Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.10.2026
Herausgeber
Alessandro Gess + weitereVerlag
Ruby PressSeitenzahl
160
Maße (L/B)
23,5/16,5 cm
Auflage
1
Sprache
Englisch
ISBN
978-3-944074-69-6
Als Soft Spots werden Räume verstanden, die für das urbane Zusammenleben von zentraler Bedeutung sind, zugleich aber unter prekären, temporären und programmatisch offenen Bedingungen existieren. Weniger durch Form oder Maßstab bestimmt als durch Eigenschaften wie Offenheit, Anpassungsfähigkeit und die Toleranz gegenüber Instabilität, entziehen sie sich klaren Typologien und einem festen architektonischen Vokabular. Gerade darin liegt ihr Potenzial: Als soziale Infrastrukturen ermöglichen sie Aneignung, Aushandlung und neue Formen des Zusammenkommens. Ihre räumliche und zeitliche Unbestimmtheit erlaubt es ihnen, sich normativen Setzungen und regulatorischen Rahmen zu widersetzen – und vielfältige, oft nicht-kommerzielle Mischungen aus kulturellen, sozialen und bildungsbezogenen Aktivitäten zu tragen.
Die Publikation versteht „Softness“ zugleich als architektonische Typologie und als operative Strategie. Zwei sich ergänzende Erzählweisen strukturieren das Buch: Theoretische Beiträge aus Architektur, Stadtforschung, Soziologie, Anthropologie und Kunst beleuchten zentrale Begriffe wie Namenlosigkeit, Zweifel, Schwäche, Reparatur und Engagement als konstitutive Bedingungen dieser Räume. Parallel wird anhand einer Reihe internationaler Beispiele in Fotos, Zeichnungen und kurzen Texten gezeigt, wie diese Konzepte in konkrete räumliche Situationen und institutionelle Praktiken übersetzt werden. Im Zusammenspiel beider Perspektiven entsteht ein vielschichtiges Bild von Soft Spots als alltägliche urbane Manifestationen von Offenheit, Aushandlung und Wandel.
Alessandro Gess ist Architekt und Stadtplaner. Seit 2024 hat er die Professur für Entwerfen, Raum- und Gebäudelehre an der HafenCity Universität Hamburg inne. Als Partner von l’AUC in Paris arbeitet er an der Schnittstelle von Architektur und Städtebau; seine Projekte wurden unter anderem mit dem Patrick Abercrombie Prize for Urban Planning and Design ausgezeichnet.
Antonia Lembcke ist Architektin und lehrt seit 2022 in den Bereichen Städtebau und Architektur. Sie promoviert im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs Urban future-making an der HafenCity Universität Hamburg zu relationaler Architektur und räumlichen und sozialen Zusammenhängen des Entwerfens. Zudem ist sie Mitgründerin des Kollektivs spätispäti in Berlin.
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