"Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an."Eine Suche, ein Erwachen - und die Grautöne der Schuld.Es ist ein kalter Januarmorgen, an dem Birdie Keller die Nachricht erhält, auf die sie 18 Jahre gewartet hat. Der Mann, der ihre Schwester ermordet hat, wird aus dem Gefängnis entlassen. Mit einem Plan - und einer Waffe - verlässt Birdie ihr Zuhause, ihre Familie, ihr Leben, um den Mann zu suchen, der für sie alles andere als ein Fremder ist. Von London über Cornwall folgt sie ihm, Jimmy Maguire, bis zurück in ihre Heimat Devon - jene Landschaft, in der die Erinnerungen Birdies Gewissheiten einstürzen lassen und die Vergangenheit die Gegenwart niemals loslässt.Die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, die alles verschlingt.Emma Stonex erzählt von der Reise einer Frau, die den Verlauf der Geschichte selbst in die Hand nimmt, von der wahren Bedeutung von Chancenlosigkeit, Schwesternschaft und dem Versuch, dem eigenen Schicksal zuentkommen. Ein Hörbuch voller psychologischer Tiefe, atemraubender Spannung und der Verzweiflung der Einsamkeit.Das neue genresprengende Spannungshighlight der Autorin von Die Leuchtturmwärter.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Wortschätzchen
aus Kreis HD
4/5
15.07.2026
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Rache und Gerechtigkeit
Birdie Kellers Schwester wurde vor 18 Jahren ermordet. Jetzt soll ihr Mörder Jimmy Maguire entlassen werden. Birdie macht sich mit einem Plan und einer Waffe auf eine Reise, die alles verändern wird.
Die Story wird aus zwei Perspektiven erzählt. Da ist Birdie, die nie mit dem Tod der Schwester klarkommen konnte, noch immer leidet Und da ist Jimmy Maguire, den die Zeit im Gefängnis natürlich verändert hat. Doch schnell merkt man, dass nichts so ist, wie man zunächst annahm und man leidet mit den Protagonisten.
Wer nicht in sich gefestigt ist, wer in einem Tief steckt, sollte keinesfalls dieses Buch lesen oder hören. Es ist wunderbar, aber düster, es zieht runter, es macht traurig, es verteilt Nierenschläge. Das muss man verkraften. Ja, es ist in sich stimmig und all die deprimierenden Dinge, die geschehen, kann man nicht fröhlich erzählen. Dennoch verlangt das Buch Stabilität beim Leser oder Hörer, die man nicht jeden Tag hat.
Zunächst hat man den Eindruck, es wird planlos drauflosgeplappert. Doch nach und nach erkennt man, dass ohne dieses weite Ausholen die Story nicht komplett und nicht zu verstehen wäre. Wenn man so will, braucht es diesen langen Anlauf, um alles richtig einordnen, verstehen, sehen zu können. Das Buch zeigt, dass Außenstehende niemals einen Sachverhalt wirklich richtig erfassen können, weil sie nur einen kleinen Ausschnitt sehen. Auch zeigt es, wie tief die Sehnsucht nach Gerechtigkeit sein kann, von zwei unterschiedlichen Sichtweisen her gesehen sogar. Enorm beeindruckend!
Das Ende hat einen Knalleffekt parat. Ich bin regelrecht hilflos und auch ein wenig sprachlos. Für diese Kunst gebe ich vier Sterne.
Sursulapitschi
Thalia Book Circle Community
4/5
13.07.2026
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Ein kniffliger Mix aus lauter Rätseln
Was finsterere Geschichte!
Als Birdie erfährt, dass Jimmy Maguire freigelassen wird, schickt sie ihre Kinder zur Schule, schnappt sich eine Pistole und fährt los. Auf diesen Tag hat sie sich 18 Jahre lang vorbereitet. Jimmy soll dafür büßen, dass er ihre Schwester getötet hat.
Und Jimmy versucht klarzukommen. In 18 Jahren hat sich die Welt draußen verändert. 18 Jahre lang saß er unschuldig im Knast, aber man verpfeift keine Freunde, das hat er schon als Kind gelernt.
Abwechselnd begleitet man die beiden, die durch Ereignisse in ihrer Vergangenheit gezeichnet sind. Und man bekommt Schnipsel dieser Vergangenheit erzählt, immer mal wieder ein Stückchen. Sie hatten beide keine glückliche Kindheit. Birdie und Providence hatten wenigstens noch ihre Großmutter, Jimmy hatte Brüder, wenn sie gerade nicht einsaßen.
In zahlreichen Zeitsprüngen, die nicht immer leicht zu identifizieren sind, steuert man hier auf ein Desaster zu. Wird noch ein Mord geschehen? Wird Birdie tatsächlich auch zur Mörderin und die ganze Tragödie noch verschlimmern? Und was ist damals wirklich passiert? Ist Jimmy unschuldig?
Dieses Buch ist ein kniffliger Mix aus lauter Rätseln, unterhaltsam und sogar anrührend. Es ist schlimm, was diese Kinder alles ertragen mussten, aber entschuldigt das einen Mord? Wer trägt hier die Schuld und warum wird ein Mädchen getötet, das alle geliebt haben?
Das Hörbuch wird von einer weiblichen und eine männlichen Stimme gelesen, was zu diesem Buch sehr gut passt, erzählen doch Birdie und Jimmy abwechselnd. Dabei hat mir der Part von Timo Weisschnur sehr gefallen, er liest den Jimmy authentisch und sympathisch. Tessa Mittelstaedt wirkt daneben etwas angestrengt, betont zu viel Unwichtiges, dramatisiert zu sehr. Das hat diese irre Geschichte gar nicht nötig.
Dieses Hörbuch hat mich wunderbar unterhalten, es dauert 11 Stunden und 59 Minuten.
Bewertung
aus Quickborn
4/5
13.07.2026
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Mein soll die Rache sein
So denkt jedenfalls die Hauptperson dieses Kriminalromans, Birdie (Bridget), die nach der Freilassung des Mörders ihrer kleinen Schwester Providence mit einem Revolver bewaffnet auf eine heikle Jagd geht. Der Mörder, Jimmy, ist nach 18 Jahren Haft indes überaus verwirrt vom Leben außerhalb der Gefängnismauern. Die wechselnden Perspektiven der beiden werden von Tessa Mittelstaedt und Timo Weisschnur gesprochen, so dass man keine Probleme hat, die Rückblicke einzuordnen. Die Vergangenheit wird auf analytische Weise betrachtet, mit psychologischem Tiefgang erfährt man immer mehr über die Vorgeschichte des Mordes an dem Mädchen.
Der Stil ist interessant und als Hörer der Story - die zwischen den frühen Sechzigern bis hin zu den späten Achtzigern in England spielt - kann ich mir die Protagonisten und die Situationen bestens vorstellen. Manches ist vielleicht etwas weit gedehnt, Aber es geht unaufhaltsam auf den Peak zu. Zudem werden die Familiengeschichten mit allem Hell und Dunkel sehr scharf charakterisiert. Aus heutiger Sicht möchte man in keiner der beteiligten Jugendlichen gesteckt haben. Was sich im Laufe der Jahre und der Rückblicke herausstellt, kann ich natürlich nicht preisgeben. Die Spannung will ich weder Lesern noch Hörern verderben.
Die Autorin ist vielen Lesern/Hörern wahrscheinlich von dem Bestseller "Die Leuchtturmwärter", bei diesem Roman hat sie das Spiel mit Spannung und Verdächtigungen schon perfekt umgesetzt. Bei "Sunshine Man" gelingt ihr das wieder auf den Punkt.
Fazit: ein guter Kriminalroman, der von den beiden Sprechern (wobei ich Tessa Mittelstaedt klar den Vorrang gebe!) zu einem spannenden Kopfkino gemacht wird. Für mich war es gute Unterhaltung.
Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.
xxholidayxx
4/5
12.07.2026
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Warum Rache selten Erlösung bringt
„Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an.“ – Zitat aus dem Buch.
Mit diesem fulminanten, fast schon schockierenden Satz beginnt „Sunshine Man“, das neue Buch von Emma Stonex, das am 24.06.2026 im Argon Hörbuch Verlag erschienen ist. Aus dem Englischen übersetzt von Eva Kemper und ungekürzt eingelesen von Tessa Mittelstaedt und Timo Weisschnur, entfaltet sich auf fast zwölf Hörstunden eine Geschichte, die tief in die Abgründe von Trauma, Rache und familiären Verstrickungen blickt. Im Zentrum steht Birdie, die nach der Haftentlassung des Mörders ihrer Schwester alles hinter sich lässt, um ihn zu konfrontieren. Eine aufwühlende und aufschlussreiche Reise beginnt, die sie quer durch England und tief in die eigene Vergangenheit führt.
Meine Meinung
First of all: Ich gebe ganz offen zu: Ich war anfangs skeptisch, weil das Vorgängerwerk der Autorin, „Die Leuchtturmwärter“, damals so gar nicht mein Buch war. Deshalb bin ich mit gemischten Gefühlen an diese Neuerscheinung herangegangen, aber iwas daran hat doch mein Interesse geweckt. Und ich könnte nicht glücklicher sein, dass ich s gewagt habe. Denn die Geschichte ist erzählerisch unheimlich stark und zwingt einen regelrecht dazu, sich mit unbequemen Fragen auseinanderzusetzen. Die Autorin zeigt nämlich, dass das Leben eben nicht schwarz-weiß ist, sondern sich in den komplexen Grautönen von Schuld, Moral, Rache und Reue abspielt. Die atmosphärischen Schauplätze von London bis Cornwall verstärken diese melancholische und dichte Grundstimmung perfekt.
Dass mich die Geschichte trotz meiner anfänglichen Vorbehalte so gepackt hat, liegt auch an der grandiosen Leistung des Sprecher:innen-Duos. Tessa Mittelstaedt und Timo Weisschnur schaffen es, die spürbar tiefe Einsamkeit und das psychologische Trauma der Figuren (teilweise trotz intakter Familie) greifbar zu machen. Man spürt das unaufhaltsame Bröckeln von Birdies jahrelangen Gewissheiten sobald die Gegenwart durch die Vergangenheit eingeholt wird. Was ich mir gewünscht hätte, wofür die Sprecher:innen aber nichts können: Dass sich die Sprechrollen mehr abwechseln, da die Abschnitte in der eine Person gesprochen hat doch ehr lange waren. Das liegt aber eben nicht an den Sprecher:innen, sondern an der Art wie das Buch aufgebaut ist.
An der Stelle muss ich auch einen Kritikpunkt nennen: Die Geschichte ist für mich persönlich stellenweise recht langatmig geraten. Ein paar Hörminuten weniger hätten der Dynamik aus meiner Sicht absolut gutgetan. Gerade im Mittelteil zog sich die Handlung spürbar; es war ein ständiges Hin und Her, das aus verständlichen Gründen nicht von der spannungsgeladenen Sorte war, es aber eben als Zuhörerin langatmig gemacht hat. Wer also einen klassischen, rasanten Pageturner erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Das Buch erfordert meiner Meinung nach definitiv Durchhaltevermögen, man muss sich bewusst darauf einlassen und an den Figuren dranbleiben wollen.
Dass sich das Durchhalten am Ende aber definitiv gelohnt hat, liegt am Finale. Mit diesem Ausgang der Geschichte habe ich so nicht gerechnet. Auf den letzten Metern passiert noch einmal etwas völlig Unvorhersehbares, das die Karten komplett neu mischt und einen mit einem nachdenklichen Gefühl zurücklässt.
Fazit
„Sunshine Man“ ist kein rasanter Blockbuster-Thriller, sondern ein psychologisch tiefgründiges und anspruchsvolles Spannungsdrama über die Zerrissenheit zweier Familien. Wer die leisen, atmosphärischen Stoffe mag und kein Problem mit einem etwas zäheren Mittelteil hat, wird hier mit einer komplexen Charakterstudie und einem genialen Plottwist belohnt. Für mich trotz kleinerer Längen eine klare Empfehlung für anspruchsvolle Stunden im Ohrensessel. Herzlichen Dank an NetGalley und den Argon Hörbuch Verlag für das Rezensionsexemplar!
MirjS
aus Essen
4/5
10.07.2026
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Sehnsucht nach Gerechtigkeit
Auf der Suche nach einem fesselnden Hörbuch blieb ich bei der Beschreibung von Emma Stonex neuem Roman „Sunshine Man“ an folgendem Satz von Hauptprotagonistin Birdie hängen »Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an.«.
Die Entscheidung war schnell gefallen und schon nahmen mich Sprecher Tessa Mittelstaedt und Timo Weisschnur mit auf Birdies bewaffnete Reise, die an dem Tag beginnen sollte, als der Mann, der einst ihre Schwester ermordete und nie gestand, aus der Haft entlassen wird. Erzählt wird aus zweierlei Perspektiven, durch die man einen sehr intensiven Einblick in das Gefühlsleben sowohl von Birdie, als auch von Täter Jimmy erhält. Eigentlich lebt die ganze Story, meiner Meinung nach, sogar ausschließlich von genau diesen atmosphärischen und detaillierten Gefühlsbeschreibungen und Gedankengängen, die von den Sprechern perfekt transportiert werden. Die Darbietung ist sogar so authentisch, dass ich gar nicht mal weiß, ob mich das Buch, auch selbst gelesen, so in seinen Bann gezogen hätte.
Fazit: Ein sehr tiefgründiges Buch mit vielschichtiger Thematik, starken Charakteren und sehr interessant beleuchteten Perspektiven. Auch wenn sich die Spannung, anders als erwartet, etwas in Maßen gehalten hat und an manchen Stellen eine Neigung zu Längen bestand, so hat mich das Buch trotzdem unglaublich gefesselt.
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