Meine letzte RezensionThe sword of Kaigen: Eine theonitische Kriegsgeschichtevon M. L. Wang
Ich muss zugeben, ich hatte keine allzu großen Erwartungen, als ich mit diesem Buch angefangen habe. Einfach nur ein weiterer Teil des Asia Fantasy-Trends, dessen Klappentext aber das gewisse Etwas versprochen hat. Selten habe ich ein Buch so falsch eingeschätzt und mit meiner Wahl zugleich so richtig gelegen, denn in "Sword of Kaigen" steckt so viel mehr als das, was Poppy War erfolgreich und Asian Fantasy zu einem eigenen Subgenre hat werden lassen. Wenn eine Beschreibung schwerfällt, ist das meist ein gutes Zeichen für die Qualität eines Buches. Behelfsmäßig lässt sich sagen, dass sich hier in einem asiatischen Setting eine erstaunlich düster erzählte Kriegsgeschichte nach Art von "The Poppy War" mit Elementen vermischt, die mich an "Avatar - The Last Airbender" und "Naruto" erinnert haben: Eine Welt, die sich zivilisatorisch auf dem Stand des späten 20. Jahrhunderts befindet, jedoch aufgrund eines ausgeklügelten Magiesystems und seiner mehr als gelungenen Verbindung mit der Gesellschaft an altertümlichen Dingen wie Schwertkampf oder Adelshäusern festhält. Einzigartiges Worldbuilding, hervorragend gezeichnete Charaktere und eine Handlung, die sich weit von dem entfernt, was man in der Fantasy sonst vorgesetzt bekommt, machen dieses Buch zu einer unbedingten Empfehlung für alle, die sehen möchten, was ihr Lieblingsgenre so alles kann.