Die Ditib in Deutschland. Religion und Politik im Namen des türkischen Staates
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.07.2026
Verlag
Springer Fachmedien WiesbadenSeitenzahl
67 (Printausgabe)
Dateigröße
2294 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783658525491
Gegenstand dieser Publikation ist nicht die Auseinandersetzung mit dem globalen Islam und seinen verschiedenen religiös-politischen Ausrichtungen, sondern vielmehr wird der Fokus auf das Religions- und Politikverständnis der staatlichen Religionsbehörde "Diyanet" in der Türkei und seinen unter dem Label "DITIB" bekannten Moscheegemeinden und Einrichtungen in Deutschland sowie im europäischen Raum gelegt. Dabei ist die DITIB (Diyanet Isleri Türk Islam Birligi/Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) - im Gegensatz zu den anderen (legalistisch) islamistischen sowie islamischen Gemeinden - keine Religionsgemeinschaft, sondern steht vielmehr für die Repräsentanz der staatlichen Religionsbehörde Diyanet (auf Deutsch "Präsidium für Religionsangelegenheiten"). Sie ist dem türkischen Staatspräsidenten und dem Amt für religiöse Angelegenheiten der türkischen Botschaft in Berlin (zugleich den religiösen Attachés in den türkischen Konsulaten und Botschaften in Europa) faktisch untergeordnet. Die türkische Regierung wollte durch die Gründung von DITIB in erster Linie eine starke staatliche Institutionalisierung des türkisch-sunnitischen Islams in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und anderen europäischen Ländern sicherstellen. Die politische Polarisierung und Islamisierung hat mit der Regierungsübernahme der AKP unter Erdogan seit 2003 zugleich innenpolitische Spannungen aus der Türkei nach Deutschland, Österreich, in die Niederlande und zahlreiche andere europäische Länder getragen.[1] Hierzu gehören nicht nur die außenpolitischen Interessen der Türkei, sondern auch die Verbreitung von Feindbildern gegen Minoritäten und andere Religionsgemeinschaften, wie beispielsweise gegenüber Jüdinnen*Juden, Armenier*innen, Kurd*innen, Alevit*innen, Ezid*innen, Aramäer*innen u. v. m. Diese Polarisierung und die Aufladung von Konflikten sorgt nicht zuletzt in der Migrationsgesellschaft für Spannungen und Spaltungen. Neben einer antisemitischen, kurd*innen-, armenier*innen- und alevit*innenfeindlichen Ideologie geht es hier vor allem auch um demokratiefeindliche und integrationshemmende Einstellungen, welche das friedliche Miteinander und Zusammenleben hemmen.
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