Es ist Weihnachten und die todkranke Cecilie liegt erschöpft im Bett. Zwischen Wachen und Träumen sieht sie ein seltsames Wesen bei sich sitzen: den Engel Ariel. Mit ihm kann sie über alles reden, was ihr so durch den Sinn geht. Wer bin ich? Was ist die Seele? Gibt es Gott? Das Hörspiel setzt die poetische Bildsprache Gaarders meisterhaft um. Man könnte Jens Wawrszeck (Ariel) und Keren Kashi (Cecilie) stundenlang bei ihren Gesprächen zuhören. (Laufzeit: 55 min)
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Unfassbar tiefsinniger und wunderschöner Roman
Bewertung am 28.02.2024
Bewertungsnummer: 2142315
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wenn es ein Buch gibt, das mich schon seit Ewigkeiten begleitet und fasziniert, dann ist es mit Sicherheit „Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort“ von Jostein Gaarder.
Er erzählt in diesem Roman die Geschichte des kleinen Mädchens Cecilie, die schwer erkrankt und bettlägerig ist, doch der eine außergewöhnliche Begegnung zuteil wird: Sie trifft den Engel Ariel. In der Weihnachtsnacht erscheint er einfach auf der Fensterbank ihres Zimmers und beginnt, sich mit ihr zu unterhalten.
Schon in diesem ersten Gespräch, eines von vielen weiteren, die noch folgen sollen, spricht Ariel von einem Spiegel, hinter dem sich die Menschen befinden und durch den sie nicht hindurchsehen können. Mit seinen klugen Bemerkungen und Fragen regt er sie in den kommenden Tagen und Wochen dazu an, sowohl über ihr eigenes als auch über das Leben insgesamt nachzudenken.
Und auch er hat Fragen: wie ist das Leben als Mensch, wie ist es, aus Fleisch und Blut zu sein?
Ariel existiert als Engel schon lange, besitzt tiefere Einblicke in die geistigen Dimensionen des Seins und schafft es doch, dem todkranken Mädchen auf einer ganz unkomplizierten und freundschaftlichen Ebene zu begegnen. Und diese einfühlsame Begleitung, diese philosophischen Diskussionen in der schweren Krankheit sind es, was Cecilie schließlich zu ganz neuen Gedanken und Erkenntnissen inspiriert. Es hilft ihr dabei, neben der Fürsorge durch Eltern und Familie, ihr Leiden besser zu ertragen. Denn jetzt ist es tatsächlich wichtig, vieles noch einmal Revue passieren zu lassen, es spielt eine Rolle, wie Gott die Welt erschaffen hat und warum und es bedeutet etwas, als Mensch ein Leben geschenkt zu bekommen.
Schon relativ früh wird im Buch jedoch deutlich, dass der Engel Ariel schon öfter „Fällen“ beigewohnt hat, die nicht unbedingt gut ausgegangen sind.
Beim Lesen der Geschichte ist es daher manchmal schwer, die Tränen zurückzuhalten. Es ist kein actionreiches Buch, doch es sind die leisen Töne, die hier gleichzeitig bewegen und verzaubern.
Ein Buch, das immer wieder innere Weite schafft, uns über den Tellerrand hinausblicken lässt. Zeilen voller Tiefgang, Traurigkeit und Schönheit… und dies alles liegt in „Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort“ so eng beieinander, dass die Geschichte auch nach dem Lesen noch lange in der Seele nachwirkt.
Berührung zwischen zwei Welten
michael_1988 am 08.06.2019
Bewertungsnummer: 1218802
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Eine wunderbare Begegnung zwischen einem krebskranken Mädchen und einem Engel. -
Am Weihnachtstag erscheint dem Mädchen Cecilie, das unheilbar an Krebs erkrankt ist, ein sympathischer Engel namens Ariel. Die beiden vereinbaren einen Deal: Ariel will sie über die "himmlischen Geheimnisse" aufklären. Im Gegenzug soll Cecilie ihm erklären, wie es ist, als Mensch zu leben und Gefühle zu empfinden, da er als Engel dies nicht nachempfinden könne. Im Rahmen von vier Besuchen des Engels versuchen Ariel und Cecilie, sich gegenseitig besser zu verstehen. Dabei erfährt Cecilie auch immer mehr über die Vergänglichkeit ihres eigenen Lebens...
Ein sehr berührendes Buch, das ich bereits mehrmals gelesen habe. Wie bei Jostein Gaarder üblich, werden hier tiefgreifende lebensphilosophische Themen in einem wunderbar geschriebenen, leicht zu lesenden Roman aufs Tapet gebracht. Eine traurige Geschichte, die aber auch eine tröstliche Vision bietet und in mir noch sehr lange nachgewirkt hat.
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