Produktbild: Elisabeth

Elisabeth Ein Abschied

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18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.06.2026

Verlag

Morio

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

19,8/12,9/1,5 cm

Gewicht

252 g

Auflage

2. Auflage, Taschenbuchausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949749-47-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.06.2026

Verlag

Morio

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

19,8/12,9/1,5 cm

Gewicht

252 g

Auflage

2. Auflage, Taschenbuchausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949749-47-6

Herstelleradresse

Morio Verlag
Bernburger Straße 2
06108 Halle
DE

Email: info@morio-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Gänserndorf

    5/5

    19.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Protokoll einer Ehe zu dritt

    Rezension von Andrea Stix, MSc, Akademische Demenzexpertin, August 2022 Der Autor schlüpft zu Beginn in die Rolle des Ehepartners und beschreibt anhand von Tagebuchaufzeichnungen wie das Leben eines bis dahin glücklichen Ehepaares durch eine Demenzerkrankung komplett auf den Kopf gestellt wird. Liegt am Beginn noch der gemeinsame Kampf gegen die Krankheit vor, so verringert sich dieses Engagement im Krankheitsverlauf und wird zur Resignation und zur Gleichgültigkeit des gesunden Ehepartners. Dabei beschreibt der Autor sehr gut das Wechselbad der Gefühle – von der Hoffnung, wenn es gute Momente gibt und von der Verzweiflung, wenn die Krankheit einem alles nimmt, ähnlich einer Welle, die alles mit sich reißt in die Tiefen des Meeres: Zukunftspläne, Strukturen, Selbstverständlichkeiten, die den Alltag lebenswert machen. Immer öfter machen sich Trauer und Unverständnis breit und es folgt fast automatisch ein Rückzug aus der gemeinsamen Welt, da keine Gespräche auf Augenhöhe mehr geführt werden können und die gemeinsamen Interessen mangels Durchführbarkeit scheitern. Die Auseinandersetzung mit neuen Aufgaben, die mit zunehmenden Krankheitsverlauf fast automatisch dem gesunden Ehepartner übergestülpt werden, zeigen auch die Überforderung, wenn man sich plötzlich für eine ehemals selbständige Person verantwortlich fühlt. Es wird auch aufgezeigt, dass sich Freunde und Bekannte immer mehr zurückziehen und so das betroffene Ehepaar noch mehr in Isolation gerät. Dennoch versucht der Ehemann seine Frau zu unterstützen, indem er für sie eine Tagesbetreuung organisiert. Diese kleine Auszeit schafft auch für ihn ein wenig Entlastung. Er selbst findet lediglich bei einem langjährigen Brieffreund Verständnis, da dessen Frau ebenfalls an Demenz erkrankt ist. Sehr gut wird bei den Begegnungen der beiden Ehepaare dargestellt, dass die Krankheit sehr individuell ist und jede Person anders lebt und auch erlebt wird. Ebenso wird realitätsnah die eigene Wahrnehmung beschrieben, dass sich mit zunehmenden Krankheitsverlauf die Erkenntnis einstellt, wie viel an eigenen Plänen und Wünschen nie mehr erreicht werden können. Schließlich spannt der Autor auch noch den Bogen zur erkrankten Person selbst, in dem er anhand von ihren Aufzeichnungen die Schwierigkeiten, welche die Krankheit von Beginn an mit sich bringt, beginnend mit einem stressigen Alltag bis zum Ausbruch der Krankheit. Resümee: Dieses Buch lässt dich nicht mehr los, fesselnd und spannend wie ein Krimi geschrieben, beinharte Realität mit Berg-und-Tal-Facetten wie es in Partnerschaften tatsächlich passiert, wenn der neue „Lebenspartner Demenz“ auftaucht!

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