Die Verständlichkeit der Vorlage zum Whistleblowing-Gesetz und die Gründe seiner Ablehnung "Gesetzestechnisch brillant" oder eine "Missgeburt"?
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- Deutsch ausgewählt
47,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
22.07.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
128
Maße (L/B/H)
21/14,8/1 cm
Gewicht
197 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-19981-7
In der Schweiz gab es in den vergangenen 20 Jahren einige Fälle von Whistleblowing. Dabei wurde deutlich, dass Whistleblower in der Schweiz gesetzlich wenig vor negativen Konsequenzen geschützt sind. Deshalb verlangte bereits 2003 eine Motion die Ausarbeitung eines Gesetzes. Nach einem langwierigen und komplexen Prozess lehnte der Nationalrat jedoch 2020 die daraus entstandene Vorlage zum zweiten Mal ab, mit der Begründung das Gesetz sei unverständlich formuliert. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Vorwurf der Unverständlichkeit des Whistleblowing-Gesetzes. Sie untersucht den Ausarbeitungsprozess des Gesetzes und die Verständlichkeit der verschiedenen deutschsprachigen Entwürfe. Es wird aufgezeigt, welche Ideen und Debatten zu diesen Versionen geführt haben, welche Verständlichkeitshindernisse auftraten, wie versucht wurde, die Verständlichkeit zu verbessern, und wie die Verständlichkeit der Entwürfe zu beurteilen ist. Die zentrale Frage lautet: Wie verständlich ist das Whistleblowing-Gesetz aus linguistischer Perspektive? Zur Bestimmung der Verständlichkeit wird auf die Erkenntnisse der linguistischen Verstehens- und Verständlichkeitsforschung zurückgegriffen. Die Verstehensforschung versuchte den Prozess des Verstehens theoretisch zu modellieren und die Verständlichkeitsforschung beschäftigt sich schon seit dem frühen 20. Jahrhundert mit der Verständlichkeit von Texten. Sie erarbeitete verschiedene Verständlichkeitsdimensionen und leitete daraus konkrete Verständlichkeitsmerkmale ab, die es ermöglichen sollen, die Verständlichkeit eines Textes zu bewerten und zu optimieren. Die meisten dieser Verständlichkeitsmerkmale wurde auch empirisch überprüft und bestätigt. In dieser Arbeit soll in einem ersten Schritt definiert werden, was mit den Begriffen Verstehen, Verständlichkeit und Verständnis sowie unverständlich, missverständlich und schwerverständlich gemeint ist. Es wird ein Überblick über die Verstehens- und Verständlichkeitsforschung gegeben, danach sollen die Verständlichkeitsmerkmale auf Gesetzestexte bezogen werden.
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