aus ihrem Kokon treibt und sich mit dem Alltag und der Familie auseinandersetzen lässt. Dazu kommt, dass die Serie vor dem Aus steht, aber ein Drehbuch fehlt für die Abschlussfolge (Serie soll abgesetzt werden). Also ergreift Dinah (statt Harriet) die Chance, nach einem Interview mit einer Journalistin zusammenzuspannen, obwohl beide 1 Generation trennt. Dadurch verschafft sich Dinah eine unbekannte Freiheit, wird quasi wie Schneewittchen von der Vergangenheit in die Zukunft katapultiert mit Sex, Drogen und Rock ’n Roll - Dinge, die sie bisher nie realisiert hat - auch nicht ihre Wünsche und Träume, wollte sie doch neben dem Showbiz auch schreiben, was sie jetzt tut mit der Journalistin. Als Übermutter (der US-Nation), als perfekte Ehe- und Hausfrau nehmen sich die Zuschauerinnen Dinah als Vorbild; sie bekommt Fanpost und Leserbriefe (vom Studio beantwortet). Sie wird interviewt, gibt ihren Namen für Kolumnen und Tipps in Frauenzeitschriften, ohne zu wissen, wofür; die Studiomaschinerie sorgt für alles. Vor der Kamera, aber mit Familie, wird das perfekte Bild einer Frau ohne Wünsche und Träume kolportiert. Selbstverwirklichung, Finanzen, Karriere, Sex finden da keinen Platz. Das Drehbuch, von ihrem Mann geschrieben, will belanglos unterhalten, ist auf Lacher und Schmunzeln aus und natürlich in erster Line auf Sponsoren. Diese springen aber zusehends ab, als die 1950er enden und mit den 1960ern die  Kennedys ein anderes Lebensgefühl einbringen. Familie ist ok, aber muss entstaubt werden, was die Kennedys vormachen. Das erreicht die Öffentlichkeit abseits der Politik in Filmen und der Musik, inkl. Emanzipation von Frauen und Afroamerikanern. Plötzlich erwach(s)en alle aus ihrem Dornröschenschlaf, realisieren, dass sich bisher alles nur um den Mann gedreht hat, Frauen und Nicht-Weisse wie Kinder behandelt werden. Ein Buch, das um Längen besser ist als “eine Frage der Chemie”. Vielleicht bin ich auch parteiisch, weil es eine Hommage an “Ozzie & Harriet” und damit an Ricky (Nelson) ist. Jedenfalls habe ich jede Seite genossen. Einzig das Buchformat hat mich verärgert. Vielleicht erscheint die deutsche Version im handlicheren Format.

(Tele)Visionen oder Back to the Roots

speedy208 (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 22.04.2026
Bewertungsnummer: 3117066
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Los Angeles, 1964. Auf dem Cover eine typische Sixties-Frau mit Perlenkette, blondem Bubikopf, kariertem blauen Kleid und einen Bleistift im Mund. Der Klappentext hörte sich spannend an, kurzen Episoden gleich, die man von früheren US-Serien her kennt. Dann öffnete ich das Buch, begann zu lesen und merkte sehr schnell, dass es eine Art Countdown bis zum 1.Höhepunkt (Mitte des Buches) gab. Danach wieder eine Art logische Chronologie, Zeitabfolge, wie beim Bergabstieg - nach all den Turbulenzen beim Aufstieg. Das Buch ist eine Hommage an die jahrelange Sitcom von “Ozzie & Harriet” mit ihren Söhnen David und Ricky. Die Serie habe ich nie gesehen, aber dieses Buch brachte sie mir näher - vor allem Ricky, der vom TV-Liebling zum Rock- und Filmstar wurde, u.a. im Western “Rio Bravo”. Der Leser wird in die Sixties zurückversetzt, durchlebt mit Dinah - nicht Harriet! -, der Hauptdarstellerin, ihre “Emanzipation”, wohl wissend, dass diese erst in den 1970ern realisiert wurde. Aber im Roman kommt sexuelle Befreiung, Abhängigkeit, Diskriminierung, Unterbezahlung, Vertragssklaverei, Homosexualität und Aufbruchstimmung schon vor. Interessant. Kritisch wird’s im letzten Drittel, als man schon denkt, Dinah habe es geschafft, man ihr ihren Erfolg gönnen will, aber ihr Mann plötzlich aus dem Koma erwacht. Mit einem Lächeln, adretter Präsenz meistert Dinah vor der Kamera alle Probleme einer patenten Mutter, Ehefrau, Nachbarin, Freundin - nach Drehbuch - pflegeleicht, sorglos, gesponsert. Dieses ist fern der Alltagssorgen der Zuschauer und Dinahs eigener Bedürfnisse. Im Privatleben kümmert sie sich um nichts, die Haushälterin ums Haus, der Ehemann Del um die Existenz. Das ändert sich mit Dels Unfall, der die Frau plötzlich aus ihrem Kokon treibt und sich mit dem Alltag und der Familie auseinandersetzen lässt. Dazu kommt, dass die Serie vor dem Aus steht, aber ein Drehbuch fehlt für die Abschlussfolge (Serie soll abgesetzt werden). Also ergreift Dinah (statt Harriet) die Chance, nach einem Interview mit einer Journalistin zusammenzuspannen, obwohl beide 1 Generation trennt. Dadurch verschafft sich Dinah eine unbekannte Freiheit, wird quasi wie Schneewittchen von der Vergangenheit in die Zukunft katapultiert mit Sex, Drogen und Rock ’n Roll - Dinge, die sie bisher nie realisiert hat - auch nicht ihre Wünsche und Träume, wollte sie doch neben dem Showbiz auch schreiben, was sie jetzt tut mit der Journalistin. Als Übermutter (der US-Nation), als perfekte Ehe- und Hausfrau nehmen sich die Zuschauerinnen Dinah als Vorbild; sie bekommt Fanpost und Leserbriefe (vom Studio beantwortet). Sie wird interviewt, gibt ihren Namen für Kolumnen und Tipps in Frauenzeitschriften, ohne zu wissen, wofür; die Studiomaschinerie sorgt für alles. Vor der Kamera, aber mit Familie, wird das perfekte Bild einer Frau ohne Wünsche und Träume kolportiert. Selbstverwirklichung, Finanzen, Karriere, Sex finden da keinen Platz. Das Drehbuch, von ihrem Mann geschrieben, will belanglos unterhalten, ist auf Lacher und Schmunzeln aus und natürlich in erster Line auf Sponsoren. Diese springen aber zusehends ab, als die 1950er enden und mit den 1960ern die  Kennedys ein anderes Lebensgefühl einbringen. Familie ist ok, aber muss entstaubt werden, was die Kennedys vormachen. Das erreicht die Öffentlichkeit abseits der Politik in Filmen und der Musik, inkl. Emanzipation von Frauen und Afroamerikanern. Plötzlich erwach(s)en alle aus ihrem Dornröschenschlaf, realisieren, dass sich bisher alles nur um den Mann gedreht hat, Frauen und Nicht-Weisse wie Kinder behandelt werden. Ein Buch, das um Längen besser ist als “eine Frage der Chemie”. Vielleicht bin ich auch parteiisch, weil es eine Hommage an “Ozzie & Harriet” und damit an Ricky (Nelson) ist. Jedenfalls habe ich jede Seite genossen. Einzig das Buchformat hat mich verärgert. Vielleicht erscheint die deutsche Version im handlicheren Format.

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Meet the Newmans

von Jennifer Niven

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