Freunde, die mehr als nur die Miete teilen
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Sprache:Deutsch
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Ja
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Altersempfehlung
ab 18 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
21.08.2026
Verlag
Alex VossSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
187 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9798235814523
Ich bin Anna.
Als uns die Finanzkrise von 2008 unsere Arbeitsplätze und jede Vorstellung von einer sicheren Zukunft nahm, trafen mein Mann Connor und ich eine verzweifelte Entscheidung: Wir zogen nach Brooklyn und teilten uns ein winziges Loft im obersten Stockwerk mit seinem alten Studienfreund Alex und dessen Frau Sophie. Es gab nur ein einziges Schlafzimmer, das lediglich durch eine dünne Trennwand geteilt war. So wurden wir vier in eine Nähe gedrängt, mit der keiner von uns gerechnet hatte.
Anfangs versuchten wir noch, höflich miteinander umzugehen und Grenzen zu wahren. Doch die drückende Sommerhitze und die erdrückende Last der Arbeitslosigkeit verwandelten unsere kleine Wohnung zunehmend in einen Kessel aus unausgesprochenen Spannungen. Nacht für Nacht lag ich wach und hörte die Geräusche von der anderen Seite der Wand Sophies leises, hilfloses Stöhnen, Alex' tiefe, bestimmende Stimme. Diese Geräusche weckten etwas Rohes und Gefährliches in mir.
Was mit heimlichen Blicken und scheinbar zufälligen Berührungen begann, wurde bald bewusst. Alex folgte mir in eine Umkleidekabine. Im Halbdunkel fanden seine Hände meinen Körper. Später, in einer alkoholschweren Nacht, einigten wir vier uns darauf, die Partner zu tauschen. Im Schatten spürte ich Alex' Körper an meinem, während ich gleichzeitig meinen eigenen Mann mit einer anderen Frau hörte. Jeder Stoß, jedes Keuchen, jeder heiße Moment der Hingabe ließ die Grenzen zwischen Schuld und Lust, Eifersucht und Erregung immer weiter verschwimmen.
Ich begann, mich danach zu sehnen, wie Alex mich ansah. Ich begann mir vorzustellen, wie Connors Hände über Sophies Körper glitten. Je mehr wir nachgaben, desto mehr lösten sich unsere Grenzen auf bis das Verlangen schließlich das Einzige war, das wir wirklich miteinander teilten.
Jetzt sind wir in einem Netz gefangen, das wir selbst gesponnen haben. Jede Berührung trägt das Gewicht eines Verrats in sich, jedes heimliche Treffen den Reiz des Verbotenen. Wir sagen uns, es sei nur vorübergehend, nur körperlich ... doch tief in mir fürchte ich, dass wir längst zu weit gegangen sind, um jemals wieder die Menschen zu werden, die wir einmal waren.
Dies ist die Geschichte von vier Menschen, die durch ihre Umstände und ihr Verlangen aneinandergefesselt wurden und sich langsam der gefährlichsten Versuchung von allen hingaben der Versuchung, einander zu begehren.
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