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Kolja Hornung Buchhandlung: OSIANDER Tübingen
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Meine letzte Rezension Und hoffentlich zu lernen ... von Becky Chambers
Becky Chambers gehört schon seit Langem zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen und zeigt mit diesem Buch hier ein weiteres Mal ihre eigene, wunderbar hoffnungsvolle Art Science-Fiction zu erzählen. Es geht um Ariadne, Bordingenierin eines Forschungsraumschiffs, das bewohnbare Planeten fern des Sonnensystems erkundet, allerdings nicht um sie zu kolonisieren, sondern vor allem aus Neugier. Sowohl die außerirdische Flora und Fauna als auch der Kontakt zur viele Lichtjahre weit entfernten Erde stellt die Crew dabei vor große Herausforderungen. In diesem Buch geht es nicht um einen haarsträubenden Überlebenskampf in der eisigen Leere des Alls, sondern um die Frage, wie die Menschheit mit der Erkenntnis umgehen sollte, dass sie nicht alleine ist im Universum und die Suche nach dem, was Menschen dazu bringt, alles aufzugeben und das größtmögliche Risiko einzugehen, indem sie jahrzehntelange Reisen zu unbekannten Planeten antreten. Ein großartig, wunderbar hoffnungsvolles und dennoch mehr als glaubwürdiges Buch, das ich allen Becky Chambers-Fans und auch allen, denen "Project Hail Mary" gefallen hat, nur empfehlen kann.
ab 18,00 €
Produktbild Und hoffentlich zu lernen ...
5/5
  • Kolja Hornung
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5/5

Und hoffentlich zu lernen ...

Becky Chambers gehört schon seit Langem zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen und zeigt mit diesem Buch hier ein weiteres Mal ihre eigene, wunderbar hoffnungsvolle Art Science-Fiction zu erzählen. Es geht um Ariadne, Bordingenierin eines Forschungsraumschiffs, das bewohnbare Planeten fern des Sonnensystems erkundet, allerdings nicht um sie zu kolonisieren, sondern vor allem aus Neugier. Sowohl die außerirdische Flora und Fauna als auch der Kontakt zur viele Lichtjahre weit entfernten Erde stellt die Crew dabei vor große Herausforderungen. In diesem Buch geht es nicht um einen haarsträubenden Überlebenskampf in der eisigen Leere des Alls, sondern um die Frage, wie die Menschheit mit der Erkenntnis umgehen sollte, dass sie nicht alleine ist im Universum und die Suche nach dem, was Menschen dazu bringt, alles aufzugeben und das größtmögliche Risiko einzugehen, indem sie jahrzehntelange Reisen zu unbekannten Planeten antreten. Ein großartig, wunderbar hoffnungsvolles und dennoch mehr als glaubwürdiges Buch, das ich allen Becky Chambers-Fans und auch allen, denen "Project Hail Mary" gefallen hat, nur empfehlen kann.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Die Kinder Húrins
    • Kolja Hornung
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    5/5

    Die Kinder Húrins

    Trotz seines Nimbus' als Großmeister der Fantasy wird Tolkien auch immer wieder kritisiert. Sei es wegen seiner klaren Schwarz-Weiß-Einteilung in Gut und Böse oder seinen ausufernden Beschreibungen in "Der Herr der Ringe". Weniger bekannt, weil erst lange nach seinem Tod erschienen, sind Tolkiens Erzählungen über das Erste Zeitalter. "Die Kinder Hurins" ist die Geschichte eines Niedergangs – ein Vater gerät in Gefangenschaft, widersteht jeglicher Folter und wird darum bestraft, indem er den Fall seiner Kinder mitansehen muss. Hurins Sohn, Turin, ist neben Gollum wohl Tolkiens beste Figur, vom Unglück gezeichnet wandelt er stets auf dem schmalen Grat zwischen Heldenmut und Verzweiflung. Er wird nicht zum König wie Aragorn, nicht einmal ein Heldentod wie der Boromirs ist ihm vergönnt. Er stolpert immer weiter in die Dunkelheit und sein Niedergang gehört zu den besten Geschichten, die Tolkien zu bieten hat.

  • Produktbild Chain-Gang All-Stars
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    5/5

    Chain-Gang All-Stars

    Das Szenario einer guten Dystopie ist auf den ersten Blick unvorstellbar und dennoch viel näher an der Realität als einem lieb ist: In "Chain Gang All-Stars" werden Häftlinge gezwungen, sich gegenseitig in hochgradig kommerzialisierten Arenakämpfen umzubringen. Die vielen Fußnoten mit Beispielen aus dem realen Justizsystem der USA geben dem Ganzen einen erschreckend starken Realitätsbezug. Adjei-Brenyahs Sprache ist kraftvoll und furios, nur wenige Autoren schaffen es, brutalste Gewalt so aufs Papier zu bringen, dass man versucht ist, es schön zu nennen. "Chain Gang All-Stars" macht es einem beim Lesen nicht immer einfach, aber bietet eine einzigartige Erahrung, die einen nicht mehr loslässt. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch noch lange relevant bleibt, damit möglichst viele Leute die Gelegenheit bekommen es zu lesen.

  • Produktbild The Lies of Locke Lamora
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    5/5

    The Lies of Locke Lamora

    Locke Lamora und seine Diebesbande, die Gentleman-Bastards, orchestrieren Trickbetrug im größtmöglichen Maßstab, um den Adeligen von Camorr – grob gesagt die Fantasy-Variante von Venedig – das Geld aus den tiefen Taschen zu leiern. Bis während eines großen Coups Gerüchte über den "Gray King" die Runde machen, der sich unaufhaltsam durch die kriminelle Unterwelt der Stadt mordet. Scott Lynch versteht sich auf kreatives und detailreiches Wortbuilding und das obwohl – teilweise aber auch weil – sich sein Debüt von Anfang bis Ende in einer Stadt abspielt. In Bester Low Fantasy-Manier müssen die Gentleman-Bastards nur mit ihrer Gerrisenheit und ihrem Opportunismus ihre Köpfe aus einer ganzen Menge Schlingen ziehen, ohne dass die Handlung an Glaubwürdigkeit und Kohärenz einbüßt. Oft wird den Lesern in der Fantasy über viele Seiten hinweg eintrichtert, wie unglaublich schlau die Protagonisten doch sind, nur um dann allem und jedem auf den Leim zu gehen. Hier sorgen Locke Lamora und seine Kumpanen für Erfrischung, die tatsächlich so raffiniert vorgehen, wie es der Klappentext verspricht und nicht nur erfolgreich sind, weil der Plot es erfordert. Ich kann daher allen, die auf Low Fantasy stehen, nur raten, ihnen dabei über die Schulter zu schauen.

  • Produktbild Lyneham
    • Kolja Hornung
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    5/5

    Lyneham

    Schlaue Charaktere zu schreiben ist schwierig. Und kaum jemand macht es derzeit so gut wie Nils Westerboer. Vor dem Hintergrund der außerirdischen Welt Perm breitet er die Geschichte von Mildred Meadows und ihrer Familie aus, die sich über zwei Zeitebenen erstreckt, deren Zusammenhang sich einem – wie so vieles in diesem Buch – erst nach und nach erschließt. Wie bereits in seinen früheren Büchern verknüpft Westerboer hier Enthüllungen über die Natur des fremden Planeten und die Ereignisse der Vergangenheit miteinander, ohne dabei jede einzelne als reißerischen Plot Twist zu inszenieren. Dabei wird Perm dem Wort 'außerirdisch' auf vielfältige Weise gerecht, mit seinem Ökosystem von unsichtbaren und augenlosen Wesen und evolutionären Prinzipien, die teilweise stark von dem abweichen, was wir von der Erde als 'naturgegeben' kennen. Wer nach vielschichtiger, durchdachter Science Fiction sucht, die sich auch noch unterhaltsam und spannend liest, sollte daher definitiv zu Lyneham greifen!

  • Produktbild Gideon the Ninth
    • Kolja Hornung
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    5/5

    Gideon the Ninth

    Was kommt heraus, wenn man Fantasy mit Science-Fiction und Gothic Horror vermischt, etwas Mystery und viele Skelette dazugibt? Anscheinend dieses amüsante Buch hier. Außer Nekromanten, einer originellen Welt und Fechtduellen im Renaissance-Stil hat "Gideon the Ninth" auch wunderbar schnippische Charaktere und Humor an den unerwartetsten Stellen zu bieten. Von einem Seitenhieb zum anderen zanken sich Nekromantin Harrow und ihre Leibwächterin Gideon durch das Buch, bis sie irgendwann unvermeidlich zusammenarbeiten müssen, um Mysterien zu lüften und Morde aufzuklären. Mein persönliches Highlight in diesem doch recht speziellen Buch waren neben den köstlichen Dialogen die sorgsam ausgearbeiteten Kampfszenen, bei denen sowohl Fans von Knochengolems als auch Rapieren voll auf ihre Kosten kommen. Eine gewagte, aber grandios gelungene Genrekombination!

  • Produktbild Das Blut der Herzlosen – Die Legende vom Tränenvogel 1
    • Kolja Hornung
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    5/5

    Das Blut der Herzlosen – Die Legende vom Tränenvogel 1

    Die High Fantasy tut sich seit einigen Jahren etwas schwer damit, neue Leser*innen zu gewinnen und die bisherigen für neue Reihen zu begeistern. Da tut es gut, wenn mit dieser südkoreanischen Klassiker-Reihe mal wieder etwas Erfrischendes daherkommt – und dann auch noch zu meiner großen Freude etwas mit Echsenwesen. Nur die Quest-Handlung bleibt in einem bekannten Rahmen, der jedoch durch das kreative Worldbuilding rund um die Völker der feuerformenden Dokebis, der wagemutigen Lekons und der im wahrsten Sinne des Wortes kaltblütigen Naga immer wieder mehr als unerwartete Wendungen nimmt. Auch der Humor, der ja sonst bei epischer Fantasy öfter mal auf der Strecke bleibt, passt hier auf seine eigene Art und dient auch oft dazu, die gut ausgearbeiteten Eigenheiten der verschiedenen Völker zu erklären. Auch die Gesellschaft ist ein gutes Stück vom klassischen Fantasy-Feudalismus entfernt und bringt mit der verzweifelten Königssuche der Menschen ein weiteres faszinierendes Konzept in die Geschichte. Kurz gesagt, wer aktuell in der Fantasy auf der Suche nach etwas wirklich Erfrischendem und nicht nur einer Neuerscheinung mit altbekanntem Inhalt ist, der möge hier freudig zugreifen!

    • Das Blut der Herzlosen – Die Legende vom Tränenvogel 1
    • Young-do Lee
    • ab 22,00 €
  • Produktbild Pantopia
    • Kolja Hornung
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    5/5

    Pantopia

    Die deutsche Science-Fiction-Szene ist nicht besonders groß, bringt aber immer wieder wirkliche Perlen hervor. dazu gehört definitiv auch "Pantopia", das 2023 mit dem Seraph-Phantastikpreis ausgezeichnet wurde: Mehr oder weniger aus Versehen entwickeln zwei junge Leute in der nahen Zukunft die erste starke KI. Zunächst soll diese nur Gewinn erwirtschaften, doch "Einbug", wie sie sich aus einem Missverständnis heraus, selbst tauft, denkt weiter und konstruiert einen Plan zur Erschaffung einer besseren Welt. "Pantopia" gibt sich viel Mühe, eine utopische Vorstellung konsequent zu Ende zu denken und ihres Auswirkungen in den Leben der Menschen zu erkunden. Was herauskommt ist eine erstaunlich glaubwürdige Utopie mit der richtigen Menge an hoffnungsvollem Optimismus, die auch in Punkto Spannung dank Ermittler-Nebenplot überzeugen kann. Dringende Empfehlung nicht nur für Sci-Fi-Fans!

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